Man darf nichts pauschalisieren

Hm… also ich denke, dass man nichts pauschalisieren darf.

Ich selbst bin Scheidungskind und mein Vater ist für mich unheimlich wichtig.

Zum Glück hat sich bei uns die Frage nie gestellt, bei wem wir leben wollen oder müssen. Mein Vater war trotzdem immer teil der Familie und dafür bin ich vor allem meiner Mama heute mehr denn je dankbar. Aber auch, wenn die Bindung zum Papa gut war, trotzdem hatte ich Sehnsucht nach meiner Mama wenn es mir nicht gut ging und generell steht meine Mutter auch heute noch viel kompromissloser hinter mir, als mein Vater es je tun würde.

Sie ist halt mit Herz und Seele Mama. Und genau da liegt ja der Punkt. Nur eine mama hat diese natürliche Art der Verbindung zum eigenen Kind. Ab dem ersten Moment der Existenz. Mama und Kind müssen sich nicht kennenlernen. Die Mama kennt von Natur aus die Bedürfnisse des Kindes. Bei einem Vater muss die Verbindung erst wachsen. Dies beginnt wenn überhaupt 10 Monate später.

Viele meiner Freunde sind aus verschiedenen Gründen ohne Vater groß geworden und alle kommen mehr oder weniger damit klar. Ein paar meiner Freunde sind ohne Mutter aufgewachsen und die haben einen Knacks und leiden bis heute. Es ist eben viel schwieriger zu akzeptieren (ob bewusst oder unbewusst), dass diese natürliche Bindung zur Mama gekappt wird, als die unnatürlich herbeigeführte freiwillige Beziehung zum Vater.

Was ich damit sagen will ist, dass ein Kind die Mama braucht. Wenn der Vater dann auch noch eine psychische Störung hat, ist das natürlich noch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Leider unterstützt das deutsche Familienrecht genau diese Väter mit allen Mitteln. Ganz, ganz traurige Geschichte.

Eine Mutter

P.S. Es ist wirklich schlimm. Manchmal Zweifel ich wirklich an der Menschheit. Da bekommt man als Mutter die Fähigkeit aberkannt, dass Beste für sein Kind zu erkennen.

Sicher gibt es auch Mütter, die den Paarkonflikt zu Lasten des Kindes austragen, aber das wird doch wohl viel zu sehr pauschalisiert.

Kollwitz Mutter

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Warum ich die Petition gegen das BGH Urteil zum Zwangs-Wechselmodell unterschrieben habe

Warum ich gezeichnet habe

Ich bin als Erzieherin in der Jugendhilfe tätig und erlebe häufig, welche Folgen Trennungen der Eltern und die damit verbundenen Umgangsregeln bei Kindern bewirken. Oberstes Gebot ist die optimale Entfaltung und Entwicklung der Kinder, daher müssen Umgangskontakte individuell an die Bedürfnisse der Kinder und die Möglichkeiten der betroffenen Familien angepasst werden und dürfen nicht nach „Schema F“ behandelt werden.

https://www.change.org/p/bundesregierung-wir-protestieren-gegen-bgh-urteil-zum-wechselmodell?recruiter=63241534&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_facebook_responsive&utm_term=des-lg-share_petition-no_msg

SchemaF

Ein Plausch übers Wechselmodell

Gestern war ich als kulturelle Mittlerin für die Integrationsstelle meiner Stadt für ein Elterngespräch in einem Kindergarten im Einsatz. Die Kindergärtnerin und ich haben – auf die verspäteten Eltern wartend – über Kinder geplaudert! Irgendwann kamen wir auf das Konzept des Wechselmodells und sie erzählte mir von einer Bekannten deren zwei Kinder 1 und 4,5 Jahre alt im gerichtlich verordneten Wechselmodell leben. Die Kinder pendeln wöchentlich mehrere hundert Kilometer zwischen zwei Wohnorten. Der „Tausch“ findet auf halber Strecke auf einer Autobahnraststätte. der Große besucht zwei verschiedene Einrichtungen und der Kleine steckt der Vater mit einem Jahr in die Krippe.

Der Vater hat immer viele Freundinnen gehabt und hat einige Kinder. Er besteht pauschal drauf die Kinder zur Hälfte zu betreuen. Mit ihm lebt immer die aktuelle, ziemlich schnell wechselnde Partnerin.

Das große Kind weist immer mehr Verhaltensauffälligkeiten auf, nässt ein, usw. und ist in Therapie.

