EMMA über die gängigen Sprüche der „besorgten“ „Väter“:

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„Geschlechterkrieg: Entsorgte Väter & besorgte Mütter

Ralf wusste gar nicht, wie ihm geschah. Von einem Tag auf den anderen hat ihm seine Frau nach zehn Jahren Ehe „die rote Karte gezeigt“. Warum, das kann der Polizeibeamte aus Karlsruhe und Vater zweier Töchter bis heute nicht verstehen. „Sie hatte doch alles, wo ihr im Haushalt weiterhilft: Waschmaschine, Spülmaschine, Einbauküche und Trockner.“ Ralf ist ratlos: „Was will die Frau eigentlich allgemein noch?“

Franzjörg weiß, was Frauen wollen: „Sich selbst verwirklichen.“ Das jedenfalls ist die Erklärung des langhaarigen Realschullehrers dafür, warum ihn seine Frau mit den Kindern verließ, obwohl er die – zugegebenermaßen schwierige – Beziehung noch wollte.

Auch Bernds Frau hat eines Tages ihre Sachen und die ihrer gemeinsamen Tochter in einen Bettbezug gepackt und ist gegangen. Warum? Keine Ahnung. Er hatte doch das Geld als Vorarbeiter verdient und sie halt den Haushalt gemacht. Naja, er hat „gern mal einen über den Durst getrunken, des hat ihr wohl ned gepasst“.

Und dann ist es „irgendwie eskaliert“. Wie seinen Leidensgefährten Ralf und Franzjörg, so ist auch Bernd das Mysterium Frau unergründlich. „Frauen sind andere Geschöpfe, die sind nicht von dieser Welt“, sagt Vorarbeiter Bernd. „Wenn’s nach mir ginge – ich tät sie alle auf den Mond schießen!“

Diesen Wunsch dürfte Bernd mit allen Männern teilen, die Douglas Wolfsperger in einem Dokumentarfilm porträtiert hat. Titel des Films, mit dem der Autor seit der Premiere am 11. Juni viel bejubelt durch die Programmkinos tourt: „Der entsorgte Vater.“ Untertitel: „Wenn der Hass der Mutter auf den Vater stärker ist als die Liebe zum gemeinsamen Kind, hast du keine Chance.“

„Entsorgt“ fühlen sich Wolfspergers Protagonisten nicht nur als (Ehe)Männer, sondern auch als Väter. Denn die Mütter, so der klagende Tenor, enthielten ihnen die Kinder vor, entfremdeten sie ihnen willentlich, verweigerten ihnen den Umgang. Und dafür kann es, so erfahren wir, nur den einen Grund geben: den Hass auf den Ex-Mann. Diesen Männern wird geholfen werden. Denn am 1. September 2009 tritt ein Gesetz in Kraft, dass das Recht aller Väter stärkt – auch solcher, die sich und uns viel vormachen.

Franzjörg zum Beispiel hat seine älteste Tochter seit Jahren nicht gesehen. Schuld daran, erklärt er, sei seine Ex-Frau, die ihm das Kind nach der Trennung vorenthalten und verweigert hat. Gericht und Jugendamt hätten die Mutter „gnadenlos unterstützt“. Warum die inzwischen längst erwachsene Tochter ihre Telefonnummer vor ihm geheim hält und sich dem Vater selbst dann nicht zu erkennen gab, als sie als Referendarin an derselben Schule eingesetzt war? Dies ist nur eine von vielen Fragen, die die Zuschauerin sich stellt, nicht aber Regisseur Wolfsperger seinen Protagonisten.

Das verwundert nicht, denn auch Douglas Wolfsperger ist ein betroffener, oder um es mit Franzjörg zu sagen, ein „hoch betroffener Vater“. Als solcher tritt er im Film „die letzte Reise zu seiner Tochter an“, denn das Gericht habe ihm den Umgang mit der Neunjährigen untersagt. „Ich soll mich von meiner Tochter verabschieden, und zwar endgültig.“ Schuld daran ist die Mutter.

