Kofra: Frauenemanzipation, Väterrecht und Wechselmodell

„Frauenemanzipation und
Vaterrecht:
Das „Wechselmodell“ als
Kampfstrategie

Anita Heiliger

Die Vaterrechtsbewegung als Reaktion
auf die Frauenbefreiungsbewegung
In den 80er Jahren begannen Väter sich zu
organisieren, um bei konflikthafter Scheidung
Zugang zu den Kindern zu erhalten,
wenn die Mütter dies verhindern wollten.
Der Zeitgeist unterstützte sie, denn die Politik
war daran interessiert, die Väter in die
Erziehung und Versorgung von Kindern
einzubeziehen. Dies wurde auch allmählich
mehr, ist jedoch bis heute keine Selbstverständlichkeit
und wird mit Lockmitteln wie
2monatigem bezahltem Elternurlaub für
Väter versucht, voranzubringen. Auch die
Einführung der gemeinsamen elterlichen
Sorge als Regelfall 1998 wollte die Männer
einbeziehen, die Frauen aber auch zwingen,
die Sorge mit dem Vater des Kindes
zu teilen ungeachtet der konkreten Situation
in den jeweiligen Beziehungen. Dies
erschwerte enorm die Berücksichtigung
von realen Gewaltverhältnissen, die zu artikulieren
dann als Versuch, dem Vater das
Kind vorzuenthalten, interpretiert und vor
Gericht häufig abgewiesen/ignoriert wurde.
Von feministischer Seite wurde diese Entwicklung
als Reaktion auf die zunehmende
Emanzipation der Frauen gesehen, die
ihnen den Mut und das Selbstbewusstsein
brachte, aus gewaltträchtigen und unbefriedigenden
Beziehungen auszusteigen
und sich scheiden zu lassen…“

Weiter hier:
http://www.kofra.de/htm/Zeitung/Kofra%20160.2.pdf

kofra

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