Appell einer Mutter an Presse und Öffentlichkeit

„Ich schreibe diese Zeilen, da es mir um die heutigen Gesetze geht, welche Kinder um jeden Preis zum Umgang zwingen.
Dabei missachten Gerichte das Wohl der Kinder – bzw. interpretieren diesen Begriff je nach Bedarf – und schieben bei Misslingen des Umgangs die Generalschuld auf die Mutter. Viel zu viele Kinder werden traumatisiert, denn viele Mütter können ihre Kinder auch bei Gewaltvorfällen nicht mehr schützen, da Gewalt keine Rolle (mehr) spielt.

Beim Thema Umgang wird auch bei Neugeborenen & Babys & Kleinkindern nicht halt gemacht. Selbst wenn man mit dem Kindsvater nicht verheiratet war und sich in der Schwangerschaft trennte, kann es sein, dass Umgang schon für Neugeborene gewährt wird. Dabei wird oft die Devise vertreten, dass für kleine Babys häufiger Umgang (und kürzer) stattfinden muss, denn sie können sich ja nicht lange erinnern…

Es gibt Fälle, in denen neugeborene Stillbabys 3-mal die Woche für 1,5 Stunden in Elternberatungsstellen getragen werden müssen. Mütter dürfen dabei nicht immer selbst anwesend sein – manches Mal gibt es die Forderung, die Mutter soll zum „Stillnoteinsatz“ im Nebenraum warten. Eingewöhnungen, so wie diese in Kitas an der Tagesordnung sind, werden in der Regel nicht zugestanden. So kann es sein, dass das Baby/Kleinstkind für die Zeit des Umgang verstört weint und schreit, der Umgang aber trotzdem durchgesetzt, vielmehr durchgehalten, wird. Es gibt nach unserem Wissen Fälle, in denen die Kinder apathisch und durchgeschwitzt vom Schreien an die Kindsmütter zurück übergeben wurden, im Extremfall einem (Not-)Arzt vorgestellt werden mussten.

Versucht die Mutter ihr Kind zu schützen, so wird dies „Umgangsverweigerung“ genannt. Als Konsequenz kann die Mutter leicht in die Gefahr kommen, ihr Kind zu verlieren.

Die Mutter-Kind-Bindung wird dadurch eklatant gestört, was gut bei Prof. Brisch nachzulesen ist:

„Entstehung und Folgen von Bindungsstörungen
 Häufige, wiederholte, nicht vorhersehbare oder willkürliche Trennungs- und
 Verlusttraumata in der frühen Kindheit können zu Bindungsstörungen führen,
 denn durch das Trauma wird in der Regel die sichere emotionale Basis für das
 Kind zerstört oder erst gar nicht aufgebaut, sodass die emotionale Sicherheit und
 das Gefühl eines Urvertrauens verloren gehen.
 Die Folgen von Bindungsstörungen bedeuten eine schwerwiegende Gefährdung
 des Kindeswohls, denn sie sind gekennzeichnet durch mangelnde Beziehungsfähigkeit,
 weniger prosoziales Verhalten im Konflikt, geringe Stresstoleranz bei
 Belastungen, ein Risiko für die Entwicklung von psychosomatischen Störungen
 und ein Risiko für dissoziative Erkrankungen.“

Diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden nach unserer Wahrnehmung im Umgangsrecht nicht viel Beachtung geschenkt.

In den Beratungsstellen, welche Umgänge begleiten und durchführen sollten, ist gemäß vielen Berichten von Müttern viel zu selten ausgebildetes Fachpersonal vorhanden, das auch empathisch auf die Nöte der Kinder eingeht, statt ohne Berücksichtigung des Kindeswillens, die Ansprüche eines Elternteils „durchzudrücken“.

Wenn sie Interesse haben, würde ich Ihnen gerne berichten, wie es meinem Kind in der derzeitigen Situation geht. Ich habe sogar ein Video, das das Ausmaß der staatlichen Kindesmisshandlungen – genannt „Umgang“ – zeigt. Mein armes Baby brüllt vor Angst…“

Zusatz für Presseanfragen: Der Kontakt zur Mutter kann über folgende E-Mail Adresse hergestellt werden: Kontakt@muetterinitiative.com

Es handelt sich nicht um einen Einzelfall, sondern ist die traurige Regel beim modernen Umgangsrecht für Neugeborene und Babys.

Baby yelling

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7 Gedanken zu “Appell einer Mutter an Presse und Öffentlichkeit

  1. Schreiende Babys werden immer noch für viel zu „normal“ gehalten. Immer noch ist nicht genug des Wissens verbreitet das es immer ein Notfall ist wenn ein Baby brüllt, weint, schreit… obwohl das jedem einigermaßen empathischen Menschen klar sein müsste wenn er einmal ein baby in solcher Not erlebt hat.

