Beitrag einer Blog-Leserin zum familiengerichtlich vorgeschriebenen Zwangsumgang

„Mein Sohn war noch nicht einmal zwei Jahre alt und der Vater hatte sich vor Gericht auch eine Übernachtung erstritten. Das waren extrem harte Zeiten für meinen Sohn. Er hatte extreme Trennungsängste Entwickelt, ist teilweise überhaupt nicht einmal mehr mit Opa und Oma dann in einem Raum geblieben wenn ich nicht dabei war. Das Gericht wusste davon, dass mein Sohn bereits kurz vor der Trennung diese Ängste entwickelt hatte – Grund war, dass mein Exmann ein Doppelleben geführt hatte und das Kind als Alibi zum “Spazierengehen” mitnahm, es aber in Wirklichkeit in einer Fremden Umgebung abgeladen hatte und allein ließ.
Sogar ein Schriftstück von der Kinderpsychologin die ich aufgrund des damals für mich erstmal unerklärlichen Verhaltens meines Sohnes konsultiert hatte lag sowohl dem Gericht als auch dem Jugendamt vor. Hier wurde ausdrücklich von Übernachtungen abgeraten. Tja. Wie ich schmerzlich erfahren habe zählt weder die Mutter mit der Kenntnis, wie es ihrem Kind geht, noch eine fachliche Meinung. Oberstes Ziel ist dem Antrag des Vaters stattzugeben (die armen Väter sind ja so benachteiligt) und das Kindeswohl muss sich dem fügen. Das alles unter dem Deckmantel eine “einvernehmliche Lösung” zu finden. Wenn nun aber die Forderung/”Wunsch” des Vaters der entwicklungsbedingten Reife des Kindes entgegensteht – egal! Ein Kind, unter drei, ist meiner Meinung nach überhaupt gar nicht geeignet, einfach woanders als in der gewohnten Umgebung zu übernachten. Auch wenn es der Vater ist. Zuhause ist Zuhause. Mag sein, dass es EINZELFÄLLE gibt, bei denen das ohne Schaden funktioniert, aber wenn bereits vor der Entscheidung Bedenken im Raum stehen, darf das nicht gewährt werden.
Mein Sohn ist nun aufgrund dieser Problematik ein “Integrationskind” geworden. Die Trennungsängste haben die Integration in den Kindergarten extrem erschwert. Letztlich wird nur von allen Beteiligten “draufgezahlt” – wenn der Vater sich nicht zurücknehmen kann und nur um der Macht willen sein Ding durchziehen will.

Hoyerswerda Einsteinstraße - Mutter und Kind - 2

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