Profil online: Gender-Debatte: Woher kommt der Furor, wenn es um Frauenthemen geht?

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8. Erziehungsmonopol

Auf der Themenliste des Maskulinismus steht Väterlichkeit ganz oben. Männer erscheinen als „fürsorgewillige Väter, die durch Exfrauen und eine feministisch unterwanderte Justiz von ihren Kindern getrennt werden“, heißt es in der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die der neuen Welle des Frauenhasses auf den Grund geht. Die „vaterlose Gesellschaft“ ist seit den 1990er-Jahren als Begriff etabliert, seit damals wird beklagt, dass Väter zeugen und zahlen, aber sonst wenig Rolle spielen dürfen. Vergleichsweise neu ist der Sturm gegen das „Erziehungsmonopol“ der Frauen, von der Wohnung über den Kindergarten bis in die Volksschule, das in einer „Bubenkrise“ münde.

Gerade auf diesem Themenfeld geht viel an berechtigter Kritik und ernsthafter Diskussion unter – übertönt von schrillen Männerrechtlerinnen, die „Feminazis“ als Schuldige ausmachen.“

Dr. Christa Mulack: Der Mutterschaftsbetrug – Vom Unwert zum Mehrwert des Mutterseins –

Literatur zum Thema:

http://www.christa-mulack.de/mutterschaftsbetrug.htm

Mutter

Zu diesem Buch:
Das Buch enthält eine ausgezeichnet recherchierte gesellschaftskritische Analyse des Mutterseins in Deutschland. Es fragt nach den Ursachen fehlender Wertschätzung von Müttern und der von ihnen geleisteten Arbeit. Dabei deckt es verschiedene Schwachpunkte nicht nur in der Familienpolitik auf, die die elementarsten Interessen von Müttern und Kindern unberücksichtigt lässt, sondern auch in der gesamtgesellschaftlichen Einstellung Müttern gegenüber. Da wird vielfach getrennt, was nicht zu trennen ist. So wird zum Beispiel in Politik und öffentlicher Diskussion ignoriert, dass die Ursache der viel diskutierten Kinderarmut ihre Ursache in der Mütterarmut hat – besonders wenn es sich um allein erziehende Mütter handelt. – Doch ist die materielle Armut nur eine Seite der Medaille.

So wie der Kinderarmut die Mütterarmut vorauf geht, so sind sozial, geistig und emotional unterversorgte Kinder lediglich die Folge entsprechend unterversorgter Mütter. Das Buch beleuchtet Hintergründe des Phänomens „vernachlässigter“ Kinder an Hand der spektakulärsten Fälle von Kindstötung, die in der Presse breit getreten wurden und folglich die Gemüter erregten. Nur allzu rasch wandte sich die öffentliche Meinung gegen diese mütterlichen „Monster“, doch nur wenige machten sich die Mühe, nach dem Warum zu fragen. – Genau das aber tut das vorliegende Buch und kommt zu erschreckenden Ergebnissen.

Nicht nur in dieser Hinsicht ist das Buch inzwischen für viele Frauen zum Augenöffner geworden, da es die Dinge aus der – für viele ungewohnten – Perspektive von Frauen und Müttern betrachtet und versucht, ihrer Situation gerecht zu werden. Es beschreibt auch die vielfältigen Dimensionen der Mutterschaft, die bei der Partnerwahl beginnen. Befruchtung, Schwangerschaft, Geburt und Stillen werden in ihren multidimensionalen Facetten beschrieben und zeigen die ungeheuren Stärken von Frauen, die ihnen selbst aber in den meisten Fällen vorenthalten werden. So kommt es zu kulturellen Versäumnissen, die weiblichen Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen in keiner Weise Rechnung tragen und letztendlich die demographischen Folgen zu verantworten haben.

Das eigentliche Problem – das wird hier deutlich – lässt sich wohl nicht mit finanziellen Gebäranreizen beheben. Vielmehr bedarf es einer viel grundlegenderen Änderung. Das wird besonders deutlich bei einem Kulturvergleich, der im dritten Kapitel vorgenommen wird. Er zeigt, wie anders matriarchale Kulturen mit dem Thema Mutterschaft auf der Grundlage größter Wertschätzung umgehen. Hier zeigt sich, dass es auch anders geht und die Ursachen für das heutige Dilemma nicht etwa bei den Müttern liegen. Sie sind vielmehr in gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zu suchen, die kaum als solche erkannt – und schon gar nicht diskutiert werden.

Allen Wertedebatten zum Trotz zeigt das Buch jedoch, wie anders sich die Eltern-Kind-Beziehung gestaltet, wenn es Frauen gestattet ist, ihre Vorstellungen in die Sozialstrukturen einzuspeisen. Da dies in unserer Gesellschaft nicht der Fall ist, wird sich das Dilemma wohl trotz politischer Anstrengungen eher weiter verschlimmern als verbessern. Wo Mütter keine Chance haben, ihre Werte in die Gesellschaft verbindlich einzubringen, weil andere als mütterliche Interessen vorherrschen, wird es auch keine positiven Veränderungen in dieser Hinsicht geben.