In diesem Zusammenhang wäre es interessant gewesen, auch im Film zu erfahren, was der entsorgte Vater Wolfsperger stückchenweise in seinen zahlreichen Zeitungs-Interviews enthüllt, die er seit dem Filmstart der beeindruckten Presse geben darf. Zum Beispiel, dass der 51-jährige Dokumentarfilmer auch nach der Geburt seiner Tochter „natürlich das Ideal zu erreichen versuchte, so viel wie möglich an meinen Projekten zu arbeiten“, so dass die Mutter seines Kindes „quasi alleinerziehend“ war, gibt er in der Frankfurter Rundschau zu. Oder die, dass der Vater nach der Trennung durchaus Umgang mit seiner Tochter hatte – bis er den neuen Lebensgefährten der Mutter bei der Übergabe des Kindes, das nicht zu ihm wollte, angriff und einen Strafbefehl wegen Körperverletzung erhielt. „Wäre ich labiler gewesen, hätte ich mir vielleicht irgendwann eine Knarre besorgt und ihn umgeblasen“, sagt Wolfsperger in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dass der Umgang mit seiner Tochter nur bis auf weiteres und keinesfalls „endgültig“ ausgesetzt ist, wird der Regisseur bei der Premiere auf eine kritische Nachfrage hin zugeben müssen.

Das alles hält Wolfsperger aber nicht davon ab, sich als einsamer Wolf zu inszenieren, waidwund ins Leere blickend, in kahlen Hotelzimmern, auf Spielplätzen und in der Kirche, erleuchtet vom roten Schein der Grablichter. Seine Protagonisten, denen das Ewigweibliche so rätselhaft ist, lässt er sich als echte Kerle präsentieren. Ralf stemmt neben seinem Schicksal unablässig Gewichte; Klaus steuert, wenn schon nicht seine Frau, so doch sein Motorflugzeug; Franzjörgs Lieblingsspielzeug ist seine Motorsäge. Willkommen bei DMAX.

Frau könnte diese Inszenierung von Larmoyanz und Männlichkeit gelassen belächeln – wäre sie nicht Ausdruck einer ernsten und höchst beunruhigenden Entwicklung: Die sogenannte „Väterbewegung“ ist auf dem Vormarsch. Sie betreibt Internetseiten wie www.frauenhausluege.com, auf denen sie über die „Vätervernichtungsrepublik“ Deutschland wettert und Häusliche Gewalt zum Hirngespinst überspannter Feministinnen kleinredet. Auch www.entsorgte-vaeter.de bezeichnet den Gewaltbericht des Bundesfamilienministeriums als „Phantasieprodukt seiner Schöpferinnen“. Und www.radikalevaeter.de beklagt gar einen „Genozid der Väter“ und droht: „Mütter werden schon bei der Nennung des Namens unserer Vereinigung wissen, was es heißt, ein Vätertribunal gegen sich zu haben.“ Man werde diese Mütter „zerstören“.

Der Startschuss für die „Väterrechtsbewegung“ fiel Ende der 1980er Jahre. Mit der Frauenbewegung war auch bei den Männern einiges in Gang gekommen. Und während die einen in Männergruppen selbstkritisch über ihre Rolle reflektierten und erkannten, was sie in einer gleichberechtigten Partnerschaft gewinnen könnten, erklärten sich die anderen kategorisch zu Verlierern. „Männerprojekte wurden etabliert, die unter dem Deckmantel kritischer Auseinandersetzung die Männer als Opfer der weiblichen Emanzipation entdeckten und eine neue Phase von Frauenfeindlichkeit einläuteten und praktizierten“, schreibt Anita Heiliger, Sozialwissenschaftlerin am Deutschen Jugendinstitut, in ihrem Buch „Vater um jeden Preis?“ und fährt fort: „Diese Projekte wurden Anlaufstellen vor allem für Männer, die den Machtverlust im Geschlechterverhältnis nicht akzeptieren und nicht verarbeiten konnten. In Gruppen konnten sie sich ihres Opferstatus versichern und Frauen als Täterinnen stilisieren, gegen die nun Kampf angesagt sei.“

Die Achillesferse der aufmüpfigen Frauen, die ihre Abhängigkeit nicht mehr akzeptierten, Häusliche Gewalt nicht länger stillschweigend ertrugen und immer häufiger die Scheidung einreichten, war schnell ausgemacht: die Kinder. Über sie konnten die abservierten Patriarchen ihren langen Arm weiter ausstrecken. Und so machten sich die Vaterrechtler daran, die berechtigte Forderung der Frauen nach größerer Beteiligung der Väter in der Familie umzuschreiben in die Saga vom Kind, das Mutter und Vater brauche – und das um jeden Preis. Die Väter hatten Erfolg.

