Emanzipation – ein tolles Wort

Eine Mutter spricht Klartext:

„Emanzipation! Ein tolles Wort – endlich frei und selbstbestimmend leben!
Pah, nix gibt’s – jetzt kommen die Männer zurück, das konnten sie ja nicht auf sich sitzen lassen.

Seit geraumer Zeit bekommen sogar Männer, die außerhalb einer Beziehung ein Kind zeugen, das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht erstmal bei Gesetz zugesprochen.

Hört sich doch wirklich toll an, oder?

Ja genau, es ist nämlich völlig egal, ob dieses neue Leben beim One-Night-stand, in einer unehelichen Beziehung oder in der Ehe entstanden ist.
Einmal erfolgreich Samen gespendet, hat Mann nun das Recht, das Leben der Mutter zu bestimmen.

Er *darf* sich kümmern, die Mutter *muss* alles tolerieren.

Taufe?
Kita?
Schule?
Ausweis?
Umzug?
Bestimmte ärztliche Behandlungen?
etc…

… Mann darf natürlich alles bestimmen, nichts geht ohne seine Zustimmung.
Gibt er die nicht, muss Mutter klagen, und hat häufig vor den Familiengerichten sowieso keine Lobby.

18 Jahre nach Manns Nase tanzen müssen, das ist jetzt die neue Emanzipation?

18 Jahre, nicht wohnen dürfen, wo man will ? –Mann darf es !!!

18 Jahre mit jemandem in Kontakt zu bleiben, der vielleicht Drogen nimmt, kriminell ist, gewalttätig oder einfach nur durchgeknallt.

**** ach ja, wenn die 18 Jahre zu ende sind, darf er umgekehrt z.B. bei Pflegebedürftigkeit von seinen „Kindern“ finanzielle Unterstützung beantragen****

Jeder Kuh, deren Kalb man in eine Box ohne Mama packt, bekommt mehr Zuspruch, als eine Frau und Mutter.

Die Natur zeigt uns täglich, dass Mütter selbstbestimmt den Nachwuchs aufziehen können. (Eine Spinne frisst ihren Gatten sogar, da er zur Aufzucht nicht als notwendig erscheint.)

Rein biologisch können Männer keine Kinder austragen, da hilft auch das Einpflanzen von Eizellen nichts.

Damit sind die Männer von der Frau abhängig.

Damit die Herren Gleichberechtigung erfahren dürfen, macht man das Leben der Frauen wieder vom Mann abhängig, in dem sie eben nicht frei für sich und ihre Kinder bestimmen können.

Moderne Sklaverei, unter dem Begriff „Gleichberechtigung“

Es geht um das Recht der Kinder?

Ach ja, so wird es ausgelegt…

Am Ende bereichert sich die Gesellschaft x-fach am neuen Gesetz… denn jede Klage kostet, die in der Regel finanziell schwächer gestellte Mutter zahlt und zahlt…

Vielen Dank für diese Art der Selbstbestimmung.

Dankeschöööön“

Shivas Kinder - 0106

Carola Fuchs: Die Franzosen und das Wechselmodell

Das Wechselmodell: “Kleine Kinder leiden darunter”

Wenn es nach einigen Väterverbänden ginge, dann müsste das Wechselmodell in Deutschland mit sofortiger Wirkung – am liebsten sogar rückwirkend – als Regelfall eingeführt werden, auch gegen den Willen der Mutter.

Sehr zum Unmut der Verfechter dieser paritätischen Aufteilung der Kinder, ziert sich hierzulande das Familien- und Justizministerium. Sie wollen erst in einer umfassenden Studie klären, welches Umgangsmodell für die Kinder am besten ist.

Gerne wird mit dem Argument Druck gemacht, dass in anderen Ländern, beispielsweise in Frankreich, das Wechselmodell schon seit Jahren Gang und Gäbe wäre und daher ein Gleichzug mit unseren europäischen Nachbarn längst überfällig sei.

Oft genug macht allein diese Behauptung die Skeptiker mundtot, weil sie natürlich keine Ahnung haben, wie die Franzosen im Detail das ein oder andere handhaben. Wer weiß das schon? Ich zumindest bin froh, wenn ich alle Hauptstädte und die aktuellen Staatsoberhäupter unserer europäischen Nachbarn zusammenkriege, sowie einen gesamtpolitischen Überblick behalte.

