„Zwangs“ Mediationen im Familiengericht – FamFG§ 36a

Wir hören immer wieder von Müttern, dass sie zu gemeinsamen Gesprächen mit den Kindsvätern genötigt werden. Oft durch „Androhung“ einer wenig attraktiven Alternative. Dabei spielt es unserer Erfahrung gemäß keine Rolle, ob es sich um Stalker, Gewalttäter oder sonstige narzisstischen Täter handelt.

Wir möchten darauf hinweisen, dass kein Opfer zu gemeinsamen Gesprächen mit dem Täter gezwungen werden kann, auch wenn dies möglicherweise suggeriert wird.

Speziell eine Mediation setzt Freiwilligkeit voraus – und natürlich Gewaltfreiheit. Dabei verweisen wir auf den wichtigen Paragraphen FamFG§ 36a:

Mediation, außergerichtliche Konfliktbeilegung
(1) Das Gericht kann einzelnen oder allen Beteiligten eine Mediation oder ein anderes Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung vorschlagen. In Gewaltschutzsachen sind die schutzwürdigen Belange der von Gewalt betroffenen Person zu wahren.
(2) Entscheiden sich die Beteiligten zur Durchführung einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung, setzt das Gericht das Verfahren aus.
(3) Gerichtliche Anordnungs- und Genehmigungsvorbehalte bleiben von der Durchführung einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung unberührt.

Dyre Tider Ravnen1896

von anonymus (Ravnen, side 396) [Public domain], via Wikimedia Commons

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