Das Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen steht heute im Bürgerlichen Gesetzbuch und gilt als Voraussetzung für das „Kindeswohl“ – unter allen Umständen. „Da hat eine dramatische Entwicklung stattgefunden“, bedauert Christina Aman von der „Zentralen Informationsstelle der Frauenhäuser“ (ZIF). „Es gibt Fälle, in denen sexueller Missbrauch gutachterlich bewiesen vorlag und die Richter entschieden, dass das Kind trotzdem Umgang mit dem Vater haben sollte.“

Häusliche Gewalt gilt ohnehin nicht mehr als Ausschlussgrund für ein Umgangsrecht des Vaters mit seinen Kindern. Wieso auch? Der Mann habe, so lautet die Begründung vieler RichterInnen, „doch nur die Mutter geschlagen“. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen, im Vokabular der Väterrechtler die „Frauenförderlandschaft“, wehren sich gegen das Dogma des Vaterrechts um jeden Preis, aber sie haben einen schweren Stand. Nicht zuletzt deshalb, weil die Väterrechtler lautstarke Kampfgefährten auf ihrer Seite haben.

Zum Beispiel den Journalisten Matthias Matussek. 1998 machte der Ex-Kulturchef des Spiegel, der seinen Job wegen seines „Hangs zur Cholerik“ (Welt) verlor, in seinem Pamphlet „Die vaterlose Gesellschaft“ einen „Vernichtungskrieg gegen die Männer“ aus, geführt vom „kreischenden Feminat“ gegen wehrlose Väter, die von abzockenden Frauen via Unterhaltsklage um ihr letztes Hemd gebracht werden. Scheidungsvater Matussek forderte die „im Untergrund lebenden Scheidungsväter“ auf, der Weiberherrschaft mit „Guerilla-Taktiken“ zu begegnen.

Eine dieser Taktiken im Geschlechterkrieg ist die Unterhaltsverweigerung, die Matussek ausdrücklich rechtfertigt, denn: „Wer will es einem Mann verübeln, der sich weigert, für eine Frau zu zahlen, die zu ihrem Liebhaber gezogen ist?“ Guerillero Matussek hat offene Türen eingerannt. Jeder dritte Vater zahlt laut Bundesfamilienministerium keinen Unterhalt, ein weiteres Drittel zahlt unregelmäßig und kostet den Staat, der mit seinem Unterhaltsvorschuss in die Bresche springt, jährlich rund 800 Millionen Euro. Dabei waren laut einer Forsa-Studie aus dem Jahr 2002 75 Prozent der unterhaltssäumigen Männer ökonomisch in der Lage, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Ein prominenter Mitstreiter im Kampf gegen das Feminat ist auch der Schauspieler Mathieu Carrière, der sich vor dem Berliner Justizministerium gar symbolisch kreuzigen ließ. Sekundiert werden Matussek und Mathieu dabei auch von der Journalistin Karin Jäckel, der weiblichen Kronzeugin der entrechteten Väter, die in ihrem Werk „Der gebrauchte Mann“ von einem „modernen Amazonenkrieg“ spricht und die heutigen Väter wegen der allzu hohen Ansprüche der Mütter bedauert. Das war in den 50er Jahren noch anders: „Die Frauen und Mütter, die ich aus diesen Jahren kenne, erwarteten nicht, dass ihre Männer ihnen bei jeder Gelegenheit im Haushalt halfen.“

Und dann ist da natürlich noch der unvermeidliche Gerhardt Amendt, Soziologie-Professor an der Universität Bremen, der seit Jahren kübelweise pseudowissenschaftlichen Feministinnenhass ausschüttet, und der kürzlich in der Welt gar die „Abschaffung der Frauenhäuser“ forderte. Die seien ein „Ort des Männerhasses“. Begründung: Professor Amendt hatte in seiner eigenen Studie – für die er ausschließlich Männer befragt hatte – herausgefunden, dass Frauen „gewalttätiger als Männer“ sind: 60 Prozent aller Gewalttaten in der Familie würden von Frauen begonnen.