Für die Kleinen ist es am schlimmsten

Und so finde ich es interessant zu wissen, was sich hinter „Gang und Gäbe“ in Wirklichkeit verbirgt.
In erster Linie heißt es schon mal nicht, dass ALLE französischen Trennungskinder im Wechselmodell leben, es sind nur 17%. Und damit ist noch nicht automatisch gesagt, dass es diesem knappen Fünftel damit auch gut geht.

Anscheinend ist nämlich genau das nicht der Fall. Sonst hätten sich nicht 4.4000 Ärzte, Kinderärzte, Psychiater und Kinderspezialisten zusammengetan und eine Petition1 gegen das Wechselmodell an die französischen Abgeordneten geschickt. Sie forderten ein striktes Verbot dieser 50-50 Umgangszeiteinteilung für Kinder unter sechs Jahren, außer beide Elternteile sind sich darin einig.

weiter hier: http://www.carola-fuchs.de/wechselmodell-in-frankreich/

JoanOfArcLarge

Hauptstadtmutti: Von mütterlicher Fürsorge und überforderten Familiengerichten

„Ich habe mich getrennt. Zwei Mal. Aus beiden Beziehungen sind zwei wunderbare kleine Jungs entsprungen. Mein Herz und meine Seele. Sind wir aus der ersten Trennung trotz großem Schmerz einigermaßen glimpflich herausgekommen, endete die zweite mit Jugendamt. Anwälten. Gericht. Sachverständigen.

Ja, sogar ein psychologisches Gutachten hat es gegeben. Man sagt, dass solche psychologischen Gutachten bei Obsorgeprozessen eine bedeutende Rolle spielen. Sie sollen definieren, wer von beiden Elternteilen die größere „Bindungstoleranz“ hat, wem das Kind am nächsten steht, sprich, wer erziehungsfähiger ist. Aus solch einer Prämisse kann sich am Ende nur ein Verlierer herauskristallisieren, und das oft in Fällen, in denen eigentlich nur eine Regelung angestrebt wird, die für alle Beteiligten einigermaßen lebenswert ist und vor allem für das Kind die geringste Belastung mit sich bringt. Weil Eltern oft zugemüllt von gegenseitigen Vorwürfen und monatelangem Kämpfen nicht mehr in der Lage sind, sich sachlich an einen Tisch zu setzen und solch ein schwieriges Gespräch ohne Hilfe von außen hinzukriegen. Man hat es mit Mediation probiert, man war bei Paartherapeuten, hat geredet, geheult und geschrien, um am Ende doch wieder in getrennten Betten zu schlafen.

Und so sitzt man sich irgendwann mit schlotternden Knien gegenüber vor Gericht, sieht sich nicht an und lässt die Anwälte das sagen, was man selbst nicht mehr artikulieren kann. Man lässt es zu, dass ein Gutachter in das zerrüttete Familienleben eindringt, um hinterher eine Bewertung zu schreiben. Man erzählt offen über seine Kindheit, seine Eltern, von früheren Beziehungen bis hin zu heute. Man gibt sich offen und ehrlich dem Prozess hin und wird währenddessen immer wieder mit den Aussagen des anderen konfrontiert. Bei der Polizei nennt man das ein Kreuzverhör. Man möchte seine Wunden lecken und verarbeiten, doch dafür ist jetzt keine Zeit.

Die Gutachterin sitzt auf dem Sofa und isst die hausgemachte Linzertorte. Sie notiert sich immer wieder Dinge und blickt kritisch zur Badezimmertür, als Sohn Nr. 2 heulend davor steht. Sein Bruder hat sich gerade eingesperrt, um in Ruhe Pipi zu machen. „Macht er das oft? Weinen, wenn die Tür zu geht?“, erkundigt sie sich mit angesetzten Stift. Ist das eine Fangfrage?“

weiter hier:

http://hauptstadtmutti.de/de/alleinerziehend/nach-der-trennung-von-muetterlicher-fuersorge-und-ueberforderten-familiengerichten

 

 

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By Hans Weingartz – own photograph
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Feministische Partei DIE FRAUEN: Leben mit Kindern

Leben mit Kindern – Auszug aus dem Programm der Feministischen Partei DIE FRAUEN – jetzt auch als Infoblatt:

Leben mit Kindern

Das Leben mit Kindern ist in der bestehenden Gesellschaft für Frauen au-ßerordentlich schwierig und widersprüchlich:
Es besteht zwar ein politisches Interesse daran, dass möglichst viele (deut-sche) Kinder geboren werden. Die mit ihrer Betreuung verbundene Arbeit wird jedoch aus ideologischen und finanziellen Gründen immer noch vor-wiegend Frauen überlassen. Die sozialisationsbedingte männliche Absti-nenz bezüglich der Übernahme unbezahlter Pflege- und Betreuungsarbeiten wird durch Staat und Gesellschaft – z.B. durch Lohndifferenzen zwi-schen Männern und Frauen, durch die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sowie durch entsprechende Steuergesetze – kontinuierlich unterstützt und aufrechterhalten. Die Feministische Partei DIE FRAUEN will, dass Frauen Kinder haben können, ohne dafür ihren Beruf aufgeben oder auf eine Beteiligung am politischen und kulturellen Leben verzichten zu müssen und ohne dabei unangemessene Einkommenseinbußen zu erleiden.

Das Sorgerecht und die Teilung der Erziehungszeit

Das gemeinsame Sorgerecht von Mutter und Vater ist inzwischen der Re-gelfall. Die Gesetzgebung geht inzwischen davon aus, dass dem biologi-schen Vater das Sorgerecht grundsätzlich zusteht – unabhängig von deren tatsächlichen Sorgeleistung und unabhängig von der Zustimmung der Mut-ter.
Mit den Reformen des Kindschaftsrechtes 1998 und 2013 wurde Väter eine große Machtfülle über Mütter und ihre Kinder eingeräumt. Selbst dann, wenn der Vater nie mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, ist ein Kind verpflichtet, auf Wunsch des Vaters den Umgang mit ihm zu pflegen. Das gilt auch für Neugeborene und Kleinkinder und soll dem Kindeswohl dienen.
Die Feststellung der Vaterschaft ist einklagbar. Eine Mutter kann auf Forderung des Vaters hin verpflichtet werden, seinen Namen preiszugeben. Gentests dienen als Druckmittel.
Das gemeinsame Sorgerecht für nichteheliche Kinder kann auch gegen den Willen der Mutter durchgesetzt werden. Der Vater muss damit bei allen relevanten Entscheidungen um seine Zustimmung gebeten werden, wie z.B. bei Fragen der Religionszugehörigkeit, Schul- und Kindergartenwahl, medizinische Behandlungen oder Wohnsitz.
Mit dem gemeinsamen Sorgerecht erhält ein Mann – im Zweifelsfall lediglich aufgrund seines biologischen Zeugungsbeitrags – eine unangebrachte Machtfülle über eine Frau.
Im Gegenzug dazu, gibt es kaum Pflichten des Vaters, sich wirklich um das Kind zu kümmern. Der Staat ermöglicht dem Vater auf dessen Wunsch, Kontakt zum Kind zu haben. Wenn der Vater dies nicht wünscht, erwachsen ihm daraus keine Nachteile. Die Haltung und Lebenssituation der Mutter wird dabei nicht berücksichtigt. Vermeintlich dient diese Praxis dem Kindeswohl. In Wirklichkeit dient es ausschließlich dem Vaterwohl.
Auch die Zahlung des Kindesunterhaltes – also dem Eigentum des Kindes – ist häufig vom guten Willen des Vaters abhängig. Zahlungsunwilligen Vätern entstehen keine Nachteile.

Unser Haltung zum Sorgerecht:

Die Feministische Partei DIE FRAUEN vertritt die Auffassung, dass einer Frau das Sorgerecht für ihr leibliches Kind durch Schwangerschaft und Geburt grundsätzlich allein zusteht. Das muss unserer Meinung nach für verheiratete Mütter ebenso gelten wie für unverheiratete. Selbstverständlich kann eine Frau das Sorgerecht verlieren, wenn sie ihr Kind vernachlässigt oder schlecht behandelt.
Leibliche Väter, soziale Väter und soziale Mütter können das Sorgerecht durch ihre tatsächliche Sorge für das Kind erwerben.
Die Erziehungszeit und alle späteren Freistellungszeiten für Personen, die Kinder großziehen, müssen zwischen den Partnerinnen und Partnern, die sich für ein Kind gemeinsam verantwortlich fühlen, geteilt werden. Leibliche Väter sowie soziale Väter und Mütter können das Sorgerecht für ein Kind mit dem Einverständnis der leiblichen Mutter dadurch erwerben, dass sie mindestens die Hälfte der Erziehungszeit in Anspruch nehmen. Nach-dem sie demzufolge das Sorgerecht auf Antrag beim Familiengericht erhalten haben, sind sie dazu verpflichtet, auch spätere Freistellungsansprüche – bei Krankheit des Kindes zum Beispiel – zur Hälfte wahrzunehmen.