Nach einer Weile sagt mir die Kindergärtnerin: ich verstehe nicht, warum er die Kinder unbedingt haben will! Er betreut sich ja selber nicht. Die Kinder haben doch nichts davon. Als ich ihr dann erzählte, dass der Vater in dem Fall kein Kindesunterhalt zahlen muss, risssie die Augen weit auf und sagte, oh Gott, jetzt verstehe ich…

Kaffee und Kuchen (28686013034)

Isabell Longhorn: Seitdem ich denken kann

Seitdem ich denken kann.

In allen Geschichten, die ich zu meiner Familiengeschichte kenne, tritt immer wieder ein bestimmtes Thema auf…

Meine Oma, die zu Beginn des zweiten Weltkrieges unter Todesangst von einem amerikanischen Offizier vergewaltigt wird.
Sie wird schwanger.

Ein Mädchen! Sie gebärt ein gesundes Kind, das sie noch im Moment der Geburt von der Hebamme töten lässt. Angst! Wie soll sie das erklären, woher kommt das Kind. Eine ledige Frau mit einem Baby. Zur damaligen Zeit undenkbar.

Jahre später gebärt sie ein weiteres Mädchen. Sie heiratet wenige Jahre danach. Die Tochter wird nie adoptiert.

Das ewige Tabuthema des sexuellen Missbrauches, und der Tatsache, dass Frauen gesellschaftlich schlecht gestellt werden, wenn sie „Alleinerziehend“ sind.

Diese Schmach – natürlich sind die Mütter heute den gesellschaftlichen Themen mit einer anderen Ausrichtung konfrontiert. Das leidige Thema der Jobsuche.
Wer will denn schon eine Alleinerziehende, die alleine die Schließtage im Kindergarten, oder die Ferienzeiten in der Schule stemmen muss, und dann auch noch fürs Kind da sein möchte, wenn er oder sie mal wieder krank ist.

Die Tatsache, dass dieses Mädchen selber Kinder in einer bis heute bestehenden glücklichen Ehe gebar, und dass diese Frau meine Mutter ist.

Es zieht sich durch wie ein roter Faden, denn auch ich, die Verfasserin dieser Zeilen bin alleinerziehende Mutter.

Mutter eines sexuell missbrauchten Kindes.

Wer uns das angetan hat? Der leibliche Vater.

Ob das der Grund der Trennung war? Nein, das war bereits Vergangenheit.

Auch ich stelle mich heute den gesellschaftlichen Problemen, bewerkstellige alles alleine. Hätte ich meine eigene Mama nicht, die sich liebevoll um meine Tochter annimmt, dass ich meinen Job nicht verliere, dann…

Die schlaflosen Nächte, wenn mein Mädchen mal wieder krank ist, und ich nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Tag frisch gestriegelt in die Arbeit gehe, kennen alle Alleinerziehenden. Mein Herz bei meiner Tochter, meine Seele die viel erleiden musste, wegen alledem was sich seit Generationen in meiner eigenen Reihe abgespielt hat und auch mir durch das Familiengericht angetan wurde.

Ich bin der Überzeugung, wenn die Mütter der heutigen Zeit sich offen diesen Themen stellen, und diese in die Welt hinaustragen, es irgendwo und irgendwann Menschen geben wird, die uns eine Stimme geben, und die mit uns Vollblutmamas an diesen Themen arbeiten werden.

UNSEREN KINDERN SOLL ES EINMAL BESSER GEHEN ! SIE SOLLEN ES LEICHTER HABEN!

Sie sollen es leichter haben, gesellschaftlich akzeptiert zu werden.

Dass es keine Tabuthemen mehr geben wird, und dass man die Arbeit dieser Mütter honorieren wird, und sie mehr Unterstützung bekommen werden, als es bis zum heutigen Tage ist.

Lieber Leser, hat dich meine Geschichte berührt? Dann lass mir einen Kommentar da…

Wenn ich merke, dass Interesse besteht – wer weiß, vielleicht hört ihr bald wieder von mir…

Isabell Longhorn

Grandma Jean 1977

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition gegen BGH Beschluss zum Wechselmodell auf Zwang

Btte unterschreiben Sie hier und machen Sie andere darauf aufmerksam:

https://www.change.org/p/bundesregierung-wir-protestieren-gegen-bgh-urteil-zum-wechselmodell?recruiter=63241534&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_facebook_responsive&utm_term=des-lg-share_petition-no_msg

Alina Bronsky: Die Hälfte vom Kind

„Eltern sollen sich im Falle einer Trennung den Nachwuchs teilen. Was geschieht, wenn Mutter und Vater streiten? Die Kolumne

