Gunnar Schupelius: Warum müssen Trennungskinder zwischen den Eltern pendeln?

Gefunden hier:

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/warum-muessen-trennungskinder-zwischen-den-eltern-pendeln

Wenn sich die Eltern trennen, während ihr Kind noch sehr klein ist, dann galt es früher als selbstverständlich, dass das Kind bei der Mutter blieb.

Heute ist das anders. Jetzt gilt eine Regel, nach der das Kind von den ersten Lebenstagen an mit beiden Eltern in Kontakt sein soll, auch wenn sie im Krieg miteinander sind.

Diese Regel wird von Jugendämtern und Familiengerichten gegen den Willen von Müttern und Vätern durchgesetzt. Denn auch ein erzwungener Umgang diene dem Kindeswohl, heißt es.

Ich habe mehrfach die Meinung vertreten, dass es dem kleinen Kind nur schaden kann, wenn es zwischen den Eltern hin- und hergerissen wird. Wütende Väter griffen mich für diese Haltung heftig an.

Dennoch bleibe ich dabei, dass das Umgangsrecht zum Missbrauch einlädt. Mir liegen die Aussagen der Mitarbeiterin eines Jugendamtes aus dem Berliner Raum schriftlich vor. Sie sollte als Umgangspflegerin dafür sorgen, dass ein 16 Monate alter Junge zum Vater geschafft werden konnte.

Der Vater, der die Mutter schon vor der Geburt des Kindes verließ, hatte den Umgang erstritten. Zweimal pro Woche durfte er das kleine Kind für drei Stunden zu sich holen. Das gestaltete sich schwierig, denn der Junge wollte nicht mitkommen. Das Amtsgericht stellte fest, dass er „extrem leidet, wenn die Eltern sich sehen“.

Daraufhin wurde der Mutter verboten, das Kind dem Vater selbst zu übergeben. Die Umgangspflegerin sollte sie ersetzen. Doch immer, wenn sie den Jungen in ihrem Auto anschnallen wollte, streckte der seinen Rücken durch und wehrte sich. Sie gab zu Protokoll, dass der Junge „offensichtlich ein Problem“ damit habe, „sich von der Mutter zu trennen“ und dass er dabei „stark weint“.

Also wurde der Mutter doch wieder erlaubt, das Kind dem Vater selbst zu überreichen. Dazu musste sie unter der Aufsicht der Umgangspflegerin vor ihr Haus treten. Immer eskalierte nun die Lage, wenn der Vater erschien, den Jungen an sich riss und ihn in seinen Wagen steckte. Als „abrupte Entfernung des schreienden Kindes“ beschrieb die Umgangspflegerin diese Szenen. Sie urteilte abschließend: „Die Situation war offensichtlich nicht dem Wohl des Kindes entsprechend.“

Das Gericht entschied schließlich, dass der kleine Junge den Vater vorerst nicht mehr sehen und bei der Mutter bleiben sollte. Die Doktrin wurde einfach ausgesetzt, nach der die Kinder zwischen den Eltern zwangsweise pendeln müssen. Die Praxis hatte dem Wohl des Kindes eben nicht entsprochen.

Wie ich höre, sind nicht alle Umgangspfleger und Gerichte so einsichtig wie in diesem Fall. Oft werden die kleinen Kinder den Müttern entrissen, auch wenn jeder sieht, dass sie darunter leiden. Der Schaden, den ihre Seelen nehmen, findet keinerlei Beachtung. Warum kann man die armen Trennungskinder nicht wenigstens die ersten zwei Jahre ihres Lebens ganz in Ruhe lassen?“

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Familienrecht lapidar: Das ist nun mal so – Der Fall Naporra

https://ichbinmutter.wordpress.com/2015/04/24/familienrecht-lapidar-das-ist-nun-mal-so-der-fall-naporra/