Die einschlägigen Organisationen, in denen sich die Racheväter zusammenfinden, heißen pappa.com, ISUV oder Väteraufbruch. Auch Franzjörg Krieg, der Mann mit der Motorsäge, gehört dazu. Der graubärtige Zopfträger im schwarzen Leder-Sakko hat den Väteraufbruch Karlsruhe 2003 aus „ohnmächtiger Wut“ gegründet und verkündet auf der Homepage des Verbandes seine Ansichten zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Sexueller Missbrauch? Die „erste tödliche Trumpfkarte, die eine Mutter ungestraft auch ohne eine faktische Grundlage allein aus Kalkül oder Bosheit aus dem Ärmel ziehen konnte“. (Dabei wird dieser Vorwurf überhaupt nur in drei Prozent aller strittigen Umgangsrechts-Fälle erhoben.) Das Gewaltschutzgesetz? „Verfassungswidrig“ und ein „menschenrechtswidriges Instrument zur bedingungslosen Unterstützung von Frauen“.

Auch die Väter, die Filmemacher Wolfsperger porträtiert, stammen laut eigener Aussage „aus dem Umfeld von Franzjörg Krieg und dem Väteraufbruch“. Selbstverständlich hat der Väteraufbruch „Der entsorgte Vater“ als Aushängeschild auf seiner Startseite gepostet, was nicht weiter überrascht.

Verblüffend ist hingegen, wie kritiklos die Medien die Mantras der entsorgten Väter schlucken. „Meist sind es die Mütter, die den Vater vom Kinde wegdrängen“, repetiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und weiß: Diese „Gehirnwäsche“ erfolgt „aus purem Egoismus“. Die Junge Freiheit fällt in die Väterklage über die „herzlosen, egozentrischen Frauen“ ein und selbst Eltern übernimmt Franzjörg Kriegs Vokabular von der „Mutter als Kinderbesitzerin“.

Die Väter-Lobby, die PolitikerInnen mit Mailings bestürmt und sich mit sympathisierenden Anwälten und Gutachtern unterstützt, ist, wie die Filmemacherin Myriam Tonelotto in ihrer Arte-Dokumentation „In Nomine Patris“ eindrucksvoll nachwies, national wie international vernetzt. Wie weit sie mit ihrem demagogischen Feldzug schon gekommen ist, zeigt die aktuelle Reform des deutschen Umgangsrechts. Bereits zwei Jahre zuvor liefen Organisationen wie der „Verband alleinerziehender Mütter und Väter“ (VAMV), „Terre des Femmes“ oder der Frauenhaus-Dachverband (ZIF) Sturm gegen das neue Gesetz. „Schon jetzt ist die Situation für Frauen und Kinder, die vor ihrem Misshandler zum Beispiel in ein Frauenhaus flüchten, ein Skandal“, erklärten sie. „Denn gewalttätige Männer erhalten häufig bereits kurz nach der Trennung Besuchskontakt mit den Kindern. So weiß auch der brutalste Mann sehr schnell, wo sich Frau und Kinder aufhalten. Schutz und Sicherheit können unter diesen Voraussetzungen nicht mehr sichergestellt werden.“

Das Leben wird für Frauen und Kinder, die vor gewalttätigen Ehemännern flüchten, ab dem 1. September nicht sicherer werden. Denn: „Das Gesetz scheint davon auszugehen, dass es so etwas wie Häusliche Gewalt nicht gibt“, klagt ZIF-Sprecherin Aman. So muss nach dem neuen Gesetz nach einer Trennung zwingend innerhalb von vier Wochen der Umgang mit dem Vater gerichtlich beschlossen werden. Viel zu früh, wenn Mutter und Kind aus einer Gewaltbeziehung kommen, klagen die Frauenhäuser. Was die Proteste immerhin erreichten: Die Frau kann eine getrennte Anhörung beantragen, so dass sie ihrem Peiniger nicht begegnen muss.

