Hörst du die Kinder weinen ? – Offener Brief an die Familienkommission

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang übersende ich Ihnen eine Fallsammlung, vorerst sind 22 Fälle (einige Fragen sind nicht beantwortet wurden, da sie nicht zutreffend waren) zusammengetragen worden.

Da Sie selbstverständlich nicht bei einzelnen Fällen beratend tätig sein können, sind die Fälle ohne Namen nur mit Städten versehen.

Ich bin vor einem halben Jahr einigen Mütterinitiativen beigetreten, da ich Hilfe für meine Tochter und ihrem 2 jährigen Sohn erhoffte. Was ich dort erlebe macht mich als Oma und auch als Dipl. Sozialpädagogin fassungslos.

Zum Teil bestehen diese Initiativen aus mehr als 1000 Müttern und auch Omas.

Herr Prof. Dr. Leitner sagte vor kurzem gegenüber einer Zeitschrift, dass seit ca. 20 Jahren, öfter Mütter und ihre Kinder die Leidtragenden von mängelbehafteten Gutachten sind. Dies geht bis zur Diffamierung, Abwertung und Verleumdung von Müttern, um ihnen die Kinder zu nehmen und eigene Ideologien und Überzeugungen gesetzmäßig durchzusetzen.

Der neueste Fall in Thüringen, macht dies besonders deutlich: Einer Mutter wird die Entführung ihres eigenen, von ihr zur Welt gebrachten 3 jährigen Kindes vorgeworfen! Sie wird gejagt wie eine Schwerverbrecherin – mit vollem Namen und Bildern. In anderen – nicht familienrechtlichen – Fällen wird solch eine öffentliche Hetzjagd erst nach reiflicher Überlegung in Erwägung gezogen (meist sind es Menschen, die für andere Menschen eine Gefahr darstellen).

Ich möchte die Flucht einer Mutter mit ihrer Tochter nicht unbedingt gut heißen, allerdings kenne ich inzwischen so viele Fälle, dass ich das Verhalten der Mutter verstehen und nachvollziehen kann. Warum man seit der Einführung der gemeinsamen elterlichen Sorge, zu immer drastischeren Maßnahmen gegen Mütter greift, konnte mir bisher niemand erklären. Das geht von Drohungen des Entzugs des Sorgerechts, über Umgangsauschluss bis hin zur Inobhutnahme.

Müttern wird verboten ihre Kinder zu schützen, zu Ärzten zu gehen, im Kindergarten zu trösten, zu stillen, in Urlaub zu fahren, zu drücken, zu kuscheln, gemeinsam im Familienbett zu schlafen, zusammengefasst, alles zu tun was eine liebende Mutter bisher ausgemacht hat.

Wenn Mutter es trotzdem tut, wird sie vor Gericht als bindungsintolerant, erziehungsunfähig, psychisch krank und als Übermutter dargestellt und agiert dadurch kindeswohlgefährdend. Sie soll ein sich weigerndes und schreiendes Kind in das Auto des Vaters pressen und ihm erklären, das wäre gut für das Kind.

Dann kommen alle Institutionen, die wissen wie sie eine Mutter disziplinieren, mit Drohungen, mit finanziellem Ausbluten und vielem mehr. Babys, Säuglinge, Kleinstkinder werden zu erweiterten Umgängen bis hin zu Wechselmodellen gezwungen und die Mutter kann den Kindern nicht helfen.

Meine Tochter sagte einmal, dieses Weggeben des eigenen Kindes ist wie eine Amputation und wird immer wieder von allen Beteiligten – auch gegen den Willen des Kindes – verlangt. Fühlt ein Kind sich nicht gut, so spielt das keine Rolle, denn es muss nach Richterbeschluss.

Was machen Erwachsene, wenn es ihnen nicht gut geht, fahren sie dann auch weg von ihrer vertrauten Umgebung?

In unseren Fällen geht es nicht vorrangig um Mütter, sondern um Kinder. Ich wollte u.a. damit aufzeigen, dass Mütter immer mehr verzweifeln und daran erkranken bis hin zur Erwerbsunfähigkeit, da sie ihre Kinder nicht mehr schützen können, wenn sie ihre Töchter und Söhne schreiend zum Umgang zwingen müssen, da der Vater mit einer anwesenden Polizeistreife droht und/oder gerichtliche Verfahrensbeteiligte die Mutter erpressen, oder wenn die Kinder einfach aus dem Kindergarten weggeholt werden, ohne jegliche Info an die Mütter.