„Lapidare Aussage des Richters: „Das ist nun mal so.“
In drei Jahren „Lapidar-Zeit“ geht das Leben weiter. Und sie wundern sich, dass ich nicht mehr die bin, die ich mal war, nachdem nichts mehr so ist, wie es mal war. Ich wollte mein Kind zurück haben, und die Scheidung von meinem getrennt lebenden Ehemann. Ich bestellte ein Familiengericht. Was dann folgte, machte aus mir eine wahre Medusa vor dem Herrn Familienrichter.
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Da ik var Medusa
Ein halbes Jahr nachdem mein Mann von Mecklenburg-Vorpommern wieder zu seiner Mutter nach Hessen gezogen war, begann ich eine Ausbildung bei der evangelischen Kirche zur Gemeindepädagogin (Katechetin). Meine Pastorin, die mich wegen meiner ehrenamtlichen Arbeit kannte, hatte mich vorgeschlagen. Unsere gemeinsame Tochter Nina (Name geändert) lebte seit dem Wegzug ihres Vaters einvernehmlich bei mir. Die Ferien, alle Ferien und Feiertage wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten ab dem ersten Weihnachtsfeiertag verbrachte sie in Hessen. Wann immer es ihm möglich war, besuchte mein Mann das Kind. Seine berufliche Selbstständigkeit ermöglichte es ihm, oftmals auch länger bei uns bleiben zu können. Dass ich mein eigenes Schlafzimmer im Haus bezogen hatte, muss ich wohl nicht extra dazu schreiben. Somit funktionierte unser sogenanntes „traditionales Milieu“ auch während des Getrenntlebens. Finanziell war ich immer noch von meinem Mann abhängig. Aber die begonnene Ausbildung bot mir eine berufliche Perspektive. Mit einem Abschluss hätte ich mich bundesweit bewerben können. Als Katechetin wären meine beruflichen Chancen besser gewesen, als mit meiner abgeschlossenen Ausbildung als Schneiderin. Das heißt, wenn unsere Tochter ihre eigene Ausbildung begonnen, oder sich entschlossen hätte, Abitur zu machen, wäre ich nach einer langen Familienpause wieder erwerbstätig geworden. Mein Mann hätte, wenn gewollt, beruflich kürzer treten können. So war der Plan. Sehr patriarchal.
Doch es kam anders. Eineinhalb Jahre nachdem mein Mann zu seiner Mutter gezogen war, kehrte die damals 12jährige Nina nicht wieder aus den Sommerferien in Hessen zurück.
Ich habe erst auf meine telefonische Nachfrage am vorletzten Ferientag davon erfahren. Ich kann nicht in Worte fassen, was sich in den Tagen danach in meinem Inneren abgespielt hat. Dann folgte das Übliche: Gespräch mit dem Jugendamt, Hoffnung auf Ninas baldige Rückkehr, Hoffnung, dass sie ihren 13ten Geburtstag im September wieder bei mir zu Hause verbringen würde. Es folgte ein kleiner Marathon: Termine beim Anwalt, Gespräch mit dem Verfahrensbeistand, Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf mich, ein sogenannter Eilantrag und ein Besuch beim Jobcenter mit einem Berg von Anträgen und einer Liste von Dokumenten, die ich zu besorgen hatte, sowie ein Termin bei meiner Jobvermittlerin am gleichen Tag, dem sogleich Bewerbungen um eine Vollzeitstelle folgten. Was mich antrieb, war meine Hoffnung, dass ich, wenn ich nur stark genug bin, einen guten Eindruck auf meine Tochter, auf das Jugendamt und auch auf meinen Ehemann machen würde, um somit mein Kind zurück zu erhalten. Eigentlich überstiegen die Bemühungen um einen Arbeitsplatz damals meine Kräfte. Aber ich musste mich dazu aufraffen, die fröhliche, auf einen beruflichen Neueinstieg neugierige Bewerberin zu spielen. Schließlich hatte mein Mann mir mit dem Entzug des Kindes auch gleich die Kontovollmacht und damit meine finanzielle Existenzgrundlage entzogen. Damit war der sofortige Gang zum Jobcenter zwingend für mich. Meine erste Bewerbung als Küsterin bei der Kirche verlief erfolglos, eine Bewerbung bei einem Altenheim in der Nähe, als Altenpflegeassistentin, ebenso. Beim dritten Anlauf hat es schließlich geklappt. Der Vermittlungsvorschlag führte mich in eine Kneipe. Bierzapfen, Getränke ausschenken, Bockwurst, Kasse, Flirten und Putzen waren nun mein Alltag. Sogar das Flirten fiel mir einigermaßen leicht, war es doch nur ein weiterer Testlauf meiner schauspielerischen Fähigkeiten, die ich in dieser Zeit öfter unter Beweis stellen musste.
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Der Volksmund sagt: „Die Zeit heilt“. Moderne Menschen sprechen von „Deeskalation“.
Mit Deeskalation lässt sich vieles, um nicht zu sagen: Fast alles glatt bügeln. Doch hier hat jemand eine Falte hinein gebügelt. Hier hat jemand der Falschen das Kind weggenommen. Das Fatale daran ist, dass es sich hier um keinen Einzelfall handelt.
Nach dem Verlust meiner überalles geliebten Tochter habe ich festgestellt, dass dieser Rechtsstaat mich scheinbar völlig im Regen stehen lässt. Auf meiner Suche nach den Gründen für dieses Verhalten stieß ich auf politische Hintergründe, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte: Gender-Mainstreaming, Anti-Väter-Diskriminierung, Neue Weltordnung (NWO). – Die sogenannten „Bilderberger“ sind mitnichten eine Verschwörungstheorie, sie haben mittlerweile ihre eigene Homepage. – Alles dreht sich um Machbarkeit und um Geld, und nicht mehr um Natürlichkeit. Jede Natürlichkeit, die Urform des Menschseins, sogar die Natur selbst muss dieser religionsartigen Machbarkeits-Hörigkeit und Neugestaltungssucht weichen. Ich erkannte die weltumspannenden Zusammenhänge dieser Political-Correctness. Auch fand ich heraus, dass sich viele Mütter in Müttergruppen im Internet zusammengefunden hatten. Allmählich fing ich an, mich mit Begriffen zu beschäftigen, wie Feminismus, Patriarchat, Matriarchat, sowie mit dem Unwort „Neubeelterung“, und plötzlich war da etwas gar nicht mehr so neues, es gab jetzt nur einen neuen Begriff dafür: Matri-Feminismus.
