Ein Plausch übers Wechselmodell

Gestern war ich als kulturelle Mittlerin für die Integrationsstelle meiner Stadt für ein Elterngespräch in einem Kindergarten im Einsatz. Die Kindergärtnerin und ich haben – auf die verspäteten Eltern wartend – über Kinder geplaudert! Irgendwann kamen wir auf das Konzept des Wechselmodells und sie erzählte mir von einer Bekannten deren zwei Kinder 1 und 4,5 Jahre alt im gerichtlich verordneten Wechselmodell leben. Die Kinder pendeln wöchentlich mehrere hundert Kilometer zwischen zwei Wohnorten. Der „Tausch“ findet auf halber Strecke auf einer Autobahnraststätte. der Große besucht zwei verschiedene Einrichtungen und der Kleine steckt der Vater mit einem Jahr in die Krippe.

Der Vater hat immer viele Freundinnen gehabt und hat einige Kinder. Er besteht pauschal drauf die Kinder zur Hälfte zu betreuen. Mit ihm lebt immer die aktuelle, ziemlich schnell wechselnde Partnerin.

Das große Kind weist immer mehr Verhaltensauffälligkeiten auf, nässt ein, usw. und ist in Therapie.

Nach einer Weile sagt mir die Kindergärtnerin: ich verstehe nicht, warum er die Kinder unbedingt haben will! Er betreut sich ja selber nicht. Die Kinder haben doch nichts davon. Als ich ihr dann erzählte, dass der Vater in dem Fall kein Kindesunterhalt zahlen muss, risssie die Augen weit auf und sagte, oh Gott, jetzt verstehe ich…

Kaffee und Kuchen (28686013034)

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