Beitrag einer Mutter auf GoFeminin

Gefunden hier:

http://forum.gofeminin.de/forum/f274/__f588_p5_f274-Gegen-Umgangsrecht.html

„Ich werd mir hier jetzt sicher die entrüsteten Aussagen und Belehrungen vieler Eltern zuziehen, aber DIE suche ich hier nun eben nicht. Es gibt unzählige Beiträge im Internet, wo „die armen Väter“ beklagt werden und die Mamas als Buhmann dastehen, wenn es um den Umgang mit den Kindern geht. Wenn eine Mutter nur ansatzweise wagt, ihre Meinung zu offenbaren, daß sie sich mit dieser Form der Rechtssprechung nicht identifizieren kann, wird sie gleich in Grund und Boden gestampft. Die wenigsten trauen sich, ehrlich und offen ihre Einstellung gegen ein Umgangsrecht öffentlich zu präsentieren. Es gibt liebende Väter, Kinder, die ihren Papa gern haben und friedliche Trennungen. Es gibt aber auch Hass, Krieg und endlose Streitigkeiten. Und ich finde es untragbar, ein Kind unter solchen Bedingungen aufwachsen zu lassen. Vater sein ja, aber um jeden Preis? Es heißt immer, „die armen Väter“, aber wer macht sich Gedanken, was in einer Mutter vorgeht, wenn sie gezwungen wird, über Jahre boshaften Schlammschlachten ausgeliefert zu sein? Und dabei soll sie die ausgeglichene Mami sein, die alles Böse von ihren Kindern abschottet und einen heile Welt vorspielt. Es gibt solche und solche Fälle. Grundsätzlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe beide Seiten kennengelernt. Leidtragend sind letztlich immer die Kinder. Umgangsrecht um JEDEN Preis? Oder Verzicht um des lieben Frieden Willens? Ist der Kampf um das Umgangsrecht nicht nur ein egoistischer Streifzug der Väter ohne Rücksicht, daß das Kind unter diesen Fehden leiden könnte? Muß man den Umgang erzwingen, selbst wenn eine Konversation der Eltern absolut UNMÖGLICH ist? Was maßen sich Jugendämter, Gerichte und Sozialarbeiter an, über „das Wohl eines Kindes“ zu bestimmen, wenn die wahren Hintergründe gar nicht in vollem Umfang berücksichtigt werden? Wer definiert „das WOHL des Kindes“? Wozu gibt es ein Sorgerecht, wenn man letztlich keine Wahl hat, selbst für sein Kind zu entscheiden? Wenn andere über „das WOHL des Kindes“ entscheiden, ist man dann noch MUTTER? Wer zum Teufel hat solche Gesetzestexte geschrieben…darüber befunden? Wer hat das Recht, das Leben eines Kindes zu bestimmen? Wieviele Sachbearbeiter von Jugendämtern geben sich wirklich die Mühe, sich in die Kinder und deren Eltern wirklich rein zu versetzen? Meist sind die Ämter alle überlastet, ein Fall wie der nächste…Standard…jeder ist nur eine Nummer…Schema F. Nun, reicht das für derben Diskussionsstoff? Dann plustert Euch mal auf…oder gibt es noch Mütter, die jetzt den Mut haben, mir Recht zu geben?“

 

gesendet am 18/01/09 um 22:10

 

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