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Seit ich den Eilantrag, der mir mein Kind zurück bringen sollte, gestellt hatte, waren irgendwann fünf Monate vergangen. Dann fand die Verhandlung statt, eine Farce nach dieser Zeit.
Eine Mischung aus Verzweiflung und Stolz bewog mich dazu, mir meinen Schmerz nicht anmerken zu lassen. Mein Schauspielunterricht in der Kneipe zeigte Wirkung. Ich wollte meiner Tochter nicht als hilflos weinende, schwache Mutter in Erinnerung bleiben. Eineinhalb Jahre lang hatte ich sie alleine erzogen. Ich war ihr Felsen in der Brandung, ein Leuchtturm und ein warmes weiches Wattebett. So sollte sie mich in Erinnerung behalten, als eine starke Frau. Die Wahrheit indes sah anders aus. Ich fühlte mich so ausgeliefert und gedemütigt, dass ich zu stolz war, meine Ohnmacht gegenüber eines eigenmächtig und rücksichtslos handelnden Ehegatten samt bleiernem Behörden-Klüngel zu zeigen. Denn eines war mir nach fünf Monaten des Briefeschreibens und Wartens auf diesen Gerichtstermin klar: Die Tochter bleibt beim Vater. Und so kam es auch. Der Vater erhielt das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Preußische Gerichtsbarkeit. Dass wir in der Tat gar nicht so weit vom alten Preußen entfernt sind, war mir damals gar nicht bewusst. Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, dass niemand zur Urteilsverkündung aufgestanden ist… An meinem 48sten Geburtstag, also am Tag nach der Verhandlung, lief ich weinend durch das Haus, um der Forderung der Verfahrenspflegerin nachzukommen, dem Kind einige Erinnerungstücke an mich aus dem Haus heraus zu suchen, einzupacken und diese Dinge nach Waren in ihr Büro zu bringen, wo sie vom Vater abgeholt wurden, bevor er mit dem Kind wieder nach Hessen fuhr. Auch die Softeis-Maschine, ein Geschenk aus guten Zeiten, welches ich ihr während der Sommerferien zu ihrem 13ten Geburtstag voller Vorfreude gekauft hatte, war dabei. Sie liebte Softeis. Auch die urige Erzählpuppe mit dem roten Kleid, die ihr so gut gefallen hatte, legte ich in die Reisetasche, die ich aus schwarzem Gobelin-Stoff mit buntem Tulpenmuster genäht hatte. Im Rahmen meiner Ausbildung hatte ich einige dieser Erzählpuppen aus Sisaldraht, Holzköpfen und Kleidern aus Wollstoff genäht. Nina hatte mir dabei zugesehen, und ich bereute in diesem Moment, dass ich sie nicht mehr motiviert hatte, selbst auch so eine Puppe zu basteln. Ich hängte eins der drei gläsernen, mit Perlen und Bändchen verzierten Deko-Herzchen ab, die im Wohnzimmerfenster hingen und mit denen sie immer spielte, und legte es zu den Erinnerungsstücken, ebenso meine kleine Taschenbibel mit Goldschnitt in einem genähten Stoffeinband mit Knöpfchen, ein paar Fotos, meinen Kaffeepott mit der Aufschrift „Unser Norden“, eine Visitenkarte mit Bild von mir und noch ein paar kleine Dinge, sowie ein paar Kleidungsstücke. Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, mit dem ich das Haus nach den passenden Erinnerungsstücken durchsuchte und in die Tasche packte, die auf meinem Esstisch stand. Es war ein erzwungenes und absurdes Abschieds-Ritual. Hilflos suchte ich nach einer schönen Schachtel, nach einer Schatulle. Doch alles was ich finden konnte, war diese schwarze quadratische Billig-Keksdose, in die ich die kleinsten Gegenstände legte.
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Noch heute, beinahe drei Jahre später, hängt ihr Adventskalender als Mobile wie ein stummer Zeuge am Balken im Esszimmer.
Die kleinen schwarzen Wollvögel mit den lustigen Augen und den roten Schnäbeln fallen langsam ab. Die roten kleinen Säckchen, die ich immer mit Kleinigkeiten gefüllt habe, die ich schon Wochen vorher ausgesucht und für den Kalender gesammelt hatte, liegen in einem kleinen Schuhkarton. Ninas gemalte Bilder wellen sich langsam an der Wand in der Küche. Der Stundenplan klebt noch immer an der Innenseite der Schranktür, wo der Kaba und die Nutella-Creme stand. Nur finden sich keine Nutella-Creme und keine Flakes mehr in meinem Küchenschrank. Einige Tage, bevor ich diesen Beitrag verfasste, fand eine Anhörung vor dem Familiengericht statt. Ich wurde in Amtshilfe alleine in Waren angehört, weil ich es mir nicht leisten kann, die 700 Kilometer zum Gerichtstermin nach Hanau zu fahren. Das Verfahren war irgendwann nach dem Termin im Dezember vor zweieinhalb Jahren nach Hessen verwiesen worden, wo der Vater und die inzwischen 15jährige Tochter leben. Auf die meiner Meinung nach zynische Frage des Richters nach Umgang und Sorgerecht erklärten meine Anwältin und ich beides als ERLEDDIGT aufgrund der verstrichenen Zeit und aufgrund des Eklats vor zwei Jahren an Ostern, auf den ich später noch zu sprechen komme. Ich hoffe auch im Interesse der anderen betroffenen Mütter, dass der Richter nicht vergisst, was ich ihm gesagt habe, als er wegen der langen Verfahrensdauer von fünf Monaten für ein Eilverfahren Aufenthaltsbestimmungsrecht und 18 Monaten für ein Verfahren Ehegattenunterhalt, ganz lapidar und irgendwie unglaublich arrogant sagte, das sei nun mal so. Ich sagte: „Keine Entscheidung ist auch eine. Das ist das Faustrecht“.