Bei einer Trennung der leiblichen oder der sozialen Eltern soll diejenige Person das Sorgerecht bekommen, die bislang den Hauptanteil an der Ver-sorgung des Kindes übernommen hat und auch weiterhin dazu bereit ist. Ein bedingungsloses gemeinsames Sorgerecht als Regelfall lehnen wir ab. Wir sind uns bewusst, dass die Inanspruchnahme der Erziehungszeit und anderer Freistellungen durch Väter noch keine Gewähr für die tatsächliche Übernahme der damit verbundenen Mühen und Entbehrungen durch Män-ner bietet. Dennoch sehen wir in dieser Regelung einen Schritt zur Schaffung eines reellen Verhältnisses zwischen dem Sorgerecht und der Pflicht zur Sorge, einen Schritt zur gerechten Verteilung der Betreuungsarbeit zwischen Frauen und Männern, einen Weg zur Gerechtigkeit für soziale Eltern sowie ein notwendiges Detail bei der Gleichstellung aller Lebensformen.

Unsere Forderungen:

Entzug von Rechten am Kind
Eltern und andere Erziehungsberechtigte, die dem Kind Gewalt antun, verlieren jegliches Recht auf Aufenthaltsbestimmung, Sorge und Umgang. Dies gilt ebenso für Väter, die der Kindesmutter Gewalt antun.

Kinderbetreuung

Das Recht jeden Kindes auf ganztägige, flexible Betreuung, bei der es sich zusammen mit anderen Kindern entwickeln kann, muss flächendeckend durchgesetzt werden. Die Kinderbetreuung muss staatlich finanziert werden und hat durch pädagogisches Fachpersonal zu erfolgen. In den Kin-derbetreuungsreinrichtungen muss besonderes Augenmerk auf die Über-windung von Geschlechter-Stereotypen gelegt werden. Dazu ist es nötig, in der Ausbildung des Erziehungspersonals diesbezügliche Gender-Kompetenz zu vermitteln.

Sorgerecht, Wohnsitz, Aufenthaltsbestimmungsrecht

Die Feministische Partei DIE FRAUEN lehnt den gesetzlich verankerten und durch Familiengerichte häufig gegen den Willen der Mütter durchge-setzten Zugriff der Väter auf die Kinder und deren Mütter ab. Will ein Vater (gemeinsames) Sorgerecht erhalten, so muss er nachweisen, dass er gleichwertige Fürsorgeleistungen wie die Mutter erbracht hat. Neben der monitären Versorgungsleistung muss die tatsächliche Erziehungsarbeit – Hausarbeit und Familienorganisation – belegt werden.
Die Pflicht zum doppelten Wohnsitz („Residenzpflicht“) lehnen wir ab, weil sie dem Kindeswohl widerspricht. Der Aufenthaltsort des Kindes muss im Einzelfall nach dessen Interessen entschieden werden.
Das Aufenthaltsbestimmungsrecht muss dem sorgeberechtigtem Elternteil zugestanden werden, bei dem die Kinder überwiegend leben bzw. gelebt haben.

Versorgungsausgleich

Bei Nichterfüllung der Erziehungs- und Versorgungsarbeit eines Elternteils, muss dieser dem anderen Elternteil gegenüber verpflichtet werden, für einen Nachteils-Ausgleich (z.B. der Altersbezüge) aufzukommen.

Unterhaltsvorschuss

Der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss muss bis zum Ende der Berufsaus-bildung des Kindes gelten. Der Staat muss seiner Fürsorgepflicht nachkommen, auch wenn der unterhaltspflichtige Elternteil diesen verwehrt.

http://www.feministischepartei.de/fileadmin/datensammlung/dokumente/2016/Flugi-Leben_mit_Kindern_A4.pdf

Scheinfassade: Anti-Mutter-Kult

Heim

 

1868 Erziehungsheim für sittlich verwahrloste Kinder
damals…
und heute –


Scheinfassade durch Scheinbefragungen, die nur ein Ziel haben:  Kinder aus mütterlichen Einelternfamilien herauszureissen ?..


