Was im Moment so alles in den Familiengerichten abgeht…

Ich traue in diesem Familienrechtssystem mittlerweile niemandem mehr, das ist mittlerweile ein riesiger Industriezweig mit Einnahmen, die unvorstellbar sind. Jeder verdient dran: Gutachter, Jugendämter und deren Träger, Verfahrensbeistände, Anwälte, Verfahrensbeistände (die seit Jahren vom VafK selber ausgebildet werden und dann die angeblichen Interessen der „Kinder“ vor Gericht vertreten, ich lach mich tot) externe Kinderverwahrungsorte wie Heime und Pflegefamilien, Umgangspfleger und und und….

NATÜRLICH geht es dabei um wirtschaftliche Interessen, und nicht wirklich um das Kindeswohl, ginge es darum, würde man nicht seit Jahren dulden, daß Mütter nebst Kindern in die Armut rutschen. Auch würde man dafür sorgen, daß die 75 % der unterhaltspflichtigen Väter, die nicht oder viel zu wenig zahlen, mal energischer zur Kasse gebeten werden, man duldet aber deren Zahlungsweigerung seit vielen Jahren einfach und hat jetzt DIE Lösung:

Wechselmodell – und schon brauchen sie nicht mehr zahlen und auch Väterchen Staat zahlt dann keinen Unterhaltsvorschuß mehr, den er eh nur bis zum 12. Lebensjahr zahlt. Machen wir doch einfach aus der Mutter-Kind-Bindung eine angeblich überbewertete Farce und geben den Vätern die Kinder. Die Erfahrung zeigt nämlich, daß nicht nur Gewaltschutz für Frauen und Kinder über die Väterrechte seit längerem komplett ausgehebelt wird, sondern auch, daß viele Väter immer öfter die Kinder einfach GANZ einbehalten (Kindesentzug) und die Gerichte dann monatelang untätig bleiben.

Die werden nur sofort tätig, wenn die Mutter dem Vater keinen Umgang gewährt und drohen dann den Müttern mit Verlust von Sorgerecht und Kind. DAS ist an vielen Gerichten mittlerweile ein Fakt, den immer mehr Kinder und Mütter zu spüren bekommen. Väter haben schon längst das „Opferabo“ für sich gepachtet und fast jeder der Verfahrensbeteiligten glaubt ihnen, ohne auch nur mal ansatzweise bei diesen Vätern, die die Mutter nebst Kindern jahrelang vor Gericht ziehen, genauer hinzuschauen, ob es sich vielleicht um maligne Narzißten handelt, die die Fakten mit Hilfe ihrer Anwälte raffiniert verdrehen und allen Leuten geschickt was vormachen.

Nö, stattdessen wird den Müttern Bindungsintoleranz vorgeworfen und unterstellt, sie seien nicht fähig, auf Elternebene zu kommunizieren und dergleichen mehr… Ich kenne die letzten Jahre immer mehr und mehr Fälle wo die Mütter komplett entsorgt werden und die Gerichte, Jugendämter usw. unterstützen die Väter noch dabei… weil sie ja per se nur die Opfer einer rachsüchtigen Ex sind, die ihnen nur die heißgeliebten Kinder vorenthalten will.

Nur komisch, daß oft genau diese Väter in der Regel VOR einer Trennung so gut wie kein Interesse am Nachwuchs hatten, das entsteht meist erst dann, wenn sie Unterhalt zahlen sollen. Es gäbe ganz einfache Methoden, diese Kriege zum Wohl der Kinder zu vermeiden: Bezahlung der Mütter für ihren wichtigen und anstrengenden Job, der immens wichtig für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist (natürlich schon VOR einer Trennung, nämlich von Geburt an) und bei Streitigkeiten bleiben die Kinder bei dem, der auch VOR der Trennung sich hauptsächlich um die Kinder kümmerte und der Umgang zum anderen Elternteil sollte auch NACH einer Trennung das Zeitmaß nicht überschreiten, wie sie sich zuvor um die Kinder bemühten.

Warum sollte ein Vater, der zuvor nur seltenst mehr als der „Gute-Nacht-Sag-Papa“ war plötzlich zu gleichen Anteilen das Kind betreuen (was dann sehr häufig nicht er selber tut, sondern seine Mutter oder die Mrs. Next) wenn er vorher kaum Interesse daran zeigte? Will mir ernsthaft einer hier erzählen, daß es diesen Vätern tatsächlich um ihre Kinder geht, wo sie vorher doch ausreichend Möglichkeiten gehabt hätten, Zeit mit ihnen zu verbringen WÄHREND ihrer Beziehung mit der Mutter? Oder geht es nicht vielleicht doch eher um Unterhalt oder gar um Rache an der Ex, wohl wissend, daß die gemeinsamen Kinder der einzige Punkt sind, über den sie noch zu verletzen ist?

Hm? Komisch, daß Gerichte genau diese angebliche Rache aber immer der Mutter unterstellen, wenn sie keinen oder nur begrenzt Umgang gewähren will, nicht aber dem Vater, der ja nur sein Recht auf die heißgeliebten Kinder fordert. Das, was derzeit im Familienrecht abläuft, ist alles mögliche, aber sicher nicht zum Wohl der Kinder.

ps: ja, mir ist durchaus bewußt, daß es auch gute und nette Väter gibt, aber die benötigen i.d.R. keine Gerichte, um sich mit der Mutter zum Wohle der Kinder zu einigen. Ein Wechselmodell in hochstrittigen Fällen ist schlicht indiskutabel und diese Kinder werden diejenigen sein, die den Preis dafür zahlen. Sie zahlen ihn nach den neuen gesetzlichen Regelungen und der überall in den Medien propagierten Väterfreundlichkeit bei gleichzeitiger Entwertung der Mutterrolle schon länger. Tausende von entsorgten Müttern und NOCH mehr Inobhutnahmen sprechen eine mehr als deutliche Sprache, daß sich D A S dringend ändern muß und die Lösung lautet sicherlich NICHT, daß Väter nun die besseren Mütter sind, sondern endlich die Mutterrolle in unserer Gesellschaft wieder wert zu schätzen und angemessen für ihren harten Job zu bezahlen.

DAS WÄRE GLEICHBERECHTIGUNG!!!!

Otto Mueller - Stehende Zigeunerin mit Kind - ca1926.jpeg
By Otto Mueller – scan from a book, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11552475

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