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Ein paar Tage nach dem absurden Abschiedsritual, kurz nach Weihnachten vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren, war damals ein Paket von meiner Tochter und ihrem Vater bei mir angekommen, ohne Gruß, ohne Karte, ohne Foto, mit den zerbröselten selbstgebackenen Keksen meiner Schwiegermutter, bei der ich nie willkommen war, in dieser schwarzen Billig-Keksdose. Daneben lag eine batteriebetriebene Pfeffermühle, die vermutlich ein Werbegeschenk eines Lieferanten meines Gatten war.
Den Job in der Kneipe hatte ich verloren. Eine eifersüchtige Kollegin hatte mich beim Chef schlecht gemacht, und ich habe mich tatsächlich über den Verlust dieses Jobs geärgert… In der Zeit vor Ostern nahm ich schließlich eine neue Arbeitsstelle auf, die vom Jobcenter gefördert wurde. Einfache Wegstrecke: 50 Kilometer. Und ich freute mich auch über diesen Arbeitsplatz. Konnte ich doch meine Fähigkeiten als Schneiderin nutzen. Jetzt wurde ich als Segelmacherin und Planen-Bauerin weitergebildet. Ich hatte Glück, schnell übernommen zu werden, nachdem ich über eine Zeitarbeitsfirma an diesen Arbeitsplatz gekommen war. Meine Tage, so schien es, wurden wieder ein wenig heller, und ich freute mich über den Tariflohn von knapp neun Euro pro Stunde. Doch an diesem Lohn, und an dem mehr als verständlichen Neid der schon länger dort beschäftigten Mitarbeiter, die wesentlich weniger als ich verdienten, scheiterte auch dieser Versuch, ein neues Leben zu beginnen. Das war es, was ich mir nach dem Verlust meiner Tochter gewünscht hatte: Ein neues Leben.
Eigentlich hätte ich meinem Naturell gemäß dem Mobbing standhalten können, so dachte ich. Doch während der Probezeit ereignete sich das, was ich seit dem als „Osterbesuch“ bezeichne, ein Eklat, ein Kontakt-Abbruch zu meiner Tochter. Der „Osterbericht“ liegt in meiner Akte. Mein Ex, so nannte ich ihn inzwischen, brachte mir zum ersten Mal seit dem „Umzug“ meiner Tochter das Kind für fünf Tage, und er blieb in dieser Zeit auch gleich da. Die beschämenden Details erspare ich mir an dieser Stelle. Fakt ist, dass ich ihn und seine Tochter am fünften Tag aus dem Haus hinaus geworfen habe, um mich nicht vor dem Kind zu blamieren und um den Rest Würde, den ich nach dem Verlust des Aufenthaltsbestimmungsrechts für Nina in mir hatte, zu behalten. Wenige Tage nach diesem Eklat zog ich den Schlussstrich und gab die Stelle als Segelmacherin auf, zum Glück ohne Sanktionen seitens des Jobcenters.
Kurz danach erhielt ich Post von meinem Ex, in der er seinem Wunsch Ausdruck verlieh, dass ich ihm und Nina nach Hessen folgen solle. „Du gehörst dahin, wo wir sind,“ sagte er zu mir, und er betonte: „Die Nina will hier (in Hessen) bleiben“. Nachdem ich mich geweigert hatte, wie eine Katze hinter ihm und seiner Tochter hinterher zu kriechen, stornierte er sämtliche Lastschriftmandate für laufende Kosten wie Strom, Wasser, Telefon, Müll. Doch davon sollte ich erst später erfahren, als die ersten Mahnungen kamen. Eigentlich hatte ich nach dem Osterbesuch in naiver Weise eine sogenannte Härtefallscheidung erwartet, doch nichts geschah. Einfach nichts. Auch vom Jugendamt, das ja informiert wurde, hörte ich nichts. Nichts. Absolute Funkstille.
Um den angekündigten, oder soll ich sagen: Den an Ostern angedrohten Besuch meines Ex in den Sommerferien zu verhindern, rief ich schließlich einen ehemaligen Kollegen, einen Russland-Deutschen an, und bat ihn, zu überlegen, ob er denn jemanden kenne, der kurzfristig in die Einliegerwohnung bei mir im Haus einziehen könne. Als Mieter. Er kannte jemanden, einen seit drei Jahren trockenen Alkoholiker. Deutscher. Es war ein netter Mann, dem man seine jahrelange Alkohol-Karriere nicht ansah. Und er wollte sofort eine Beziehung eingehen, Verlobung, später – natürlich Hochzeit… Kurz: Ich ergriff kurzentschlossen die Gelegenheit, mir doch noch die Chance auf ein neues Leben zu stehlen, und sagte: „Ja“. Ich war so desillusioniert, dass diesen patriarchalen Eklat als Glück empfand, ganz nach der fragwürdigen Devise: Früher wurden Ehen auch arrangiert, und viele davon waren sicher auch glücklich. Ich informierte alle über meine Verlobung, auch das Familiengericht. Für eine kurze Zeit fühlte ich mich tatsächlich glücklich. Oder soll ich sagen: Erleichtert? Ja, ich atmete sogar ein wenig auf, und ich veröffentlichte meine ersten neun Märchen, die ich nach dem Verlust meines Kindes geschrieben hatte, demonstrativ unter dem Titel „Ma Carpédiem – Märchen einer Ehebrecherin“. Ich muss nicht dazu sagen, dass außer dem Fortgang des Scheidungsverfahrens auch der Ruhm als Autorin natürlich ausblieb. Bücher gibt es, wie Sand am Meer, und ebenso viele unbekannte Autoren. Aber was für mich zählte war, dass ich mit der Herausgabe des Märchenbuchs dachte, ein dunkles Kapitel meines Lebens für mich abgeschlossen und hinter mir gelassen zu haben. Ich veröffentlichte sogar unter Pseudonym, um Abstand von meinem nun ungeliebten Ehenamen zu gewinnen.
