Kommentar einer Mutter zu Sünderhauf und Wechselmodell

„Es ist unfassbar mit welchen Argumentationen hier das Wechselmodell als für das Kindeswohl allerbeste Modell verkauft werden soll.
Sehr geehrte Richterinnen- und Richter, sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte, sehr geehrte Väterverbände,
machen Sie sich doch einmal die Mühe und gehen sie genau dort vor Ort, wo die Tragik dieser Kinder tagtäglich erlebt werden kann, dort wo die für ein Leben lang schädlichen Auswirkungen solcher Prozesse auf die Kinder gesehen werden.
Machen Sie sich die Mühe und gehen vor Ort, gehen Sie in Kinderkliniken, gehen Sie in Kinder- und jugendpsychiatrische Abteilungen. Sprechen Sie mit dem Fachpersonal vor Ort.
Gehen Sie auch dahin, wo die Folgen für solche Kinder im Erwachsenenalter sichtbar werden, nämlich befragen Sie Psychologen und Psychotherapeuten.
Wenn der Gang zu einem Gericht erforderlich wird, hat das Kind schon verloren, hier brauchen wir nicht mehr über gerichtlich festgelegte für das Kindeswohl beste Umgangsmodelle sprechen. Hier ist das Kind bereits auf der Verliererseite angekommen. Gewinner sind hier nur die Anwälte, die häufig erst sog. “Hochstrittigkeitsfälle” produzieren.
Studien, die keinerlei wirklich wissenschaftlicher Basis entsprechen bräuchten wir dann nicht.
Wir Mütter haben doch in der tagtäglichen Sorge um das Wohlergehen des Kindes, begleitet von der erforderlichen Berufstätigkeit überhaupt nicht die Zeit, derart Aufzumarschieren, wie dies Väterverbände können.
Ich fordere hier auch die Presse, als 4. Gewalt auf, endlich die Sachlage wieder anhand objektiver Daten zu sehen und zu bewerten. Warum lesen wir nichts von der fehlenden Lobby von Scheidungskindern, warum lesen wir nichts von der Verletzung der in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Kinderrechte, warum wird nicht über die fortgesetzte Gewalt an Frauen und Kindern berichtet. Stattdessen findet sich regelmäßig eine Berichterstattung über angeblich “entsorgte Väter”. Ich frage mich tatsächlich, ob diese Väter jemals in Zeiten einer funktionierenden Beziehung Sorge um ihr Kind getragen haben, in unserem Fall, kann das ganz klar verneint werden, sodass ein fehlender emotionaler Bezug des Kindes zum “Erzeuger”, denn Vater kann man eine solche Person leider nicht nennen, nicht verwundert. Trennungsängste sind damit eigentlich erklärt, aber auch hier ist die Sprache sehr widersprüchlich, wenn man vergleicht, was Kinder in intakten Familien angeblich benötigen, für Scheidungskinder gilt das dann plötzlich nicht mehr ?!?“

 

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