Eine Mutter: „Für meinen Sohn“

„Hallo mein kleiner Großer,

lang ist es her als wir uns das letzte Mal gesehen haben.

Nun, wie du vielleicht inzwischen weißt, habe ich mein Sorgerecht für dich verloren und ich darf dich nur noch begleitet sehen, das heißt, nur noch unter Aufsicht vom Jugendamt. Wir dürfen uns nicht mehr drücken (in den Arm nehmen) und du darfst nicht mehr bei mir übernachten, auch nicht mehr in den Urlaub fahren.
Es gibt keine gemeinsamen Geburtstage, keine Ostern, keine gemeinsamen Urlaube und auch keine gemeinsame Weihnachten mehr.

Dieses finde ich sehr erschreckend, weil ich als deine Mama keine belegbaren Gründe darin sehe.

Deine nächsten Ferien waren die kommenden Herbstferien. Leider bin ich finanziell und gesundheitlich dazu nicht in der Lage, diesen Umgang mit dir wahrzunehmen. So gern ich dich auch sehen möchte, ich schaffe es nicht, da mir das nötige Geld dazu fehlt.

Ich denke, es ist vielleicht für alle Beteiligten gut, etwas zur Ruhe zu kommen.
Trotzdem würde mich freuen, wenn wir telefonieren oder „Whats Appen“, wenn du magst und Zeit hast.

Da ich alles verloren habe, worum ich bitterlich gekämpft habe, muss ich sehr viel Geld bezahlen. Meine Meinungen und auch Ängste um dich, hat vor Gericht hat keinen interessiert. Ich wurde in meiner Meinung nicht angehört. (Natürlich wird dir dein Papa anderes erzählen, weil er lügt).
Ich möchte deinen Papa nicht schlecht machen, aber viele Dinge, die er dir erzählt, stimmen einfach nicht und dafür habe ich Beweise.

Du sollst wissen, ich hab dich lieb egal was passiert.

TEIL 2

Hallo mein kleiner Großer,

Wissen sollst du auch, dass ich deinen Papa wirklich einmal sehr geliebt habe. Als ich mit dir schwanger war, war ich glücklich darüber.
Nach deiner Geburt, du warst ca. ein halbes Jahr alt, wollten wir sogar heiraten. Ich hatte mich sehr darüber gefreut, habe diese neue Nachricht auch gleich meinen Eltern und deinen Geschwistern erzählt. Dein Papa erzählte es seiner Familie.

Doch einige Zeit später erfuhr ich von anderen, dass dein Papa mich NUR heiraten wollte, das er das Sorgerecht mit mir zusammen bekommt und damit du seinen Namen trägst und nicht aus LIEBE.
Er war damals schon darauf bedacht, dass DU seinen Familiennamen trägst. Nur darum ging es ihm.

Und wenn DU einmal ehrlich zu dir selbst bist, erkennst du, wessen Wunsch es ist, den Namen deines Vaters zu tragen. Das gemeinsame Sorgerecht war für uns dann auch kein Thema mehr, auch wenn wir nicht geheiratet haben. Wir wollten ja zusammen bleiben, zumindest war es mein Wunsch.
Wir hatten schöne Jahre zusammen, aber auch nicht so schöne. Das kommt aber überall vor, in jeder Familie.

Leider kam es aber doch zur Trennung im Jahre 2008. Dein Papa hatte andere Vorstellungen von der Art und Weise der Erziehung. Du solltest anders erzogen werden, als deine beiden Geschwister. Dies ging leider in die Hose, wir stritten viel und letztendlich dann kam die Trennung. Mir war diese Trennung nicht so ganz egal, deshalb blieb ich im Ort, wo sollte ich auch anders hin.

Dein Papa ging schon im Jahre 2008 und im Jahre 2009 vors Gericht und hat das alleinige Sorgerecht beantragt.

Ich lernte einen neuen jungen Mann kennen und lieben, du mochtest ihn später sehr, er besuchte uns viel und wir besuchten ihn. Du fandest das richtig toll. Dein Papa nicht, schließlich ließ mich das Gefühl nicht los, dass du ihn nicht mögen darfst.
Dies wurde mir sehr schnell klar als wir dich gemeinsam zur Asiatischen Kampfkunst gebracht haben, schaukelnd zwischen unseren Armen. Dein Papa stand am Eingang der Halle und war recht erzürnt über dieses Vorgehen und sagte zum ihm bitter böse “ DU fasst meinen Sohn nicht mehr an“ und zog ihm an seiner Jacke.