Während dieser etwa ein Jahr andauernden Beziehung begann ich, als Altenpflegeassistentin zu arbeiten, eine halbe Stelle plus Überstunden. Ich mochte die alten Menschen. Und ich freute mich über acht Euro Stundenlohn, was mir in meiner Lage beinahe fürstlich erschien. Ich dachte, ich hätte meinen Platz gefunden. Nach dieser scheinbar glücklichen Fügung des Schicksals holte mich eine im Grunde schon vergessene Mahnung von der Landeszentralkasse Mecklenburg-Vorpommern ein. In der Zeit, als ich Alg2 bezog, hatte der Familienrichter in Waren mich dazu verurteilt, Verfahrenskosten für das monatelang Verschleppte Eilverfahren wegen des Aufenthaltsbestimmungsrechts zu zahlen. Meinen Antrag auf Kostenniederschlagung wegen Verfahrensverschleppung lehnte der gleiche Richter ab, der das Verfahren verschleppt hatte. Auch für das Scheidungsverfahren hatte dieser Richter mir weder Prozesskostenhilfe noch Verfahrenskostenvorschuss zugestanden. Sein Grund: Da ich, als unterhaltsberechtigte Ehefrau Angst hatte, dass gegen den Bewilligungsbescheid für das Arbeitslosengeld von der Antragsgegner-Seite, also von meinem Ehemann, Widerspruch eingelegt würde – weil ich ja unterhaltsberechtigt war, weigerte ich mich, den Bewilligungsbescheid vom Jobcenter dem Familiengericht vorzulegen. Ich hatte schlicht und ergreifend Angst, dass ich dann ohne Alg2 und ohne Unterhalt dastehen würde. Indes reichte die Beweislage allerdings aus, um mir Verfahrenskostenvorschuss für das Verfahren Ehegattenunterhalt zu bewilligen. Gleich und gleich ist eben nicht das Selbe.
Das wurde mir nun zum Verhängnis. Nach drei Monaten Arbeit im Pflegeheim war mir eine wirklich gute Zwischenbeurteilung ausgestellt worden. Nach gut fünf Monaten indes, kurz vor Ablauf der Probezeit, und kurz nach der Pfändungsandrohung von der Landeszentralkasse wegen just dieser Verfahrenskosten wurde mir schließlich die Kündigung mitgeteilt.
Nachdem ich alles so geregelt hatte, dass die laufenden Kosten über mein Girokonto liefen, fühlte mich von diesem Rechtsstaat regelrecht verfolgt, so dass ich kurzerhand mein Bankkonto auflöste, nicht ohne die Schuld vorher doch noch zu zahlen. Mein Verlobter lebte zu diesem Zeitpunkt seit etwas weniger als ein Jahr bei mir, und das Jobcenter würde uns demnächst ohnehin als eine Bedarfsgemeinschaft führen. Insofern beschleunigte mein trotziger Entschluss diesen Prozess nur um ein paar Wochen. Zwei Wochen nach dem Verlust meines wirklich geliebten Jobs als Altenpflegeassistentin machte ich sozusagen mein Hobby zum Beruf, um es humorvoll zu formulieren. Ich begann in einem sogenannten Ein-Euro-Job im grünen Bereich, also in einem nahegelegenen Landschaftspark und in den Dörfern der Gemeinde zu arbeiten. Ich muss sagen, auch diese Arbeit hat mir Spaß gemacht, auch wenn sich langsam immer häufiger Migräne bei mir einstellte. Weitere drei Wochen später musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass mir vom Jobcenter keine Leistungen nach Alg2 mehr bewilligt wurden, obwohl ich 30 Stunden pro Woche gemeinnützige Arbeit für eine Aufwandsentschädigung von nur einem lächerlichen Euro pro Stunde arbeitete. Mir war das Übergangsgeld meines Lebensgefährten angerechnet worden. Erst nach meinem Protest, und nachdem ich diesen Ein-Euro-Job hingeworfen habe, wurden mir immerhin 140 Euro Alg2 im Monat bewilligt. Also nahm ich den Euro-Job mit 30-Wochenstunden und im Schnitt etwa 100 Euro pro Monat wieder auf. Das hieß für mich: Dreißig Stunden pro Woche arbeiten für insgesamt maximal 240 Euro im Monat. Dazu sage ich nur so viel: Armut tut weh. Ungerechtigkeit befördert das Böse im Menschen ans Tageslicht. Mein Lebensgefährte aber sah es gelassen, und er vertrat die Ansicht: „Hundert Euro sind auch Geld“. Von nun an war der Frust mein täglicher Begleiter. Jetzt war ich, trotzdem dass ich arbeiten ging, mit meiner nackten Existenz von meinem Lebensgefährten abhängig, der sich angewöhnt hatte, vor meinen Augen meine Post zu öffnen und sie zu lesen, bevor er mir das Schreiben gab, ohne mir den Inhalt erklären zu können. Und plötzlich wollte er beim Wocheneinkauf „sparen“, das heißt, er wollte lieber öfter mal in der Woche alleine einkaufen, anstatt mit mir einen Wocheneinkauf zu machen.
Um die Anspannung los zu werden und um abends zur Ruhe zu kommen, habe ich in dieser Zeit angefangen, vor dem Zubettgehen ein Glas Wein zu trinken. Mein Lebensgefährte konnte immer gut zusehen, wenn seine Verwandten ein Gläschen Wein tranken, ohne dass er ein Verlangen nach Alkohol spürte. Doch bei meinem Gläschen Wein war das offenbar anders. Schon am zweiten Abend erlitt er einen Rückfall. Ich verständigte daraufhin seinen Betreuer, den das Gericht wegen seiner geistigen Behinderung in Folge seiner Alkoholkrankheit für ihn bestimmt hatte, und drei Wochen später zog er aus. Ausgerechnet in dieser turbulenten Zeit verschwand die Migräne beinahe vollständig. Ich sah es als ein gutes Omen an.
Nun stand ich auf eigenen, nein auf selbst geliehenen Füßen, mit Hilfe des Jobcenters, während ich weiterhin im grünen Bereich arbeitete. Dann kam der Monat Oktober, und diesen Oktober werde ich nicht vergessen. Ich lernte, was es heißt, eine gerichtliche Haft-Androhung in den Händen zu halten. Nun wusste ich, wie es sich wohl anfühlen muss, kein Mitglied dieser Gesellschaft mehr zu sein.
Was war mein Verbrechen? Oh, ich steckte schon seit Monaten in Verhandlungen um einen Ehevertrag fest, der mir die Scheidung ermöglichen sollte, indem hier die alleinige Übernahme der Kosten für die Ehescheidung durch meinen Ex festgeschrieben werden sollte. An dieser Stelle sei nur am Rande erwähnt, dass dieser Vertrag auch ein halbes Jahr später noch nicht zustande kommen sollte. Wollte mein Ex nach einer Langzeitehe doch das „traditionale Milieu“ (Begriff aus der Soziologie), sprich: Zugewinngemeinschaft nachträglich negieren, zu Gunsten einer Gütertrennung. Im Zuge dieser Turbulenzen mit Jobcenter, Auszug des Lebensgefährten und eben dieser Verhandlungen mit dem Ex hatte ich vergessen, meine Unterlagen für den Versorgungsausgleich an die Rentenversicherung zu schicken. Die Einzige, die wegen dieses Versäumnisses einen Schaden zu befürchten gehabt hätte, wäre ich selbst gewesen, weil sich damit die von mir gewünschte Scheidung verzögert hätte. Aber Paragraphen sind aus Blei gemacht, und nicht aus dem Wasser des Lebens und des Mitfühlens gewachsen. Ich habe es damals in einem Brief an meine Nachbarn zusammen gefasst: Sie nahmen mir mein Kind, sie nahmen mir die Mittel zum Leben, sie beuteten meine Arbeitskraft aus, und nun wollen sie mich in den Knast schicken. Um es kurz zu machen: Ich lies mich krankschreiben und floh Hals über Kopf mit meinem großen Hund von Mecklenburg-Vorpommern ins Saarland zu einem flüchtigen Internet-Bekannten, vor meinem eigenen Suizid.
