Das neue Strickmuster in so mancher Väterwelt

Gefunden bei http://www.muetterlobby.de

Von Anonym (Montag, 06. April 2015 11:46)

Das neue Strickmuster in so mancher Väterwelt

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Nicht, dass Sie jetzt denken, die Väterwelt hätte das Stricken für sich entdeckt. Nein, sie haben aber ein neues Strickmuster für ihre Umgangsrechte erfolgreich gestrickt.
Anstatt zwei links, zwei rechts geht’s so: Beschimpfen Sie erst einmal die Mutter, machen Sie sie so richtig fertig. Lügen und Phantasien sind auch erlaubt.
Beim Jugendamt bitte den „armer Vater“ unter dem Motto „Ich will doch nur mein Kind sehen und mich kümmern“ vorspielen. Das wirkt total. Das Jugendamt ist dann so sehr von Ihnen beeindruckt, dass es glatt das Kind vergisst, für das es eigentlich da ist.
Das gleiche Muster bitte auch bei einem eventuell auftauchenden Verfahrensbeistand anwenden. Hier müssen Sie sich jedoch noch etwas geschickter verhalten. Und zwar so, dass Sie später sogar schriftlich behaupten können: „Selbst der Verfahrensbeistand weiß auch nicht, wie man die Mutter zur Vernunft bringen soll.“ Ob eine solche Behauptung stimmt, interessiert niemanden mehr. Es verfeinert jedoch enorm das Strickmuster.
Falls die Mutter sich dann immer noch sorgevoll und unbelastet um Ihr gemeinsames Kind kümmert, müssen Sie die Schikane-Methode anwenden. Und die geht so: Wenn die Mutter zum Beispiel bei der Übergabe freundlich grüßt, Gruß ignorieren. Achtung! Wenn dritte Erwachsene dabei sind, natürlich freundlich zurückgrüßen. Wenn die Mutter äußert: „Das ist aber schön von dir.“ , behaupten Sie, sie sei aggressiv.
Jetzt haben Sie die Maschenreihe erreicht, bei der Sie der Mutter unbedingt Bindungsintoleranz vorwerfen müssen, das kommt bei einigen Gerichten prima an. Und keine Angst, auch schriftliche Beschimpfungen über die Mutter können Sie ohne weiteres der Antragsschrift oder Stellungnahme an das Gericht beifügen. Wenn sie zu schlimm sind, die Beschimpfungen und Beleidigungen, wird so manches Gericht sie außer Acht lassen. Wenn sie passen, werden sie gerne aufgenommen, falls zum Beispiel die Mutter während einer Verhandlung endlich mal Nerven zeigt.

Und jetzt zum Zopfmuster. Wollen Sie ein Zopfmuster stricken, das heißt den Umgang erweitern, dann brauchen Sie zusätzlich zu Ihrer Stricknadel eine Hilfs- oder Zopfmusternadel. Bekannte oder Freunde mit einem Titel, wenn sie die Mutter persönlich nicht kennen umso besser, eignen sich hervorragend als Hilfsmusternadel. Auf dieser werden Maschen vorübergehend stillgelegt. Vorübergehend stillgelegt heißt auch, einen auf nett und sorgevoll tun. So einen auf Miteinander vorgaukeln. Übrigens auch gegenüber der Mutter. Sie brauchen sich dabei nicht zu schämen, auch wenn Sie die Mutter vorher über Monate/Jahre ständig diskreditiert haben. Achten Sie bitte darauf, dass Sie sehr aufrichtig und anständig wirken, denn Sie befinden sich jetzt auf der Elternberatungsmasche.

Bei Gericht nochmal die Nummer mit der Bindungsintoleranz einfließen lassen und sofort mit Ordnungsgeld drohen, wenn die Mutter eigenständig eine Kindeswohlmasche aufgenommen hat. Sie haben Ihr Ziel erreicht! Der Pullover ist fertig!

Sie denken jetzt, das ist doch nur ein Einzelfall?! Nee, nee, dieses außergewöhnliche Muster hat sich bereits schon bundesweit durchgesetzt. Einige Gerichte lieben geradezu dieses Muster. Es erleichtert ihre Arbeit enorm und sie meinen ganz modern auf Europas Kindeswohl-Linie zu sein.

Sie fragen sich, wie geht es eigentlich dem gemeinsamen Kind dabei?
Nun, es trägt den Pullover. Er ist zu eng und kratzt oft. Die „gängige Größe“ war leider für das Kind nicht die richtige. Das Zopfmuster lässt eine Masche nach der anderen fallen. Aber das interessiert die „Fremdbestimmten“ nicht immer. Sie haben kein Urteil im Namen des Volkes gesprochen, sondern einen Beschluss im August gefasst, der dann vier Monate später im Dezember zugestellt wurde. Warum, ist bis heute nicht bekannt geworden. Die Rechtsbehelfsbelehrung wurde erst gar nicht aufgeführt. Sie wissen ja,… ja, ja das Strickmuster.

An dieser Stelle möchte ich die Eltern loben, die trotz Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten einen großen Bogen um Behörden und Gerichte machen. Wohlwissend zum Wohl ihrer Kinder. Danke!!!
Sie haben Ihre Kinder lieb, herzlichen Glückwunsch!

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