In einem Fall hat ein couragierter Schuldirektor ein verzweifeltes, weinendes, sich erbrechendes Kind an den Kindsvater nicht herausgegeben. Ein anderes Kind droht vor lauter Verzweiflung damit, sich das Leben zu nehmen, wenn der Zwangsumgang nicht endlich aufhört. Ein Kind schreit stundenlang im Auto, dass es nicht zum Kindsvater will und zerstört dabei die Sitze im Auto. Kleinstkinder und Babys kommen total verstört vom Wechselmodell zurück und die einst geliebte Mutter wird weggestoßen, wie ein Vorwurf, da die Mutter all dies zulassen musste und das Kind nicht beschützen konnte.

Das Kind schreit nach Umgängen oft stundenlang und auf Grund dessen muss die Mutter mit ihm in die Notaufnahme.

Kleinstkinder und Kleinkinder, die nie von der Mutter getrennt waren, dürfen von einen Tag auf den anderen die Mutter 3 Nächte oder mehr nicht sehen und wissen nicht, warum die Mutter nicht da ist und ob sie sie wiedersehen.

Kinder, die vorher völlig gesund und lebensfroh die Welt erkundet haben, müssen plötzlich in Therapien und psychologische Behandlungen, bekommen aufgrund von Zwangsumgängen Pflegestufen, Panikattacken, uvm.

Bisher habe ich noch nicht die schlimmste Form der Zwangsumgänge erwähnt, die im Familienrecht überhaupt keine Rolle spielt, da sie dort von Müttern nicht erwähnt werden darf. Im Gegenteil: Betroffene Mütter raten anderen Mütter davon ab, da es im Familienrecht als Rachegefühl der Frau angesehen wird und von Gutachtern/Sachverständigen als Missbrauch mit dem Missbrauch betitelt wird.

Sexueller Missbrauch und Gewalt in der Ehe wird von Familiengerichten häufig ignoriert und negiert. Ignoriert werden auch parallel laufende Strafprozesse gegen den anderen Elternteil, Ordnungsverfahren (z.B. wegen Stalking mittels Missbrauch der Dienststellensoftware durch einen Polizisten), nachweislicher Drogen- und Alkoholkonsum des Vaters, nachweislich dokumentierte Verletzungen durch den Partner und Vater u.v.m.

Wechselmodelle werden trotz Hinweise durch Sachverständige und BGH Urteile auch bei Hochstrittigkeit, geringem Alter der Kinder etc. und bei Gewaltvorkommnissen durch den Kindsvater rechtswidrig zwangsangeordnet.

Weigert sich eine Mutter, das Kind heraus zu geben, um es zu schützen, drohen Geld- oder Haftstrafen.

Alle Dinge, die ich hier nur kurz angerissen habe, sind nachweislich passiert und passieren immer noch täglich und mehrfach – überall in Deutschland.

Eine nicht erfreuliche Rolle spielen hierbei Jugendamt, Gutachter, Verfahrensbeistände und Richter. Häufig machen sich diese im Zusammenschluss, dann auch mit Anwälten, bekannt als Cochemer Modell oder Münchner Modell oder X/Y Modell oder Arbeitskreis unter anderem Name schuldig an Mutter und Kind.

Die Fälle, die ich Ihnen als Fallsammlung zu sende, ähneln sich und man kann daraus bereits eindeutige Rückschlüsse ziehen, aber …. sie sind nur die Spitze des Eisbergs.

Viele Mütter haben den Glauben an das Rechtssystem verloren, geben auf nach jahrelangen Prozessen, haben ihre Kinder ohne Schuld längst verloren, benötigen Energie und Kraft für ihren weiteren Kampf oder dem vielleicht 20. Verfahren, sind inzwischen mittellos oder vertrauen den Institutionen und der Politik, die dies alles zulässt, nicht mehr. Man verwehrte ihnen Gehör vor dem Gericht und nun erwarten sie kein Gehör durch die Politiker, die Hoffnung ist längst der Resignation gewichen.

Als meine Familie im August 2018 mit dem Familienrecht in Kontakt kam, war ich voller Zuversicht, dass man den Lügen (nachweislich widerlegt) keinen Glauben schenkt und der Mutter zuhört. Ich wurde eines Besseren belehrt und sah zu, wie der Kindsvater und das Familienrechtssystem die kleine Seele und den Willen eines 2-jährigen Jungen brachen.

Oft habe ich gedacht, ….wer hört den Jungen still und leise weinen…, nur seine Mutter, sie weint leise und nicht hörbar mit ihm …. alle 3 Tage und kann im Moment doch nichts für ihn tun.

So wie ihr geht es so vielen Müttern und so viele Kinder und Mütter weinen still.

Anja C.

Betroffene Oma

58787606_437007356862139_4052628203024416768_nPicture by Jos Art

Spitze, Frau Giffey!