1. z.B. du darfst meinen Freund nicht mögen, indem du ihn einen „Niemand“ nanntest in der damaligen Begutachtung.

2. z.B. du darfst meinen Freund nicht mögen, indem du ihn plötzlich als „Fremden“ bezeichnest. Du mochtest plötzlich nicht mehr in unserer Mitte schlafen, was du aber immer sehr gerne selber wolltest und genossen hast, gemeinsames Kuscheln, was du beim Papa wohl nicht durftest, so waren deine Worte.

Ein weiteres Beispiel nenne ich dir, wo das Gutachten hier in unserem neuem Ort gemacht wurde. Da wurde behauptet, du hättest Angst vor mir, deiner Mama.
z.B. du versteckst dich hinter den Kleiderständern damals bei mir im Laden.
Ich hatte dich ja mal mitgenommen, zu der Frau, die das Gutachten damals schrieb, weil du einen Termin hattest zum Gespräch. Nach diesem Gespräch brachte sie dich wieder zurück zu mir in den Laden in unseren neuen Wohnort. Du kamst lachend zu mir gerannt in meine Arme und sagtest „Mama, Mama, ich versteck mich mal—mal gucken, ob sie mich findet“…
Dies und anderes wurde so ausgelegt, du hättest Angst vor mir.
Für mich, bis heute unerklärlich.

Es gibt so viele Dinge, die ich noch aufzählen kann, aber da käme ich aus dem Schreiben nicht mehr raus. und das, was ich dir schreibe, entspricht der Wahrheit.
Wenn du das nächste mal ganz tief in dich hinein hörst, dann wirst du es merken und spüren, das hier etwas schief läuft bzw. gelaufen ist.

Im Jahre 2011 nach deinem Umzug zu deinem Papa gab es ein sehr langes Telefonat zwischen dir und mir. Du sagtest traurig zu mir, ich solle dich zurückholen, dein Papa hätte dich angelogen. Du warst und bist sehr oft bei deiner Oma und Papa hätte nie Zeit für dich. Wir sprachen in diesem Telefonat sehr lange darüber.

Du wolltest auch nicht in die Kirche gehen, du hattest kein Bock drauf, wolltest einfach nicht hingehen.
Wie sagte deine Oma zu dir, du bist uns das schuldig, so waren deine Worte.

Auch wurdest du nach deinem Umzug reich beschenkt, so bekamst du einen nagelneuen PC (mit 8 Jahren).
Es folgten weitere teure Geschenke (z.B. Nintendo DS, Todesstern von Lego Star Wars, Handys usw.. mag nicht alles aufzählen).

Jedenfalls ging mir auch dieses Gefühl nie aus dem Kopf, das dein Papa, sich deine Liebe zu ihm, erkauft hat.

Du musstest dich auch im Jahre 2012 entscheiden, ob du Weihnachten zu mir möchtest oder doch lieber beim Papa feiern möchtest. Das war das Jahr wo deine beiden größeren Geschwister bei mir waren zu Besuch und ich dich auch dabei haben wollte, Familie halt mal zusammen. Dieses wurde von deinem Papa nicht gewollt, sonst bekämst du das teure Geschenk nicht, Den Todesstern von Lego Star Wars in einem Wert von fast 400€.
Du hast geweint am Telefonat und mir gesagt wie gern du bei uns sein wolltest, aber auch dieses Geschenk haben wolltest.
Ich habe dir die Entscheidung gelassen und du warst dort geblieben. So etwas nennt man auch „Umgangsvereitelung“.
Es wären meine Weihnachten mit dir gewesen, so die Vereinbarung von deinem Papa und mir. Dein Papa hat sich nie daran gehalten, wenn es um Feiertage ging. Seit deinem Umzug zum Papa 2011 hast du keine Ostern, keine Geburtstage und auch keine Weihnachten mit mir, deiner Mama, und meiner Familie mehr feiern dürfen. Traurig, aber leider wahr.“

Villach Waldfriedhof Kriegerdenkmal von Josef Dobner weinende Mutter 17062015 4860

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