Mütter wehrt euch !

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http://vollblutmama.npage.de/

„Die allgemeine Auffassung, mit der sich Mütter nach einer Trennung konfrontiert sehen, wonach die gemeinsame elterliche Sorge dem Kind grundsätzlich nütze und sowohl Kind als auch Vater ein Recht aufeinander haben, stellt den Widerspruch von Müttern von vornherein in ein schlechtes Licht. Diese Position unterstellt der Mutter, sie wolle das Kind dem Vater vorenthalten und schade damit den Interessen des Kindes. Allein diese Haltung, der Mütter vielfach begegnen, ist geeignet, diese zu entmutigen- selbst dann, wenn sie davon überzeugt sind, dass der Kontakt mit dem Vater dem Kind schadet und ihnen selbst extrem hohe Belastungen und Konflikte aufgebürdet werden. Mit der Ausblendung der zum Teil dramatischen Verhältnisse bleibt die Lebensrealität gerade derjenigen Frauen und Kinder verborgen, für die das geltende Sorge- und Umgangsrecht eben keine ENTlastung, sonder eine schwere BElastung und Schädigung mit sich bringt. Es sind gemeinhin die Mütter und die Kinder, die Zwänge auszuhalten haben und bei der Konfliktregelung den Kürzeren ziehen. Ob eine erzwungene Sorgeregelung oder eine zwanghafte Durchsetzung des Umgangsrechts dem Wohle des Kindes dient, wird sich erst längerfristig erweisen. Eine Studie, bei der auch Männer und Frauen befragt wurden, die bei der Scheidung ihrer Eltern selbst noch Kinder waren, ergab, daß ein erzwungener Kontakt nicht zu einer positiven Beziehung zum Vater beigetragen hat, sondern eher zu dessen starker Ablehnung. Viele Mütter strecken die Waffen in ihren Bemühungen um den Schutz ihrer Kinder vor weitergehendem Schaden, wenn ihnen von ASD, Jugendamt, Gutachterinnen und/ oder Gerichten vermittelt wird, sie hätten ohnehin keine Chance, den Kontakt mit dem KV zu verhindern. Wenn dieser nicht schon über die gemeinsame elterliche Sorge zustande komme, lasse er sich über das Umgangsrecht erzwingen. Entgegen verbreiteter Auffassung, die Mütter wollten sich an dem KV rächen, liegen die Gründe aber zumeist in gravierenden Gewalthandlungen oder in psychischen und Alkoholproblemen des KV. Eine geborgene, liebevolle und schützende Atmosphäre und Lebenssituation sollte für das Kindeswohl das entscheidende Kriterium sein! So müssen neue Regelungen gefunden werden, um die Mütter in Konfliktsituationen- statt sie zusätzlich zu belasten- zu unterstützen, den Kindern den notwendigen Schutz zu geben und eine weitergehende Gefährdung des Kindeswohls zu vermeiden. Der verzweifelte Kampf vieler Mütter um den Schutz ihres Kindes und um ein sicheres Leben mit dem Kind fordert Beachtung und Respekt! Frauen und Kinder bleiben häufig weiterhin negativen Einflüssen durch Ex-Männer ausgesetzt- dies geschieht unter Berufung auf Rechte dieser Männer im neuen Kindschaftsrecht. Warum übersehen viele Fachkräfte Schädigungen der Kinder und vertreten stereotyp die Auffassung „Das Kind muss zum Vater!“ und handeln dementsprechend? Die Behauptung, Frauen würden grundlos den Umgang verweigern (Umgangsboykott), führten bei Mitarbeiterinnen in Sozialarbeit, Psychologie und Justiz zu Verunsicherung und Vorbehalten gegenüber den Aussagen von Müttern und Kindern. Die Neigung, eher den Vätern Glauben zu schenken und deren Bemühungen- auch mit Zwangsmitteln- zu unterstützen, Kontakt zu den Kindern zu halten, scheint allgemein gewachsen zu sein. Das neue Kindschaftsrecht mit der gemeinsamen elterlichen Sorge als Regelfall, dem Umgangsrecht sowie der Androhung von Zwangsgeld bis hin zur Wegnahme der Kinder wegen Umgangsverweigerung bei verordnetem Sorgerechtswechsel, kann in