Ich erzähle nichts über diesen Bekannten. Es ging gut aus. Das muss genügen. Schon nach einer Woche war ich wieder zu Hause. Die Phase, in der ich Selbstmord begehen wollte, hatte ich überwunden, auch mit seiner Hilfe. Herzlichen Dank nach Saarbrücken! Im November begann für mich die zweite Auflage der gleichen Maßnahme, der Ein-Euro-Job im grünen Bereich. Nach diesem Drama fühlte ich mich wieder fit, setzte mein Lächeln auf und ging fröhlich zur Arbeit. Neu war es ja nicht, ich kannte es ja schon. Kein Grund zur Aufregung also. Alles gut. Zu Beginn der Weihnachtsfeier der Gemeindemitarbeiter und der beiden Euro-Jobber wurde uns gesagt, dass von Seiten der Gemeinde beabsichtigt war, einen Mann einzustellen, der in der Vergangenheit bereits als Euro-Jobber für sie gearbeitet hatte. Wir empfanden es als frustrierend, ich fand es darüber hinaus – auch vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen mit dem Familiengericht und meinem Ex, auch als diskriminierend, insbesondere deshalb, weil meine Jobvermittlerin sich dem Bürgermeister gegenüber dafür rechtfertigen musste, warum sie mir diese Arbeitsgelegenheit gab, und nicht diesem Mann. Das Argument für diesen Mann: „Kettensägenschein“. Den hätte ich allerdings auch erwerben können. Zum März des folgenden Jahres wurde dann ein anderer Mann tatsächlich von der Gemeinde eingestellt. Ich fühlte mich erstrecht diskriminiert: Die Männer arbeiten für Mindestlohn, also für 8,50 pro Stunde auf 450-Euro-Basis, und wir Frauen für 1,– Euro. Eine weitere Frau die schon seit Jahren für die Gemeinde im grünen Bereich arbeite, wurde zwar ebenfalls mit Mindestlohn übernommen, aber nur auf 165-Euro-Basis. Das Ende meiner Frustrationstoleranz war damit erreicht.
Irgendwie hatte ich schon seit längerem das Gefühl, seit dem Verlust meiner Tochter gegen Windmühlenflügel ankämpfen zu müssen. Einmal mehr fühlte ich mich verfolgt, meine unbezahlte körperliche Arbeit empfand ich zunehmend als „Sträflingsarbeit“. Ein weiterer Windmühlenschlag kam dann mit dem nächsten Bewilligungsbescheid vom Jobcenter: Ab Juni 2015 sollen meine Kosten für die Nachtspeicher-Heizung nicht übernommen werden. Die EON bucht aber bekanntermaßen auch im Sommer den Abschlag für die Stromkosten einschließlich Nachtstrom für die Heizung ab. Bei diesem Abschlag hätte ich, ohne dass mir die „Kosten für Unterkunft und Heizung“ erstattet werden, nicht mehr genug Geld übrig, um mich in ausreichendem Maß mit Lebensmitteln versorgen zu können. Ich hatte Selbstmordgedanken. Folge: Krankschreibung und Beendigung meiner Maßnahme seitens des Jobcenters. Derzeit läuft immer noch das Widerspruchsverfahren gegen diesen Bewilligungsbescheid.
Die Windmühlenschläge habe ich nicht gezählt, aber der nächste kündigte sich in Form eines Gesprächs mit meinem Nachbarn an. Hier in Mecklenburg-Vorpommern liefen früher die Wasserleitungen für die Häuser durch die Gärten, so auch bei meinem Nachbarn. An seiner mittlerweile extrem maroden Leitung bin ich mit angeschlossen. Er muss daher dringend eine neue Leitung verlegen lassen, welche dann von der Straßenseite in sein Haus führt, und ich muss mir eine eigene Leitung legen lassen, um auch weiterhin meine eigene Wasserversorgung sicherstellen zu können. Dass ich mir das ohne meinen Anteil am Zugewinn aus der Ehe, den ich erworben habe, nicht leisten kann, muss ich wohl kaum großartig erklären. Ich werde mich also um einen Kostenvoranschlag bemühen, und meinen äußerst unwilligen und unkooperativen Ehemann als Eigentümer des Hauses um Übernahme dieser Kosten bitten müssen. Bereits jetzt weiß ich, was das für mich bedeutet: Anwaltsschreiben und Zurückweisungen, Antrag bei Gericht wegen der Kostenübernahme, Verzögerungen und demzufolge Mahnungen mit Androhung der Unterbrechung der Wasserversorgung seitens der EON.
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Es wäre ja gelogen, abzustreiten unter den ständigen „Windmühlenschlägen“ zu stöhnen.
Den Kampf gegen Windmühlenflügel kann der einzelne Mensch nicht gewinnen. Irgendwann bricht er unter diesen ständigen „Schlägen“ zusammen. Was bleibt mir anderes übrig, als zu versuchen, das Fundament dieser Windmühle frei zu legen, sprich: Dort, am Fundament nach der Wahrheit zu graben? Wenn das Fundament frei liegt, kann es geschehen, so hoffe ich, dass diese Windmühle unter ihrem eigenen Gewicht, unter ihrer Größe, unter ihrer eigenen Wucht und Macht zusammenbricht. Bin ich jetzt eine Staatsfeindin? Nein, dieser sogenannte Rechtsstaat ist MEIN Feind. Ich schreibe das nicht, ohne später wenigstens den Versuch eines Lösungsansatzes zu bieten.
Denn ich bin kein Einzelfall. Dieser Staat führt Krieg gegen Mütter.
Das zeigt ein Blick in die zahlreichen Müttergruppen in den sozialen Medien.