Beim sexuellen Missbrauch gilt künftig der sogenannte „Strengbeweis“. Mussten die RichterInnen vor der Reform noch schlüssige Hinweise auf Missbrauch beachten, „müssen die Beweise jetzt in einem Strafverfahren bestehen können“, erklärt Edith Schwab, Rechtsanwältin und VAMV-Vorsitzende. „Damit sind die kleinen Kinder unter vier, fünf Jahren schon mal schutzlos, weil sie nicht als ‚gerichtsfeste‘ Zeugen gelten.“

Müttern, die ihre Kinder dem Vater nicht übergeben wollen – sei es, weil sie sie vor Missbrauch schützen wollen oder weil das Kind mit der Situation noch überfordert und nach den Besuchen verstört ist – drohen mit der Umgangs-Reform noch härtere „Zwangsmaßnahmen“ als sie schon jetzt gelten. Wie sie eingesetzt werden, erklärt Juristin Schwab an folgendem Beispiel aus ihrer Praxis:

Ein elfjähriger Junge möchte nach der Trennung seiner Eltern nicht zum Vater. Der Vater hat eine neue Freundin, womit der Junge nicht gut zurechtkommt. Ein Besuch endet mit Gewalttätigkeiten und einer Gehirnerschütterung des Kindes. Als das Umgangsrecht des Vaters vor Gericht verhandelt wird, holt der Richter den Jungen zum Gespräch, aus dem er kurz darauf tränenüberströmt herausrennt. „Der Richter hatte ihm gesagt: Wenn du nicht zu deinem Papa gehst, dann muss deine Mama ins Gefängnis“, erzählt die Anwältin. Sie fürchtet: „Das Recht des Kindes auf seinen Vater ist Dank der Väterlobby zu einem Recht des Vaters auf sein Kind geworden.“ 

Diese Erfahrung hat auch die geschiedene Susanne M. (Name geändert, d. Red.) machen müssen, die einzige Mutter, die in Wolfspergers Väterfilm vorkommt. Ihre Schilderungen der zahlreichen Konflikte und Streitereien rund um das Umgangsrecht des Vater für die gemeinsame Tochter – die bis hin zur Gewalttätigkeit des Mannes gegen die Ex-Frau eskalierte – werden im Film zitiert. Die differenzierten Überlegungen der Frau zur Rolle eines Vaters jedoch kürzte der Regisseur polemisch auf den Satz: Der Beitrag des Vaters sei „zunächst mal nur eine Erzeugung.“ Ein Satz, den die Medien mit Hinweis auf die „abgebrühte Frau“ gern und viel zitierten.

Wie Wolfsperger Susanne M. überhaupt vor die Kamera bekam? „Herr Wolfsberger hat gesagt, er mache einen Film über ‚Trennungskinder‘. Seine Verbindung zum Väteraufbruch hat er mir zuerst ebenso verschwiegen wie seine persönliche Betroffenheit“, sagt Susanne M. Die entdeckte eine Freundin zufällig im Internet. Und der Filmemacher? Er habe zeigen wollen: „Wie muss eine Frau ticken, die einem Vater das Kind wegnimmt?“ erklärt Wolfsperger der Frankfurter Rundschau. Susanne M. biete dazu ein „eindrückliches Psychogramm“. Er sei „geradezu hingerissen von der Art, wie sie sich einfach so ihre Welt zurechtdenkt.“ Solche Sätze sind Wasser auf die Mühlen von Väteraufbruch, pappa.com & Co.

Und Justizministerin Zypries? Die freut sich, dass „wir bei der Vollstreckung von Sorge- und Umgangsentscheidungen“ Dank des neuen Gesetzes „mehr Druck ausüben können“. Bleibt nur noch eine Frage: Ob sich die Kinder auch darüber freuen?                  

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Anita Heiliger/Eva Hack: Vater um jeden Preis? (Frauenoffensive, 19.90 €)“

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