  2. Solche Fälle sind mir sehr sehr viele bekannt, nicht nur bei Säuglingen ist diese Umgangspraxis fatal, sondern auch bei schon etwas „Größeren“…
    Weder Gewalt gegen die Mutter, noch gegen die Kinder selber verhindert Umgang noch (außer es gibt gebrochene Knochen o.ä.), Kinder die nicht beim Vater übernachten wollen, werden dazu gezwungen, teils werden Kleinkinder schreiend von der sog. Umgangsbegleitung und dem Vater abgeholt.

    Dabei wird angeblich auf das Recht des Kindes auf beide Eltern gepocht, obwohl es in Wahrheit um die Rechte des Vaters geht. Wollen Kinder nicht zum Umgang oder gar übernachten, hat die Mutter, selbst wenn sie diesen aus guten Gründen nicht befürworten KANN, gefälligst „positiv“ auf das Kind einzuwirken und den Umgang zu fördern und begrüßen, gelingt ihr das nicht, wird ihr negative Beeinflussung des Kindes vorgeworfen, bis hin zur angeblich manipulativen Umgangsvereitelung, was mit Strafen (Geld) oder sogar Androhung von Sorgerechtsentzug geahndet wird. Das ist Nötigung. Interessiert aber genauso wenig, wie andere (z.B. Strafrechts-) Verfahren, die gegen den Vater laufen. Auch ganz klar bewiesene Lügen werden ignoriert.

    Äußerungen wie „…ein schlagender Partner kann trotzdem ein guter Vater sein“ oder „…da das ja schon einige Jahre her ist, also spielt das heute keine Rolle mehr“ oder auch „…das stimmt alles nicht, das sagt sie nur, um dem armen Vater die Kinder zu nehmen“ (dass der Vater z.B. Mutter und Kind mit einer Machete bedrohte) solche und andere unfassbare Aussagen hören Mütter nicht selten am Jugendamt oder Gericht, von sog. Gutachtern, die teils gar nicht die nötige Qualifikation haben, oder auch mal gerne von Verfahrensbeiständen, die angeblich die Rechte des Kindes vertreten.

    Interessanterweise bilden die maskulistischen Väterrechtsorganisationen, in denen viele sehr einflussreiche Väter sitzen (und …meine „Vermutung“… jede Menge narzisstisch gestörter Partnerschaftsgewalttäter), genau diese seit Jahren aus, Verfahrensbeistände. Väterrechtler, die als Verfahrensbeistände für die Kinder (man bemerkt die Ironie hoffentlich?) vor Gericht mit entscheiden sollen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das schlägt sich sehr deutlich in sämtlichen bundesweiten Berichten von Müttern nieder, die ich seit 10 Jahren mitbekomme, mitlese, hautnah miterlebe.

    Feministinnen auf der einen Seite, Maskulisten auf der anderen und dazwischen werden die Mütter hier mittlerweile zermahlen, und mit ihnen oft genug ihre Kinder. Die einen haben sie und ihre Bedürfnisse vergessen und belächeln sie bestenfalls, wenn sie sogar nicht als faul bezeichnet wird „NUR“ Hausfrau und Mutter sein zu wollen, bei ihrem Feldzug für DIE Frauen und die Anderen rächen sich an jeder Mutter, die über ihre Kinder massivst angreifbar ist, machen ihr (und den Kindern) das Leben zur Hölle, Gewaltschutz ausgehebelt über das Werkzeug Kind, das dabei als Waffe benutzt wird. Die Kirsche auf dem Ganzen: selbstverständlich ist es in den meisten Fällen die Mutter, die das Kind angeblich aus Rache instrumentalisiert, wenn die Kinder selber keinen Umgang wollen oder es ihnen danach schlecht geht, sie überträgt dann ihre Abneigung gegen den Vater… natürlich… das liegt selbstverständlich NICHT daran, dass der öffentlich so smarte Vater vielleicht schlicht allen was vormacht… (was nebenbei bemerkt, eins der auffallendsten Merkmale bei malignem Narzissmus ist)

    …und mal ehrlich, wie wohlgesonnen kann und darf man also Mutter einem Menschen gegenüber sein, der sowohl sie selber oder vielleicht sogar auch die Kinder verbal, emotional, finanziell, psychisch (oder sogar physisch) misshandelte und danach „rechtmäßig“ damit weiter machen darf, obwohl jeder weiß, dass ein evtl. sogar jahrelanges Trauma nach solchen Erlebnissen, der Ruhe und des Abstandes vom Peiniger bedarf… wen wundern dann bitte hysterische Mütter vor Gericht, denen dann regelmäßig obendrein noch vorgeworfen wird, sie seinen psychisch krank und ähnliches, wo dann noch in einem Gutachten die Erziehungsfähigkeit festgestellt werden soll… davon, wie viele Mütter mitsamt Kindern dabei obendrein in ein finanzielles Desaster stürzen

