Umgangsgewalt an schreienden Babys – eine Mutter zur Situation in den Familiengerichten

Kommentar zum Blogartikel „Appell einer Mutter an Presse und Öffentlichkeit“

„Solche Fälle sind mir sehr sehr viele bekannt, nicht nur bei Säuglingen ist diese Umgangspraxis fatal, sondern auch bei schon etwas „Größeren“…

Weder Gewalt gegen die Mutter, noch gegen die Kinder selber verhindert Umgang noch (außer es gibt gebrochene Knochen o.ä.). Kinder, die nicht beim Vater übernachten wollen, werden dazu gezwungen, teils werden Kleinkinder schreiend von der sogenannten Umgangsbegleitung und dem Vater abgeholt.

Dabei wird angeblich auf das Recht des Kindes auf beide Eltern gepocht, obwohl es in Wahrheit um die Rechte des Vaters geht. Wollen Kinder nicht zum Umgang oder gar nicht beim Vater übernachten, hat die Mutter, selbst wenn sie diesen aus guten Gründen nicht befürworten KANN, gefälligst „positiv“ auf das Kind einzuwirken und den Umgang zu fördern und zu begrüßen. Gelingt ihr das nicht, wird ihr negative Beeinflussung des Kindes vorgeworfen, bis hin zur angeblich manipulativen Umgangsvereitelung, was mit Strafen (Geldstrafen) oder sogar Androhung von Sorgerechtsentzug geahndet wird. Das ist nichts anderes als Nötigung. Interessiert aber im Familiengericht und den anhängigen Institutionen genauso wenig, wie andere (z.B. Strafrechts-) Verfahren, die gegen den Vater laufen. Auch ganz klar bewiesene Lügen werden ignoriert.

Äußerungen wie „…ein schlagender Partner kann trotzdem ein guter Vater sein“ oder „…da das ja schon einige Jahre her ist, also spielt das heute keine Rolle mehr“ oder auch „…das stimmt alles nicht, das sagt sie nur, um dem armen Vater die Kinder zu nehmen“ (dass der Vater z.B. Mutter und Kind mit einer Machete bedrohte) und andere unfassbare Aussagen hören Mütter nicht selten am Jugendamt oder Gericht, von sogenannten Gutachtern, die teils gar nicht die nötige Qualifikation haben, oder auch mal gerne von Verfahrensbeiständen, die angeblich die Rechte des Kindes vertreten.

Interessanterweise bilden die maskulistischen Väterrechtsorganisationen, in denen viele sehr einflussreiche Väter sitzen, genau diese familiengerichtlichen Helfer seit Jahren aus: Verfahrensbeistände. Väterrechtler, die als Verfahrensbeistände für die Kinder (man bemerkt die Ironie hoffentlich?) vor Gericht mit entscheiden sollen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das schlägt sich sehr deutlich in sämtlichen bundesweiten Berichten von Müttern nieder, die ich seit 10 Jahren mitbekomme, mitlese, hautnah miterlebe.

Kinderlose Feministinnen oder auch neue Partnerinnen von radikalen Väterrechtlern auf der einen Seite, Maskulisten auf der anderen und dazwischen werden die Mütter zermahlen, und mit ihnen oft genug ihre Kinder. Die einen haben die natürlichen Bedürfnissen von Mutter und Kind – plus die so lebenswichtige Mutter-Kind-Bindung – vergessen. Die radikalen Väterrechtler rächen sich an jeder Mutter für Trennung, die oft genau als Ehrverletzung erlebt wird. Es ist bekannt, dass Mütter über ihre Kinder massivst angreifbar ist, es wird Ihnen die Hölle auf Erden bereitet, der Gewaltschutz wird ausgehebelt über das Werkzeug Kind, das dabei als Waffe benutzt wird. Die Kirsche auf dem Ganzen: selbstverständlich ist es in den meisten Fällen die Mutter, die das Kind angeblich aus Rache instrumentalisiert, wenn die Kinder selber keinen Umgang wollen oder es ihnen danach schlecht geht. Die Mutter ist demnach immer schuld, denn sie überträgt ihre Abneigung gegen den Vater… natürlich… das liegt selbstverständlich NICHT daran, dass der öffentlich so smarte Vater vielleicht schlicht allen was vormacht… (was nebenbei bemerkt, eins der auffallendsten Merkmale bei malignem Narzissmus ist)