Sehr geehrte Frau Giffey,

in tiefer Fremdscham durfte ich letzte Woche wahrnehmen, wie unsere Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Weltfrauentag in den Dreck zog, indem Sie, Frau Giffey, als Schirmherrin eines Väterrechtler-Preises einen Ehemann an diesem Tag als „Spitzenvater des Jahres“ auszeichneten und dessen Leistung alleine darin bestand, dass er sich um seine Kinder kümmert (Applaus, Applaus)!

Man merke: Hausarbeit und Kindererziehung sind immer noch beachtliche Leistungen. Aber nur wenn sie von Männern verrichtet werden. Ich spreche im Kollektiv, wenn wir Mütter, die seit Jahren die kostenfrei Care-Arbeit leisten, uns zurecht mit dieser Auszeichnung verarscht fühlen.

Und in den Nachwehen der weiblichen Entrüstung folgte dann schon gleich der nächste Fauxpas: Frau Familienministerin schmiss sich an den Hals sämtlicher Väterrechtler, um diese nach jahrelangen Mütterbashing mit der allseits eingeforderten Unterhaltsreduzierung zu beglücken.

Sie, Frau Giffey, rotzten ein paar Sätze heraus, die wie ein unfreiwillig abbekommenes Ejakulat an uns kleben bleiben: schleimig, eklig, stinkend:

„Wir brauchen deshalb sowohl eine Reform des Sorge- und Umgangsrechts als auch Änderungen im Unterhaltsrecht, die möglichst viel Flexibilität für verschiedene Betreuungsmodelle lassen. Im Moment ist es ja so, dass der Vater weiterhin den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringt und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hat. Daher unterstütze ich das Bundesjustizministerium bei seinen Reformbestrebungen im Unterhalts- und Umgangsrecht.“

Wir sollen also nicht nur auf 5000€ Preisgeld für unsere für selbstverständlich befundene Arbeit verzichten, sondern auch zeitgleich noch auf einen Teil des Unterhalts, der schon jetzt von einem Großteil der Väter nicht gezahlt wird.

Haben Sie in der Schule aufgepasst? Kein Unterhalt minus Unterhaltsreduzierung ergibt nicht gleich Plus, oder wie sehen Sie das? Vielleicht sollten die Sozialdemokraten den ersten Teil ihres Namens einfach mal wegkürzen. Oder sich zumindest in der überübernächsten Wahlperiode mal mit sozialen Themen auseinandersetzen.

Gedemütigt bleiben sämtliche Frauen zurück, deren Ministerin Sie eigentlich sind.

Daher soll es auch nicht um den geehrten „Spitzenvater“ gehen, dessen Name genauso unbedeutend ist wie der der Preisverleiher, sondern um die Austronautin Frau Dr. Insa Thiele-Eich, die traurigerweise einen Doppelnamen trägt und sich somit offenbar dem patriarchischen Machtdiktat fügt.

Wird sich Frau Dr. Insa Thiele-Eich darüber freuen, dass Ihr Mann für etwas ausgezeichnet wird, dass für sie als selbstverständlich vorausgesetzt wird, nur weil sie Schamlippen statt einem Pimmel zwischen den Beinen trägt?

Dafür muss sie sich wohl in den nächsten Monaten/Jahren anhören, dass sie eine Rabenmutter sei, weil sie ihre Kinder ein Jahr alleine lässt? Und überhaupt, warum wird nicht sie geehrt, die nicht nur mit der Geburt der Kinder schon eine höhere Leistung als der Kindsvater mit dem Abspritzen seines Samens erbracht hat, sondern sich nebenbei– scheinbar auch ganz selbstverständlich – als Astronautin vorbereitet?

Welches Genderklischee wollen Sie, Frau Giffey, den jungen Leuten vermitteln?

Soll es ehrenwert sein, wenn Männer ins All fliegen (Alexander Gerst wird seit Monaten wie ein Superstar gehypt), Frauen aber nicht.

Soll es ehrenwert sein, dass Väter sich um ihre Kinder kümmern, Frauen aber nicht?

Soll es überhaupt so sein, dass Männer für jeden Furz ausgezeichnet werden, Frauen aber nicht?

Merken Sie selber langsam etwas?

Wissen Sie, meine Erfahrung ist, dass einige Mädchen zu Frauen heranwachsen, die jahrelang ein Defizit darin sehen, nicht von Jungen und später Männern wahrgenommen zu werden.

In diesem Sinne ist es ein Leichtes sich die Aufmerksamkeit seiner Begierdeobjekte darüber zu holen, indem frau sich den Ideologien dieser Männer nicht nur unterwirft, sondern sich diesen auch anbiedert.