seinen Auswirkungen nur als Rückschritt zum Vaterrecht bewertet werden. Der Umgang des Kindes mit dem Vater wird von Sozialarbeit, Justiz und Gutachterinnen überwiegend als gemeinhin kindeswohfördernd bewertet; entsprechend wird er- auch bei entgegenstehendem Wille eines Kindes- mit Zwangsmitteln durchgesetzt. Nicht erst die Zwangsvollstreckung, sondern bereits ihre Möglichkeit bringt manchen, sich dem Umgang widersetzenden Elternteil, zur Vernunft und ist deshalb durchaus kindeswohlförderlich, heißt es in einem Kommentar, dessen Autor offensichtlich davon überzeugt ist, dass der Kontakt zum Vater grundsätzlich kindeswohlfördernd ist und es keine Gründe geben könnte, ihn zu verweigern. Die Androhung eines Zwangsgeldes nötigt Mütter, dem KV- trotz begründeter Ängste und negativer Erfahrungen- das Kind zu überantworten. Zusätzlich zur Androhung des Zwangsgeldes kann die Drohung mit dem Entzug des Sorgerechts wegen Umgangsverweigerung erfolgen- eine Eskalation von Bedrängnissen, die dem Bemühen der Mütter, ihre Kinder und ihren Lebenszusammenhang vor zerstörerischen Einflüssen eines gewalttätigen, missbrauchenden und psychisch bzw. alkoholkranken Vaters zu schützen, nicht gerade förderlich ist. So heißt es nach 52a FGG „Das Gericht soll darauf hinwirken, dass die Eltern Einvernehmen über die Ausübung des Umgangs erzielen.“ Wird dies nicht erreicht, so weist das Gericht auf Rechtsfolgen hin, die sich auf eine Vereitelung oder Erschwerung des Umgangs ergeben können, insbesondere auf die Möglichkeit der Durchsetzung von Zwangsmitteln nach 33 oder der Einschränkung und des Entzugs der elterlichen Sorge unter den Voraussetzungen der 1666, 1671 und 1696 des BGB. Mit solchen drastischen Mitteln wird nicht unbedingt eine Einigung zwischen den streitenden Eltern erzielt, sondern eine bestimmte Lesart des Kindeswohls mit Zwang durchgesetzt. Oftmals stellt die Lösung gerade das Problem dar, wenn mit der erzwungenen Durchsetzung des Kindeswohls die psychische und körperliche Gesundheit und Entwicklung des Kindes aufs Spiel gesetzt wird. Dabei steht dann eher die Durchsetzung des väterlichen Rechtes als die Sicherung des Kindeswohls im Vordergrund. Diese Schlussfolgerung liegt auch deshalb nahe, weil Väter, die den Umgang zum Kind von sich aus ablehnen, bislang kaum Sanktionen zu befürchten haben, während die Einschüchterung und Bestrafung der Mütter, die den Umgang zwischen Vater und Kind ablehnen, unverhältnismäßig streng gehandhabt werden. Dies kann als eine vaterrechtliche Orientierung im Kindschaftsrecht gewertet werden und als eine Disziplinierung von Frauen, die sich mit ihren Kindern von dem Expartner befreien und ein selbst bestimmtes neues Leben aufbauen wollen. Als Konsequenz der aufgezeigten Probleme in der Handhabung des Sorge- und Umgangsrechts sind u.a. folgende Forderungen zu erheben: Verweigerung des Umgangs für einen Vater, der sein Kind sexuell missbraucht und misshandelt hat!, Kritik an einer Umgangsregelung gegen den Willen des Kindes!, Ersatzlose Streichung einer Erzwingung des Umgangs durch Zwangsgeld bzw. dessen Androhung (ersatzweise Haft!!!). Die Gründe für die Umgangsverweigerung von Müttern- sich selbst und das Kind vor weiterem Schaden zu schützen- müssen ernst genommen werden!, Ausschluss des Sorgerechtsentzugs (und damit Kindesentzugs) wegen Umgangsverweigerung!, Berücksichtigung von Gewalt des KV gegen die Mutter als Faktor von Kindeswohlgefährdung. Umgang in diesen Fällen nur beschützt bei Zustimmung von Mutter und Kind, sowie bei Nachweis therapeutischer Behandlung des gewalttätigen Vaters.“

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