Dies ist der Fall der Brigitte Naporra, die mit bürgerlichem Name Köppel-Mutz heißt. Zuständig ist das Familiengericht in 63454 Hanau am Main in Hessen. Amtshilfe leistet das Gericht hier vor Ort, bei dem die Anträge gestellt wurden, das Familiengericht in 17192 Waren, Kreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Namen der Richter verkneife ich mir hier. Denn auch sie, so mein Eindruck, folgen „nur“ einer Political Correctness und dem Diktat von Gender-Mainstreaming, das uns auf EU-Ebene verordnet ist.
Das Folgende geht insbesondere an die Richter in diesem Land!
Ich vertraue immer noch der der Gesetzgebung, die auf unserem guten alten Grundgesetz aufbaut, auch den Richtern und der Exekutive, aber nicht mehr einer sogenannten Bundesrepublik, deren Verfassung seit 2007 keinen „gebiets-territoralen“ Geltungsbereich mehr hat, einer Bundesrepublik, die im Grunde immer noch Deutsches Reich ist, ein Deutsches Reich, das aber keine Staatsorgane mehr hat. (Google weiß mehr darüber.) Deswegen wünsche ich mir, dass diese Bundesrepublik ihre staatlichen Organe auf das Deutsche Reich in den Grenzen der BRD überträgt. Und ich hoffe, dass dieses DEMOKRAISCHE DEUTSCHE REICH sich nicht mehr einer Fremdbestimmung von außen wie in den Zeiten der Weimarer Republik und der BRD unterwirft! Ich wünsche mir den Anschluss des Demokratischen Deutschen Reichs an ein kommunistisch orientiertes System, das heißt: Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. (Letzteres wünsche ich mir nicht alleine. Auf der öffentlichen Homepage der Gruppe MatriParis – einer matrifokal und feministisch orientierten Müttergruppe, ist mehr darüber zu lesen.) Ich bin NICHT eine von Denen, die bei jedem Knöllchen, also aus m. A. „niederen Bewegründen“ auf das Dilemma der heimlichen Illegalität der Bundesrepublik verweisen, mit der Frage nach der Legitimation der Staatsorgane, die eben auch Knöllchen schreiben. Ordnung muss sein, insbesondere auch im Interesse der Schwachen unter uns. Die Organe unseres Staatskörpers arbeiten, auch wenn sie keine offizielle Legitimation besitzen, und ich bin sehr froh darüber, dass sie arbeiten.
ABER ich fordere hiermit insbesondere die Familienrichter auf, dafür zu sorgen, dass es nicht mehr „Windmühlen“ gibt, die Müttern immer öfter die Kinder nehmen und den Müttern, welche wegen des Verlusts ihrer Kinder oft traumatisiert sind, dann in der Folge immer wieder die Beine wegreißen. Liebe Richter, bitte beruft Euch auf unser gutes altes Grundgesetz, und nicht mehr länger auf das, was diese BRD als Gehilfin und Ideologie-Verfechterin dieser Bilderberger vorschreibt. Wer ist diese BRD? Sie ist ein Konstrukt der Vergangenheit, ein Organisations-Konstrukt der Siegermächte. Seit dem 15. April 2015 ist der Besatzungsvertrag der BRD ausgelaufen! Also, liebe Richter, seid nicht von gestern! Schaut nach vorne. Wir sind frei, und Ihr seid bitte das, was ich von Euch erwarte, wenn ich ein Familiengericht bestelle: Salomo, und nicht ein Verwaltungsbeamter und Gehilfe der Bilderberger, die bestimmt nicht das Wohl des Deutschen Volks im Sinn haben, in dessen Namen Ihr Urteile aussprecht. Ihr sollt keinen Krieg gegen Mütter führen, denn den könnt Ihr nicht gewinnen. Wir verstoßenen Mütter sorgen dafür, dass dieser Müttermord des 21sten Jahrhunderts in den Blick der breiten Öffentlichkeit gelangt. Damit legen wir das Fundament dieser „Windmühle“ frei. Und keine vernünftige und aufgeklärte Frau wird mehr bereit sein, unter diesen Umständen ein Kind zu gebären, bzw. zu empfangen, es sei denn, sie würde dazu gezwungen.
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Noch eine Mutmaßung in meinem, nicht abgeschlossenen Fall:
Vielleicht hat es dem Richter in Waren damals ja gar nicht gefallen, mir mein Kind wegnehmen zu müssen. (Ich kann mich noch gut an die Verhandlung erinnern… Ich glaube, es wäre ein Tabu-Bruch zu beschreiben, welche Handbewegung des Richters in sein Gesicht ich während der Urteilsverkündung beobachtet habe.) – Weil das „nun mal so ist“, dass „das“ so lange dauert, hat sich die Frage nach Umgang und Sorgerecht mittlerweile ERLEDIGT. Im Falle einer Scheidung würde dem Vater das alleinige Sorgerecht zugesprochen werden müssen. Ich unterstelle jetzt mal, dass Sie das gar nicht wollen, Herr Vorsitzender. Daher so „schnell“ keine Scheidung. Richtig? Daher kein Ausgleich des meines Anteils am Zugewinn, den ich während dieser Ehe erworben habe. (Zugewinngemeinschaft ist NICHT ein anderes Wort für „Diebstahl in der Ehe“, auch wenn es den Herren vielleicht nicht gefällt. Aber „das ist nun mal so“ – Matriarchie ist die Urform des Menschseins, nicht ohne Grund. Die Arbeit im Haus und für „das Haus“ ist wertvoll. Sie ist das Fundament, der Felsen in der Brandung, auf dem „das Haus“ steht.) Also: Schluss mit der Windmühle, bitte! Sorgen Sie dann wenigstens dafür, dass mein Ehemann und Eigentümer dieses Hauses diese Wasserleitung bezahlt. Sonst muss ich irgendwann tatsächlich vorzeitig meinen Löffel abgeben, denn Trinkwasser ist nicht ohne Grund ein Menschenrecht, ebenso die Versorgung mit ausreichend Lebensmitteln. Und Sie möchten es vielleicht nicht glauben: Auch Mütter sind nur Menschen. Mütter sind keine Götter, Herr Richter, die nur allein vom Zugucken leben können… nur „von Luft und Liebe“ (Volksmund), aber ich sehe keine Liebe… .
Ich mache es öffentlich, ich grabe also am Fundament der Windmühle, weil ich nicht weiß, wie lange ich diesen „Windmühlenschlägen“ noch standhalten kann. Und wenn ich spüre, dass ich es nicht mehr kann, werde ich einer andren Mutter meines Vertrauens die Zugangsdaten und Passwörter geben. Der Kampf geht weiter!
Brigitte Naporra