Ich hoffe Sie erhalten mittlerweile die Aufmerksamkeit, die Sie benötigten. Eventuell bekommen Sie dann auch mal wieder den nüchternen Blick für das Wesentliche im Leben.54386809_736408573427226_5276321336921161728_n

Hochachtungsvoll
Jos Art

Wie hält Mutter Familiengericht nur aus?

Die Taktik, die Frederike fährt, ist ein harter Weg, vielleicht der härteste, einfach weil man bis aufs Blut bekämpft wird. Sich immer wieder wie irgendwas zwischen Don Quijote und Sisyphos vorkommt, behandelt wird wie ein Zwischenwesen aus Antichrist, Medusa und Dracula und immer wieder in seiner Entschlossenheit und Durchhaltevermögen herausgefordert wird, über eigene Grenzen gehen muss. Immer das große Ziel im Fokus, auch schwere Niederlagen und Verluste verkraften zu hat.

Natürlich muss jede Mama ihren eigenen Weg finden, den Weg den man authentisch und seiner Natur entsprechend verfolgen kann. Kindschaftssachen sind in der Regel kein Kurzstreckenlauf, gleichen eher dem Iron Man Extremdreikampf.

Aber was ich damit sagen will: Mamas, steht für Euch und Eure Kinder ein! Setzt klar Grenzen, lasst Euch nicht einschüchtern, vertraut Eurer Intuition, seid aktiv so weit ihr könnt, belest Euch, lasst Euch nichts als gegeben verkaufen, fragt nach Begründungen und Rechtsgrundlagen, macht Euch rechtlich fit! Auch jemand, dessen Wesen eher „leiser“ ist, kann mit guter Vorbereitung und Mut das Wissen auch anzuwenden den Personen im System etwas entgegensetzen. Auch wenn man manchmal trotz allem einfach nichts ausrichten – nicht ändern kann, an Entscheidungen, so ist das Gefühl alles gegeben zu haben und dennoch gescheitert zu sein, wesentlich besser verarbeitbar als eine Niederlage verkraften zu müssen, ohne in Kopf – Herz – Bauch sicher zu wissen, alles versucht zu haben. Das nimmt diese lähmende Ohnmacht, das Gefühl samt Kind(ern) verraten und verkauft, ausgeliefert zu sein.

Vergesst nie nie nie, ihr allein seid allesamt die einzige Person im gesamten Universum, die jemals physisch tatsächlich mit Euren Kindern verbunden war. Da kann der KV noch so ein Theater machen, das wird er niemals erreichen. Das kann Euch nichts und niemand wegnehmen. Besinnt Euch auf Eure Stärken! Vernetzt Euch, tauscht Euch aus, unterstützt Euch gegenseitig, sprecht einander Mut zu, fangt Euch auf, seid ehrlich zueinander, kritisiert Euch auch mal, reflektiert das eigene Verhalten bei Gericht etc, analysiert, was gut „angekommen“ ist und was nicht, erkennt was Euch triggert und entwickelt Strategien trotzdem in Eurer Mitte und konzentriert zu bleiben, nehmt sich bietende Möglichkeiten zu lernen wie der Hase läuft, wahr. Man lernt durch beobachten schon so viel für den eigenen Fall, wenn man zum Beispiel „nur“ jemanden zu einem Termin beim Jugendamt begleitet.

Und bleibt ganz bei Euch, darin seid ihr konkurrenzlos die Besten. Schon das Wissen auch nur einen einzigen Verbündeten zu haben, verleiht Flügel, die nötige Zuversicht und macht Mut. Kopf hoch, Brust raus und Zähne zeigen!

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Midlife-Boom: Warum zum Streiten eben nicht zwei gehören

„Dieser Artikel ist für Sie, liebe/r Außenstehende/r.

Für die Familienmitglieder und nicht so engen Freunde der Mutter, für die Nachbarn, die Lehrerinnen und Erzieherinnen der Kinder, für die RichterInnen, die Jugendamts-MitarbeiterInnen und ja, auch für die Verfahrensbeistände, die die Interessen der Kinder vor Gericht vertreten sollen.

Dieser Artikel ist auch für die Next vom Ex und für alle unbeteiligten Gelangweilten da draußen, die in den sozialen Medien so viel Verständnis für die armen Väter aufbringen und gnadenlos jeden mütterfreundlichen Kommentar in Grund und Boden rammen…“

Weiter hier:

https://midlife-boom.de/zum-streiten-reicht-einer-allein/?fbclid=IwAR3hqipYd52RkebDOyly7Ku2BNWAuUBRDmP5raeU5UaNlCPsc6YhcuN4jqA

Midlife