Auch die CSU lässt sich vor den Karren der Väterrechtler spannen: Pro Wechselmodell

Eine Mütter an die CSU zu deren Erklärung PRO Wechselmodell

http://www.csu.de/partei/parteiarbeit/kommissionen/familienkommission/familienkommission-aktuell/oktober-2015/gleichberechtigung-der-eltern/

Sehr geehrter Herr Scheuer,

nun lässt sich sogar die CSU vor den Karren der Wechselmodellbefürworter, in aller Regel der Väter spannen. Zitat:“ …denn bisher sind vor allem die Väter benachteiligt“ und „…Ausübung von Rechten von beiden Elternteilen übernommen“. Im letzen Absatz Ihres Textes heißt es, dass das Wohlergehen des Kindes oberstes Prinzip sei. Ja was nun? Vaterrecht oder Wohlergehen des Kindes?
Jeder Erwachsene möge sich selbst fragen, ob er Lust hätte, jede Woche den Wohnort zu wechseln, stets aus dem Koffer zu leben. Viele Menschen müssen dies aus beruflichen Gründen tun und die meisten versuchen, diesen Zustand so schnell als möglich zu beenden.
Wollen wir dann nicht wegnigstens den Kindern ermöglichen EIN Zuhause, ein Nest zu haben? Je kleiner ein Kind ist, desto mehr braucht es Kontiniuität, Verlässlichkeit, einen vertrauten Rückzugsort. Und das alles soll geopfert werden? Für was? Damit der Vater die eingangs erwähnten Rechte wahrnehmen kann.
Was ist nun mit der erwähnten Fürsorge, Stabilität und Sicherheit des Zuhauses, die für die Entwicklung des Kindes unerlässlich seien?
Sie sprechen vom Interesse der Scheidungskinder. Der Wunsch nach dem Wechselmodell kommt aber fast ausschließlich von den Vätern. Der Grund: Kindesunterhalt wird nicht mehr fällig.
Folgende Nachteile des Wechselmodells sehe ich:
Es ist für beide Familienteile gesamt gesehen deutlich teurer als das Residenzmodell.
Die getrennt lebenden Eltern müssen besonders viel kommunizieren, um Organisatorisches und Erziehungsfragen aufeinander abzustimmen. Das ist bei hochtrittigen Eltern nicht möglich.
Bei sehr kleinen Kindern wird die Bindungsfähigkeit des Kindes möglicherweise behindert.
Kontinuität und auch das Ziehen von Konsequenzen in der Kindererziehung werden erschwert.
Und nicht zuletzt, Muttersein kann nicht wie eine Maschine an- und ausgestellt werden.
Bitte nehmen Sie auch die Stimmen der Mütter wahr.

Mit freundlichen Grüßen

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