Unique Connection: Kinder erkennen ihre Mütter mit verbundenen Augen

gefunden hier bei HuffingtonPost:

http://www.huffingtonpost.de/2015/04/20/pandora-werbung-kinder-muetter_n_7099016.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000002

Es heißt, Mütter und ihre Kinder hätten eine innige, untrennbare Beziehung. Wenn es dafür noch eines Beweises bedurft hätte, dann liefert ihn wohl der neue Werbespot des Juweliers Pandora, der passenderweise mit dem Namen „The Unique Connection” betitelt ist.

Darin begeben sich Kinder mit verbundenen Augen auf die Suche nach ihrer Mama. Sie tasten andere Frauen, Mütter von anderen Kindern. Doch sie merken schnell: die Mama ist woanders. Also suchen sie solange, bis sie sie gefunden haben.

Schauen Sie selbst, wie herzerwärmend der Moment ist, als die Kleinen wissen: Ich habe meine Mama gefunden.“

Das neue Strickmuster in so mancher Väterwelt

Gefunden bei http://www.muetterlobby.de

Von Anonym (Montag, 06. April 2015 11:46)

Das neue Strickmuster in so mancher Väterwelt

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Nicht, dass Sie jetzt denken, die Väterwelt hätte das Stricken für sich entdeckt. Nein, sie haben aber ein neues Strickmuster für ihre Umgangsrechte erfolgreich gestrickt.
Anstatt zwei links, zwei rechts geht’s so: Beschimpfen Sie erst einmal die Mutter, machen Sie sie so richtig fertig. Lügen und Phantasien sind auch erlaubt.
Beim Jugendamt bitte den „armer Vater“ unter dem Motto „Ich will doch nur mein Kind sehen und mich kümmern“ vorspielen. Das wirkt total. Das Jugendamt ist dann so sehr von Ihnen beeindruckt, dass es glatt das Kind vergisst, für das es eigentlich da ist.
Das gleiche Muster bitte auch bei einem eventuell auftauchenden Verfahrensbeistand anwenden. Hier müssen Sie sich jedoch noch etwas geschickter verhalten. Und zwar so, dass Sie später sogar schriftlich behaupten können: „Selbst der Verfahrensbeistand weiß auch nicht, wie man die Mutter zur Vernunft bringen soll.“ Ob eine solche Behauptung stimmt, interessiert niemanden mehr. Es verfeinert jedoch enorm das Strickmuster.
Falls die Mutter sich dann immer noch sorgevoll und unbelastet um Ihr gemeinsames Kind kümmert, müssen Sie die Schikane-Methode anwenden. Und die geht so: Wenn die Mutter zum Beispiel bei der Übergabe freundlich grüßt, Gruß ignorieren. Achtung! Wenn dritte Erwachsene dabei sind, natürlich freundlich zurückgrüßen. Wenn die Mutter äußert: „Das ist aber schön von dir.“ , behaupten Sie, sie sei aggressiv.
Jetzt haben Sie die Maschenreihe erreicht, bei der Sie der Mutter unbedingt Bindungsintoleranz vorwerfen müssen, das kommt bei einigen Gerichten prima an. Und keine Angst, auch schriftliche Beschimpfungen über die Mutter können Sie ohne weiteres der Antragsschrift oder Stellungnahme an das Gericht beifügen. Wenn sie zu schlimm sind, die Beschimpfungen und Beleidigungen, wird so manches Gericht sie außer Acht lassen. Wenn sie passen, werden sie gerne aufgenommen, falls zum Beispiel die Mutter während einer Verhandlung endlich mal Nerven zeigt.

Und jetzt zum Zopfmuster. Wollen Sie ein Zopfmuster stricken, das heißt den Umgang erweitern, dann brauchen Sie zusätzlich zu Ihrer Stricknadel eine Hilfs- oder Zopfmusternadel. Bekannte oder Freunde mit einem Titel, wenn sie die Mutter persönlich nicht kennen umso besser, eignen sich hervorragend als Hilfsmusternadel. Auf dieser werden Maschen vorübergehend stillgelegt. Vorübergehend stillgelegt heißt auch, einen auf nett und sorgevoll tun. So einen auf Miteinander vorgaukeln. Übrigens auch gegenüber der Mutter. Sie brauchen sich dabei nicht zu schämen, auch wenn Sie die Mutter vorher über Monate/Jahre ständig diskreditiert haben. Achten Sie bitte darauf, dass Sie sehr aufrichtig und anständig wirken, denn Sie befinden sich jetzt auf der Elternberatungsmasche.

Bei Gericht nochmal die Nummer mit der Bindungsintoleranz einfließen lassen und sofort mit Ordnungsgeld drohen, wenn die Mutter eigenständig eine Kindeswohlmasche aufgenommen hat. Sie haben Ihr Ziel erreicht! Der Pullover ist fertig!

Sie denken jetzt, das ist doch nur ein Einzelfall?! Nee, nee, dieses außergewöhnliche Muster hat sich bereits schon bundesweit durchgesetzt. Einige Gerichte lieben geradezu dieses Muster. Es erleichtert ihre Arbeit enorm und sie meinen ganz modern auf Europas Kindeswohl-Linie zu sein.

Sie fragen sich, wie geht es eigentlich dem gemeinsamen Kind dabei?
Nun, es trägt den Pullover. Er ist zu eng und kratzt oft. Die „gängige Größe“ war leider für das Kind nicht die richtige. Das Zopfmuster lässt eine Masche nach der anderen fallen. Aber das interessiert die „Fremdbestimmten“ nicht immer. Sie haben kein Urteil im Namen des Volkes gesprochen, sondern einen Beschluss im August gefasst, der dann vier Monate später im Dezember zugestellt wurde. Warum, ist bis heute nicht bekannt geworden. Die Rechtsbehelfsbelehrung wurde erst gar nicht aufgeführt. Sie wissen ja,… ja, ja das Strickmuster.

An dieser Stelle möchte ich die Eltern loben, die trotz Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten einen großen Bogen um Behörden und Gerichte machen. Wohlwissend zum Wohl ihrer Kinder. Danke!!!
Sie haben Ihre Kinder lieb, herzlichen Glückwunsch!