Ein salomonisches Urteil anstreben oder das Bedürfnis meiner Kinder respektieren?

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„Ein salomonisches Urteil anstreben oder das Bedürfnis meiner Kinder respektieren?

Meine Kinder erwarten, dass ich für sie kämpfe und sie beschütze. Warum? Weil sie das selbst noch nicht können. Wenn sie alt genug sind, kann ich loslassen, weil sie dann selbst kämpfen können. Und weil sie dann endlich die Chance haben, dass man ihnen zuhört und glaubt. Weil sie endlich die Chance haben, dass man ihnen nicht mehr unterstellen kann, von der Mutter manipuliert worden zu sein.
Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, dass ich meinen Kindern fest versprochen habe, dass ich sie beschützen werde. Das war falsch. Aus diesem Grunde habe ich schon mehrfach die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass mir nackte Wut und Hass von meinen Kindern entgegenschlug, z.B. als es dann hieß, es wird Umgang geben. Sie fühlten sich von mir betrogen und verlassen. Sie hatten erwartet, dass ich sie beschütze, ich hatte in ihren Augen versagt. Ihre Vorwürfe „du hast uns verarscht“, „du hast gesagt, du beschützt uns!“ „du hast uns gar nicht lieb, du willst uns nicht helfen“, kann ich verstehen, aber sie schmerzen unheimlich schlimm und ich fühle mich oft wie eine Versagerin, wie eine ganz schlechte Mutter. Die Gegenseite will mich auch als schlechte Mutter hinstellen, aber mit der irren Begründung WEIL ich meine Kinder beschützen will. Das führt oft zu purer Verzweiflung bei mir. Manchmal habe ich das Gefühl – nein es ist kein Gefühl, es ist eine Tatsache, dass alles auf der Mutter abgeladen wird. An allem soll ich Schuld sein. Bei der einen Seite dafür, auf der anderen Seite für das Gegenteil. Sind denn nur alle wahnsinnig geworden? Na gut, aber die Sichtweise und die Erwartungen meiner Kinder kann ich verstehen – ich bin schließlich ihre Mutter. Von wem sonst sollten sie Schutz vor dem angsteinflößenden Vater erwarten, wenn nicht von mir. Ich war es, die einen Fehler gemacht hat. Also habe ich jetzt den Wortlaut meines Versprechens geändert: „Ich versuche euch zu beschützen, so gut ich kann. Ich verspreche alles dafür zu tun, was mir möglich ist.“ Und habe ihnen dann noch erklärt, dass ich zwar nicht verhindern konnte, dass sie Umgang haben müssen, dass ich es jedoch für sie erkämpfen konnte, dass es begleiteter Umgang ist. Das haben sie dann verstanden. Auch habe ich ihnen erklärt, dass sie, wenn sie alt genug sind, selbst für ihre Rechte kämpfen können und müssen, weil ich immer nur in der Lage bin und sein werde, das schlimmere Übel zu verhindern.
Aber Fakt ist doch eines, dass die Gegenseite uns Müttern genau das vorwirft, was sie selbst tun. Sie verschleiern und vertuschen es zwar mit schönen Phrasen, die sie sich von Idealisten abgeguckt und auswendig gelernt haben. Aber wenn man ganz genau hinschaut, kommt sehr oft zwischen den Zeilen der pure Hass durch, eben weil Narzissten manchmal die Kontrolle verlieren. Narzissten sind Künstler im Manipulieren. Sie verdrehen alles so lange zu ihren Gunsten, bis ihr Weltbild wieder stimmig ist…
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