    Viele Familienanwälte raten ihren Mandantinnen mittlerweile, besser keine Gewaltvorwürfe oder gar den eines sex. Missbrauches zu erwähnen, sobald es um Umgang zum Vater, Sorgerecht, usw… geht, wenn es nicht eindeutig zu beweisen ist, weil sonst sofort als erstes dieser Vorwurf des „Missbrauchs mit dem Missbrauch“ z.B. kommt…als sei das die Regel oder die Mehrzahl aller Fälle, obwohl jeder normale Mensch weiß, dass Opfer nahezu immer erst dann reden, wenn der Peiniger aus dem Haus ist… auch die, die keine gebrochenen Rippen oder eingeschlagenen Zähne als Beweis haben… dass die meisten Fälle nicht mal angezeigt werden… und dass von den angezeigten die meisten entweder nicht verurteilt werden oder zur Bewährung weiter rumlaufen dürfen, nur die schwersten Fälle gehen tatsächlich für unglaublich „strenge“ 2-3 Jahre hinter Gitter…

    Mal ne Frage: Warum schaffen wir den Gewaltschutz eigentlich nicht gleich ganz ab? Er ist doch sowieso für ganz viele Kinder und Mütter nur noch eine Farce. Sexuellen Missbrauch sollten wir dann vielleicht in diesem Zuge auch gleich erlauben, ist ein Abwasch, also 2 Fliegen mit einer Klappe quasi. Es erspart den Familiengerichten direkt jede Menge Arbeit.

    Da braucht sich z.B. auch die Mutter keine Gedanken mehr machen, die ein Mädchen mit in die Beziehung zu so ner kranken Gestalt brachte, ein zweites Mädchen mit ihm bekam und als sie sich wegen andauernder Gewalt trennte, von der Großen erfuhr, dass diese jahrelang missbraucht wurde, was 2 psychologische Gerichtsgutachten eindeutig belegen, wofür er auch „verurteilt“ wurde und in dem Familienverfahren wegen Umgang zur jüngeren gemeinsamen Tochter verdonnert der Richter diese Mutter dazu, ihr Kind gefälligst zu ermutigen zu den Kontakten, Umgang müsse stattfinden, dem jüngeren Kind sei ja nichts passiert.

    Ähm, jaaaa…. stimmt nicht? Oh doch! Ist ein Einzelfall? Oh nein! Mitnichten.

    Oft genug liest man immer wieder von Tötungen, das ist längst keine Seltenheit mehr. Eine Statistik, wie viele Frauen ihren Ex umbringen und wie viele Männer im Vergleich dazu ihre Ex, DAS würde mich mal brennend interessieren. Ich kenne alleine aus unserem kleinen Nest hier bereits 3 Frauen, die getötet wurden und viele andere, die massive Gewalt und Bedrohungen erlebten oder noch erleben… und die Mütter, die ich aus bundesweiten Selbsthilfegruppen „kenne“, sowie deren teils absolut krassen teils schon fast surrealen Geschichten, die kann ich gar nicht mehr beziffern.

    Ich musste mir in den letzten 10 Jahren mehrfach Auszeit von diesen Themen nehmen, und zimperlich zu sein zählt sicher nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften.

    1. Unglaublich wie ich hier die Buchstaben aufsauge. Endlich fühle ich mich verstanden. Aber helfen wirds bei den Gesetzen leider nicht 😥
      Trotzdem danke dafür und allen weiterhin viel Kraft.

  3. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Umgang um jeden Preis erlebe ich seit nunmehr 9 Jahren.

    Weder Jugendamt noch Gericht denkt darüber nach, was für Anpassungsleistungen die kleinen Wesen da erbringen müssen.

    Durch den Umgang ist mein Sohn schulisch erheblich im Nachteil, da die Förderung nicht kontinuierlich erfolgen kann.

    Was bedeutet Umgang mit einem Elternteil, das möglicherweise unter einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet? Was bedeutet dieser Umgang für ein Kind mit ADHS?

    Diese Fragestellungen werden bei Umgangsregelungen bisher nicht einbezogen.

    Ist es nicht für alle Beteiligten leichter, wenn die Mutter einen Umgangsvorschlag macht, mit dem sie selbst ein gutes Gefühl hat, der jedoch auch bei Bedarf angepasst werden kann?

    Kommt es nicht auf die Qualität der Kontakte an?

    Zudem wünsche ich mir eine Möglichkeit, dass Jugendämter und Gerichte, Gutachter und Verfahrensbeistände sich die Geschichten und Auswirkungen der Entscheidungen, die getroffen wurden, anhören und mit den Betroffenen ins Gespräch kommen.

    Zudem wünsche ich mir, dass die Richter zukünftig die Aufgabe haben, die Entscheidung, die sie getroffen haben, den Kindern mitzuteilen.

  4. Das ist unglaublich, schreiben Journalisten wie Gunnar Schupelius darüber, dann wird das nicht von anderen Zeitungen aufgegriffen. Was man wissen muss, ist das Umgangspfleger usw. oft vom Gericht wirtschaftlich abhängig sind und damit nicht wirklich neutral zugunsten des Kindeswohls arbeiten.

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