Der neue Anti-Leibliche-Mutter Trend: Die Stiefmutter

Das Leid einer Stiefmutter wird neuerdings in allen Gazetten detailliert und mitreissend erläutert, so auch hier:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/thema-des-tages-stiefmuetter-1.2759946

Dazu der Kommentar einer leiblichen Mutter:

Wofür braucht eine „Bonusmutter“ denn Auskünfte von der Schule? Ich möchte keiner Stiefmutter unterstellen, dass sie die Stiefkinder nicht mögen würde, aber sie wird nie und nimmer den Platz einer Mutter einnehmen können! Dieses Geschwafel zwischen sich-selbst-in-den-Himmel-loben und mit-allen-Mitteln-um-Mitleid-heischen ist erbärmlich…
Aber es ist vielleicht „cool“, sich selbst – böse ausgedrückt – nie den Körper mit Schwangerschaften versaut zu haben, nie schlaflose Nächte neben kranken Kindern verbracht zu haben oder sich nach einem knappen Jahr Elternzeit schon von einem kleinen Wurm trennen zu müssen und trotzdem pseudo-stolz durch die Gegend stolzieren zu können und einen auf fürsorgliche Stiefmutter – Entschuldigung – „Bonusmutter“ zu machen. Man musste ja schließlich auch nicht im Beruf pausieren, konnte fleißig Karriere machen und sich die „Liebe“ der Kinder nun mit teuren Geschenken, Urlauben o.ä. erkaufen.
Wie gesagt: nicht alle sind so. Ich bin auch nicht neidisch oder irgendwas. Ich habe mich gerne für meine Kinder entschieden. Aber ich finde solche Selbstbeweihräucherungsartikel einfach nur lächerlich…

 

DBP 1962 385 Wohlfahrt Schneewittchen

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