Offener Brief der Mütterinitative zur Studie Kindeswohl und Umgangsrecht

MI

Mütterinitiative – Mamas wehren sich

Frederike Naumann

Baaderstr. 30

80469 München

 

 

 

 

Befragung Kindeswohl und Umgangsrecht

Grazer Str. 6

28359 Bremen

 

München, 27.06.2016

 

 

Fragen zur Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir kontaktieren Sie zur Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“, in deren Zusammenhang seit einiger Zeit Elternteile als auch Kinder in Ihrem häuslichen Umfeld von Ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern befragt werden.

Auf mehrmalige Nachfrage wurde der „Mütterinitiative – Mamas wehren sich“ von Ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern als auch von der Studenleitung Dr. Rücker immer wieder versichert, dass die Studie keinerlei Umgangsmodell präferieren soll. Direkt angesprochen auf das Thema „Wechselmodell“ beim Kindesumgang, wurde wiederholt bekräftigt, dass die Studie sich keinesfalls primär mit dem Wechselmodell befassen werde und würde.

 

Demgegenüber liegt der „Mütterinitiative – Mamas wehren sich“ ein Schreiben vor, das vom Bundesministerium für Familie, Referat 211, an den Väteraufbruch gerichtet ist und darlegt, dass die Studie sich als wesentliches Merkmal umfassend mit dem Wechselmodell als Umgangsmodell beschäftigen soll. So ein Zitat aus diesem Brief: „Daher sind insbesondere die Ergebnisse der Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ abzuwarten, die nicht zuletzt auch mit Blick auf das Wechselmodell angestoßen wurde. Ohne eine entsprechende empirische Grundlage ist eine Reform in so einem sensiblen Bereich wie dem Sorge- und Umgangsrecht derzeit nicht angezeigt.“

 

Weiter wurde der „Mütterinitiative – Mamas wehren sich“ berichtet, dass die Studie begleitet wird von einem wissenschaftlichen Beirat, dessen Besetzung nach Aussage des Familienministeriums (Referat 512) „einstimmig mit der Studienleitung und dem Bundesministerium für Familie“ ausgewählt wurde. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass man sich auf konkrete Nachfrage zur genauen Zusammensetzung dieses wissenschaftlichen Beirats sowohl im Bundesministerium für Familie als auch bei der Studienleitung Herr Dr. Rücker sehr zögerlich zeigte – man gab nur äußerst unvollständig Auskunft. Es wurde allerdings als Fakt bestätigt, dass die bekannte Verfechterin des Wechselmodells Frau Sünderhauf eine Säule des wissenschaftlichen Beirats darstellt, umrahmt von ca. 17 weiteren Personen, die sich möglicherweise durchgehend aus Wechselmodell-Befürwortern zusammensetzt. Wir befürchten, dass demgegenüber keine klaren Wechselmodell-Kritiker im Beirat zu finden sind.

 

Daraus ergeben sich für die „Mütterinitiative – Mamas wehren sich“ folgende Fragen:

 

Warum braucht eine wissenschaftliche Studie einen wissenschaftlichen Beirat?

Ist die Studie selbst als wissenschaftliche Arbeit nicht völlig unabhängig von Ideologien, nämlich komplett wertfrei? Soll der Beirat als Regulator der Wissenschaft agieren?

 

Warum ist dieser wissenschaftliche Beirat nicht ideologisch ausgewogen besetzt?

Für jeden Wechselmodell-Befürworter sollte aus unserem Verständnis ein Vertreter der konträren Sichtweise im wissenschaftlichen Beirat anwesend sein. Ganz offensichtlich wurde dies versäumt. Was ist der Grund dafür ?

Warum wurden im Zuge von Nachfragen der „Mütterinitiative – Mamas wehren sich bei der Studienleitung und im Ministerium die oben beschriebenen Fakten nicht offen dargelegt und kommuniziert?

 

Wir fordern deshalb auf, uns die Namen der Teilnehmer des wissenschaftlichen Beirats mitzuteilen und zu erläutern, weshalb dieser Beirat für nötig gehalten und weshalb er in dieser ideologisch gefärbten Besetzung zugelassen wird.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Frederike Naumann

Mütterinitiative – Mamas wehren sich

http://www.muetterinitiative.com

 

 

 

 

 

 

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