Gibt es eine institutionelle Vorurteilstradition der Erziehungsunfähigkeit für Einelternmütter schon seit mindestens 150 Jahren?


Heute unter der Regie der Väterlobby und deren Finanzinteressen – die mit aller Macht mittelalterliche reaktionäre Vorurteile gegen uns Mütter schüren?..

Kinderpassage: Frauenberatung zum Sorge- und Umgangsrecht

Interview mit Heike Upmann – Frauen informieren Frauen – FiF e.V.

Können Sie kurz erklären was FiF e. V. ist?

Frauen informieren Frauen – FiF e. V. ist eine feministische Frauenberatungsstelle in Kassel. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind die Beratung bei Häuslicher Gewalt/Partnerschaftsgewalt und bei Trennung/Scheidung.

Ein in der Satzung verankertes Ziel unserer Arbeit ist es, Frauen und Mädchen umfassend über ihre Rechte zu informieren und sie zu ermutigen, diese wahrzunehmen und durchzusetzen. Das geschieht in erster Linie durch persönliche Beratungen, telefonische Informationsberatungen und die Veröffentlichung von Informationshandbüchern zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Frauen in akuten Krisen können sich an uns wenden, um Unterstützung und Stabilisierung zu finden. Neben der Information über die rechtlichen Möglichkeiten ist die psychosoziale Beratung deshalb ebenfalls fester Bestandteil unseres Angebotes.

Beratung mit einem feministischen und frauenspezifischen Ansatz bedeutet für uns, Frauen parteilich zu beraten und sie zu unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten. Wir wollen Frauen Mut machen, sich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst zu nehmen und sie darin stärken, ihre eigenen Fähigkeiten (wieder) zu entdecken und einzusetzen.

 

Die Idee zu den Büchern ist in der Beratung entstanden? Weil Sie gemerkt haben, dass Bedarf besteht?

Wenn ein besonders kniffliges Thema gehäuft an die Beraterinnen herangetragen wird, liegt die Überlegung nahe, dazu gezielt Informationen zu sammeln, um sie in Beratungen und Veranstaltungen weitergeben zu können. Viele der Informationen wurden die Grundlage neuer Handbücher.

In den letzten beiden Jahren erreichten uns z. B. sehr viele Fragen, bei denen das Kindschaftsrecht im Vordergrund stand. Im Zusammenhang mit einer anstehenden Trennung/Scheidung waren das vor allem grundsätzliche Fragen zum Sorge- und Umgangsrecht. Auffällig war aber auch, dass sich viele Frauen an uns gewendet haben, bei denen es nach der Trennung massive Probleme mit dem Umgang gab. Deshalb lag es auch hier nahe, alle Informationen zu bündeln und in einem Handbuch zu veröffentlichen. Die erste Auflage war übrigens innerhalb von sechs Wochen vergriffen. Auch das zeigt, wie groß der Bedarf und das Interesse an einem umfassenden Ratgeber zum Thema Kindschaftsrecht ist….“

 

weiter hier:

http://www.kinderpassage.de/blog/fif/

 

Kinderpassage

 

 

ZEIT: Alleinerziehend – Nur nicht abrutschen

„Sie war die beste Kundin der Kleiderkammer. Sie kannte jeden Secondhandladen. Wenn es unter den Kleinanzeigen „zu verschenken“ hieß, griff sie als Erste zum Telefon. „Meine Kinder haben gebrauchte Ein-Euro-Pullover getragen. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr konnten wir uns keine neuen Kleider leisten und nie ein neues Spielzeug“, erzählt Nicola Müller*. Die 44-Jährige sorgt seit der Trennung von ihrem früheren Partner allein für die gemeinsamen beiden Kinder. Als berufstätige und alleinerziehende Mutter eines Sohnes und einer Tochter war es schon schwer genug, ein normales Leben zu führen und Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Als alleinerziehende Mutter, die nie einen Cent Unterhalt für ihre Kinder bekommen hat, war es ungleich schwerer, nicht zu verarmen. Und das, obwohl sie Vollzeit in einer Führungsposition arbeitet und eine Niederlassung einer Teilzeitfirma leitet. Damit das Geld reicht, besserte sie lange Zeit ihr Gehalt am Wochenende mit Nebenjobs auf. “

weiter hier:

http://www.zeit.de/karriere/2016-04/alleinerziehend-eltern-unterhalt-armut/seite-2