Stoppt Zwangsumgang !

gefunden hier bei MÜTTERBLITZ:

http://www.muetterblitz.de/Gerichtskrimi/zwangsumgang.masp

„Stimmen für den Zwangsumgangs-Stopp

Vor zwei Jahren, im November 2009, berichteten wir über Mängel in Familienrechtsgutachten. Am 26. Oktober 2011 brachte das ZDF in der Sendereihe „Zoom“ ebenfalls einen Beitrag über die nach wie vor für Familien und besonders die Kinder nachteiligen Auswirkungen von mangelhaften Gutachten. Wir haben das Thema mit einigen interessanten Informationen ergänzt.  
 
Laut Expertenmeinung (darunter Prof. Werner Leitner von der Uni Köln) entsprechen viele Gutachten nicht den Standards des Berufsverbandes Deutscher Psychologen e.V. und basieren auf keinen „aussagegültigen Beobachtungsmethoden“.
 
Dennoch werden diese Gutachten von Gerichten in strittigen Sorge- und Umgangsrechtsverfahren nach wie vor eingeholt. Dabei gilt als Gutachter, wer vom Gericht bestellt ist.
 
Die Qualifikation der „Sachverständigen“ (darunter gibt es beispielsweise auch einen ehemaligen Kunststoffschlosser) ist zweifelhaft. Der rechtlich nicht geschützte Titel „Fachpsychologe für Rechtspsychologie“ täuscht vor, der betreffende Gutachter verfüge über eine Ausbildung wie ein Facharzt.
 
Das ZDF berichtete auch von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Linz gegen einen Gutachter. Anzeige erstatteten zwei Betroffene, deren Gutachten identisch sind. Inzwischen fand man dort offenbar 15 Gutachten, in denen identische Textbausteine verwendet wurden.
 
Undurchsichtig sind häufig auch die Gutachten-Kosten, auf denen die betroffenen Familien meist sitzen bleiben. Uns wurden inzwischen Rechnungen von über 15.000 Euro für solche „Sachverständigengutachten“ bekannt.
 
Was für die einen ein einträgliches Geschäft ist, wird zur Existenzbedrohung für die anderen. In dem ZDF-Report sahen wir einen kleinen Jungen im Kindergartenalter, der unter starken Trennungsängsten von seiner Mutter und seinem Zuhause litt. Ein Gutachter war zu dem Schluss gelangt, die Mutter übertrage ihre Ängste auf das Kind.
 
So beschloss das Gericht, das Kind müsse regelmäßig Umgang mit dem Vater haben, was für den Kleinen bedeutete, fort von seiner Mama und seinem Zuhause. Die Filmausschnitte ließen darauf schließen, dass der Vater am Ende wohl selbst einsah, dass es besser war, Rücksicht auf seinen Sohn zu nehmen.  
 
In diesem Zusammenhang ist die in zehn Sprachen übersetzte, anerkannte empirische Untersuchung von Judith S. Wallerstein von Bedeutung. Die amerikanische Scheidungsforscherin schreibt: „Die Kinder, die durch das System zur Stummheit verurteilt wurden, verkünden uns nun ihr Urteil. (…)
 
Als Kinder aus der Studie im Erwachsenenalter erfuhren, dass Richter, Anwälte, Mediatoren und andere viel Zeit verbracht hatten, um ihr Wohl, ihre Wünsche und Interessen möglichst gut zu berücksichtigen, waren sie alle zutiefst erstaunt.
 
Besonders intensive Wut gegenüber ihren Vätern, die bis ins Erwachsenenalter anhielt, verspürten diejenigen Kinder (…), die durch Gerichtsauflagen gezwungen waren, strikte Besuchsregelungen einzuhalten. (…)
 
Fiona, die per Flugzeug zu den vom Gericht verordneten Besuchen flog, sagte als 28jährige: „Als ich ein kleines Mädchen war, hatte ich das Gefühl, ich sei wie eine Abfalltüte, die verschifft wurde (…)
 
Gezwungen, jedes zweite Wochenende bei ihrem Vater zu verbringen, beklagte sich eine Vierzehnjährige bitterlich über ihr unnormales Leben. Sie wurde während ihrer Schuljahre aus allen lustvollen Aktivitäten herausgerissen und bat deshalb um einen flexibleren Besuchsplan, den ihr Vater jedoch unter Berufung auf das ihm gerichtlich zugesprochene Recht verweigerte. Daraufhin erklärte sie: „Mein Vater hat mich nie geliebt. Menschen, die andere lieben, respektieren diese auch …“
 
Judith Wallersteins Frage ist leider immer noch so aktuell wie vor zehn Jahren: „Wie viele von uns glauben wirklich, dass die Tausende von Kindern, die quer durchs ganze Land zum Wohnort eines ihrer Eltern fliegen und teilweise jünger als vier Jahre sind, mit den getroffenen Abmachungen zufrieden sind?“  
 
Kürzlich meldete sich ein junger Mann bei der Soziologin Dr. Anita Heiliger, die seit vielen Jahren auf diese Mißstände hinweist. Als Kind musste er gerichtlich angeordnete Zwangsumgänge mit einem Vater durchführen, der gewalttätig gegen Mutter und Kinder war. Immer noch wütend darüber, sucht er jetzt Betroffene, die Ähnliches erlebt haben, und möchte sich an die Öffentlichkeit wenden.
 
Wir möchten seinen Kontaktwunsch gerne mit verbreiten. Kontakt über anitaheiliger@web.de
 
Zitate aus der Studie „Langzeitwirkungen der elterlichen Ehescheidung auf Kinder“ von Judith S. Wallerstein aus Christa Mulack: „Der Mutterschaftsbetrug“, Kapitel 4, S. 223 ff. (Web-Site-Verlag)
 
UF
Otto_Mueller_Mutter_und_Kind
Otto Müller: Mutter und Kind
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