…und mal ehrlich, wie wohlgesonnen kann und darf man also Mutter einem Menschen gegenüber sein, der sowohl sie selber oder vielleicht sogar auch die Kinder verbal, emotional, finanziell, psychisch (oder sogar physisch) misshandelte und danach „rechtmäßig“ damit weiter machen darf, obwohl jeder weiß, dass ein evtl. sogar jahrelanges Trauma nach solchen Erlebnissen, der Ruhe und des Abstandes vom Peiniger bedarf… wen wundert dann bitte, dass Mütter vor Gericht vehement versuchen, ihre Kinder zu schützen. Natürlich erfahren sie oft das „Totschlag-Argument“ gegen sich, sie seien hysterische oder gar psychisch krank und ähnliches. Immer gern ist ein Gutachter zur Stelle, um dies zu bestätigen und Erziehungsfähigkeit der Mutter anzugreifen. Oft genug geschieht dies ohne jegliche wissenschaftliche Standards, einfach nach Gusto (siehe aktuelle Ergebnisse zum Thema von Fernuniversität Hagen und Prof. Leitner). All dies ist natürlich sehr kostspielig für Mütter, denn sogar verleumderische Gutachten wollen bezahlt werden, familiengerichtliche Helfer und Anwält sowieso. Unzählige Mütter werden so mitsamt Kindern obendrein in ein finanzielles Desaster stürzen.

Viele Familienanwälte raten ihren Mandantinnen mittlerweile, besser keine Gewaltvorwürfe oder gar den eines sexuellen Missbrauches zu erwähnen, sobald es um Umgang zum Vater, Sorgerecht, usw… geht, wenn es nicht eindeutig zu beweisen ist. Man läuft sonst Gefahr, als Lügnerin dargestellt zu werden, das Schlagwort „Missbrauchs mit dem Missbrauch“ z.B. wird oft genug verwendet…als sei das die Regel oder die Mehrzahl aller Fälle, obwohl jeder normale Mensch weiß, dass Opfer nahezu immer erst dann reden, wenn der Peiniger aus dem Haus ist… auch die, die keine gebrochenen Rippen oder eingeschlagenen Zähne als Beweis haben… dass die meisten Fälle nicht mal angezeigt werden… und dass von den angezeigten die meisten entweder nicht verurteilt werden oder zur Bewährung weiter rumlaufen dürfen, nur die schwersten Fälle gehen tatsächlich für unglaublich „strenge“ 2-3 Jahre hinter Gitter…

Mal ne Frage: Warum schaffen wir den Gewaltschutz eigentlich nicht gleich ganz ab? Er ist doch sowieso für ganz viele Kinder und Mütter nur noch eine Farce. Sexuellen Missbrauch sollten wir dann vielleicht in diesem Zuge auch gleich erlauben, ist ein Abwasch, also 2 Fliegen mit einer Klappe quasi. Es erspart den Familiengerichten direkt jede Menge Arbeit.

Da braucht sich z.B. auch die Mutter keine Gedanken mehr machen, die ein Mädchen mit in die Beziehung zu einem Täter brachte, ein zweites Mädchen mit ihm bekam und als sie sich wegen andauernder Gewalt trennte, von der Großen erfuhr, dass diese jahrelang missbraucht wurde, was 2 psychologische Gerichtsgutachten eindeutig belegen, wofür er auch „verurteilt“ wurde und in dem Familienverfahren wegen Umgang zur jüngeren gemeinsamen Tochter verdonnert der Richter diese Mutter dazu, ihr Kind gefälligst zu ermutigen zu den Kontakten, Umgang müsse stattfinden, dem jüngeren Kind sei ja nichts passiert.

Wohlgemerkt: Das ist ein realer Fall! … Stimmt nicht? Oh doch! Ist ein Einzelfall? Oh nein!

Oft genug liest man immer wieder von Tötungen von Mutter (und Kind), das ist längst keine Seltenheit mehr. Mich würde eine Statistik, wie viele Frauen ihren Ex umbringen und wie viele Männer im Vergleich dazu ihre Ex, mal brennend interessieren. Ich kenne alleine aus unserem kleinen Nest hier bereits 3 Frauen, die getötet wurden und viele andere, die massive Gewalt und Bedrohungen erlebten oder noch erleben… und die Mütter, die ich aus bundesweiten Selbsthilfegruppen „kenne“, sowie deren teils absolut krassen teils schon fast surrealen Geschichten, die kann ich gar nicht mehr beziffern.

Ich musste mir in den letzten 10 Jahren mehrfach Auszeit von diesen Themen nehmen, und zimperlich zu sein zählt sicher nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften.“

 

Egon Schiele - Mother and Child - Google Art Project

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2 Gedanken zu “Umgangsgewalt an schreienden Babys – eine Mutter zur Situation in den Familiengerichten

  1. Hat dies auf autismusfamilienrechtblog rebloggt und kommentierte:
    Leider wahr und umgesetzt unter dem Deckmäntelchen der Cochemer Praxis und dem Satz: „Was in der Vergangenheit vorgefallen ist, vergessen wir ganz schnell mal, wir schauen jetzt in die Zukunft!“

  2. Leider allzu oft wahr, die Statistiken gibt es, nach einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung geschieht in Deutschland täglich ein Mordversuch an Frauen und jeden zweiten bis dritten Tag ein tatsächlicher Mord/Totschlag.

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