Das Fifty-fifty steht für das ultimative Gerechtigkeitsprinzip: Wenn zwei das Gleiche wollen, soll man das Gewünschte einfach halbieren. Was mit Äpfeln und Kuchen funktioniert, müsste bei einem Kind nicht anders sein – so jedenfalls mutet das Urteil an, das der Bundesgerichtshof (BGH) zur Frage veröffentlichte, wer über den Wohnort eines Trennungskindes zu entscheiden hat. Jetzt ist es rechtens, den streitenden Eltern das Wechselmodell vorzuschreiben. Die Hälfte der Zeit soll das Kind bei der Mutter leben, die andere Hälfte beim Vater, zum Beispiel im wöchentlichen Wechsel…“

Weiter hier:

http://m.fr.de/politik/meinung/kolumnen/kolumne-die-haelfte-vom-kind-a-1192564

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition zum Thema – gegen das BGH Urteil zum WM:

https://www.change.org/p/bundesregierung-wir-protestieren-gegen-bgh-urteil-zum-wechselmodell?recruiter=63241534&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_page&utm_term=des-lg-share_petition-no_msg

Baba au rhum lola 20061223

Stoppt die täglichen Morde an Frauen und Kindern !

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Die offiziellen Statistiken vom Bundeskriminalamt zeigen, dass häusliche Gewalt in Deutschland keine Randerscheinung ist. Diese Art der Gewalt betrifft in den meisten Fällen nachweislich Frauen, aber auch Kinder! Mehr als 100.000 Frauen pro Jahr werden in Deutschland Opfer von Gewalt in der Partnerschaft – Tendenz leider steigend! 2015 wurden 65.800 Fälle von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung an Frauen registriert. Dazu kamen Bedrohungen, gefährliche Körperverletzungen und Stalking – sowie Mord und Totschlag in 331 Fällen.

Die größte Tätergruppe sind nach den BKA-Zahlen ehemalige Partner.

„Die Zahlen sind schockierend“, reagierte Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD) und appellierte an die Opfer von Gewalt, ihr Schweigen zu brechen.

Die MÜTTERINITIATIVE folgte diesem Appel und beschloss, die schlimmsten Fälle von Gewalt an Frauen und Kindern – gerne unter dem verharmlosenden Begriff „Beziehungstat“, „Familiendrama“ oder auch „erweiterter Suizid“ in den Medien präsentiert – zu sammeln, sowie die dazu  bekannten weiteren Einzelheiten, sofern vorhanden, zu recherchieren. Dabei wurde den Frauen der Initiative schnell klar, dass viele der Opfer im Vorfeld in ein Frauenhaus geflüchtet waren, Klagen bei der Polizei eingereicht hatten oder um Hilfe bei einer Beratungsstelle oder beim Jugendamt gebeten hatten, weil sie sich erhofft hatten für sich und vor allem für ihre ebenso betroffenen Kinder Hilfe zu bekommen. Leider vergeblich… .

Die Liste der MÜTTERINITIATIVE ist sicherlich keine vollständige Statistik der Gewalttaten an Frauen und Kindern, weil viele Fälle es nicht bis in die Medien schaffen, aber sie zeigt bereits eindeutig, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um eine endemische Plage handelt, die unzählige Frauen und Kinder bedroht. Auch zeigt sie, dass die Hilferufe der Betroffenen im Vorfeld nicht ernst genommen werden, dass Väter, die nachgewiesenen Gewalttäter sind, unbegleiteten Umgang zu ihren Kindern per Gerichtsbeschluss bekommen und somit freien Zugang zu ihren Opfern von den Behörden serviert bekommen.

Am internationalen Tag der Frauenrechte hofft die MÜTTERINITIATIVE auf eine erhöhte Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit und vor allem auf zukünftigen gesellschaftlichen Wandel. Das vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in März 2013 eingerichtete Hilfetelefon reicht nicht. Die Hilferufe einer Frau, und Mutter sollten grundsätzlich ernstgenommen und den Hinweisen soll auch ausreichend nachgegangen werden, damit den Tätern präventiv klare Grenzen gesetzt werden können !

Gewaltschutz und Kindeswohl muss zukünftig Vorrang haben vor Umgangs- oder Sorgerecht !

Quellen:

http://m.tagesspiegel.de/politik/bka-statistik-fuer-2015-100-000-frauen-von-haeuslicher-gewalt-betroffen/14881246.html

https://www.hilfetelefon.de

 

Hier die Liste der Mütterinitiative zu den uns bekannten Gewaltfällen an Frauen & Kinder 2016 (natürlich erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit) – bitte klicken Sie auf diesen Link, um die Übersicht zu öffnen:

Einzelfälle von Tötungen