Das wird gegen Ende des Buches deutlich, das sich mit dem Streit ums Kind und der Macht der Väterlobby befasst, die Mütter gezielt diffamiert um sich selbst als – völlig überbewerteter – Bedeutungsfaktor ins Spiel zu bringen. Eine Taktik, der die Politik ebenso auf den Leim geht wie der öffentliche Diskurs. Dennoch bleibt es dabei: Rund 95 Prozent der Alleinerziehenden sind Mütter. Noch etwas höher ist die Rate derer, die bereit sind, um der Kinder Willen die eigene Karriere ganz aufzugeben oder aber kürzer zu treten. Hier hat das öffentliche Reden von Vätern nur sehr wenig mit ihrem Handeln zu tun.

Das gemeinsame Sorgerecht mag für viele Ex-Paare einen echten Fortschritt markieren, bei einer wachsenden Zahl aber hat es verheerende Auswirkungen auf Mutter und Kind, die von unliebsamen Vätern terrorisiert werden. Hier zeigt sich, dass es in unserem Rechtssystem letztlich eben nicht um das Wohl des Kindes geht – wie vielfach behauptet -, sondern um Vaterrecht, das keinen Spaß versteht. Das Mutterrecht gehört der Vergangenheit an – darüber sollten Mütter sich klar werden – am besten, bevor sie sich auf die Freuden mit Kindern einlassen

Das Buch plädiert für eine Neubewertung des Mutterseins, mit dem nun einmal die bedeutendsten Tätigkeiten in einer Kultur verbunden sind und das daher auch einer entsprechender Wertschätzung und Honorierung bedarf.

Aus dem Inhalt:

  • Muttersein in Deutschland – zwischen Unzumutbarkeit und Unfähigkeit
  • Wenn Mütter ihre Kinder töten… – Gerechte Strafen?
  • Mutterschaft – ein biologisches Phänomen mit sozialen Folgen
  • Wenn Frauen sich entscheiden sollen…
  • über die gesellschaftliche Wertschätzung des Mutterseins
  • Die biologische Kompetenz der Frau und ihre Folgen
  • Was matriarchale Kulturen uns heute zu sagen haben – Ein Kulturvergleich deckt unsere Defizite auf hinsichtlich der Verhältnisse zwischen den Geschlechtern und Mutter-Kind-Beziehungen
  • Und nach der Trennung? – Sorgerecht und Kindeswohl
  • Ein neues Vaterrecht? – Das Elterndilemma
  • Über den Mehrwert der Mütter

Zu bestellen unter info@1-2-buch.de oder in jeder Buchhandlung

Thema „Krieg um die Kinder“ bei Maischberger

Gestern wurde in der ARD das Thema „Krieg um Kinder“ bei Maischberger ausgestrahlt. Dabei war natürlich einmal mehr kein realer Fall von Familien-UnRecht gegen Mutter und Kind angeführt. Statt dessen tritt ein Herr Ritter auf, der sich damit brüstet, die italienische Mutter von den Kindern fernzuhalten, die ihre eigenen Kinder „entführte“….. Übel…

Gefunden hier:

http://mediathek.daserste.de/tv/Menschen-bei-Maischberger/Krieg-um-Kinder-Wenn-die-Familie-zerbr/Das-Erste/Video?documentId=23394598&topRessort=tv&bcastId=311210

 

Am Anfang war Gott die MUTTER

Kirsten Armbruster

Vulva-Ritzzeichnungen bei Les Eyzies-de-Tayac, Frankreich Vulva-Ritzzeichnungen bei Les Eyzies-de-Tayac, Frankreich

Am Anfang des menschlichen Bewusstseins war Gott die MUTTER. Sie war das allumfassende göttliche Verständnis der Steinzeit, die göttliche Mutter des Paläolithikums und des Neolithikums. Sie war Mutter Erde, aber auch der Kosmos. Frau Sonne und Frau Mond spiegelten ihr göttliches Sein. Das Männliche und das Weibliche wurden von ihr geboren und wenn es verstarb, kehrte es zu ihr zurück, um von Neuem wiedergeboren zu werden, so wie die Sonne jeden Abend im Westen im Leib der Erdmutter verschwand, um am Morgen im Osten wiedergeboren zu werden. Gott die MUTTER war die parthenogenetisch Gebärende, die Allmutter, die Große aseitätische Jungfrau, die Almudena, die Panagia, die Dea Mater, die Pachamama. Und diese Gott die MUTTER steht für den Anfang von Religion, den Glauben der Menschen in einer matrilinearen AhnInnenlinie durch die Rote Nabelschlange der Mutter wiedergeboren zu werden. Die Menschen lebten aus diesem Verständnis des Lebens…

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