Wann schaffen wir das Familiengericht ab ?

Hilfe !!!

Eine Bekannte erzählte mir gestern, dass ihre Kinder von einer „Verfahrensbeiständin“ wegen des Wechselmodells „befragt“ wurden – sie hörte mit, weil vergessen worden war, die Tür richtig zu schließen.

Ein anderes Kind wurde in einem ähnlichen Zusammenhang suggestiv befragt. Ihm wurde gedroht, so dass es Todesangst bekam, z.B. mit Fragen wie: „Was machst du aber, wenn deine Mama stirbt? Dann brauchst du doch deinen Papa als gleichwertige Bezugsperson?“

Als das eine Kind der Bekannten völlig verunsichert beinahe anfing zu weinen und zur Mutter zurück wollte, wurde ihm erklärt, die Mutter sei nicht mehr da, obwohl sie, die bis jetzt immer Hauptbezugsperson des Kindes gewesen war, vor der Tür saß.

Wenn:

Väterrechtsverbände weiter Verfahrensbeistände ausbilden dürfen,

wenn:

Gleichstellungspolitiker und Verfahrensbeistände

oder:

bekennende Maskulinsten und Verfahrensbeistände

oder:

bekennende Väterrechtsaktivisten und Verfahrensbeistände

in Personalunion agieren und es keinerlei Möglichkeiten gibt, einen Verfahrensbeistand wegen Befangenheit abzulehnen, können wir unser Familienrechtssystem eigentlich komplett abschaffen.

Dann können wir generell festlegen, dass Kinder keinerlei Rechte haben und grundsätzlich die Bedürfnisse der Eltern bzw. der Gleichstellungspolitik zu bedienen haben.

Das wäre dann wenigstens eine klare und eindeutige Sache.

3MuelltonnenDeutschland

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Kofra: Frauenemanzipation, Väterrecht und Wechselmodell

„Frauenemanzipation und
Vaterrecht:
Das „Wechselmodell“ als
Kampfstrategie

Anita Heiliger

Die Vaterrechtsbewegung als Reaktion
auf die Frauenbefreiungsbewegung
In den 80er Jahren begannen Väter sich zu
organisieren, um bei konflikthafter Scheidung
Zugang zu den Kindern zu erhalten,
wenn die Mütter dies verhindern wollten.
Der Zeitgeist unterstützte sie, denn die Politik
war daran interessiert, die Väter in die
Erziehung und Versorgung von Kindern
einzubeziehen. Dies wurde auch allmählich
mehr, ist jedoch bis heute keine Selbstverständlichkeit
und wird mit Lockmitteln wie
2monatigem bezahltem Elternurlaub für
Väter versucht, voranzubringen. Auch die
Einführung der gemeinsamen elterlichen
Sorge als Regelfall 1998 wollte die Männer
einbeziehen, die Frauen aber auch zwingen,
die Sorge mit dem Vater des Kindes
zu teilen ungeachtet der konkreten Situation
in den jeweiligen Beziehungen. Dies
erschwerte enorm die Berücksichtigung
von realen Gewaltverhältnissen, die zu artikulieren
dann als Versuch, dem Vater das
Kind vorzuenthalten, interpretiert und vor
Gericht häufig abgewiesen/ignoriert wurde.
Von feministischer Seite wurde diese Entwicklung
als Reaktion auf die zunehmende
Emanzipation der Frauen gesehen, die
ihnen den Mut und das Selbstbewusstsein
brachte, aus gewaltträchtigen und unbefriedigenden
Beziehungen auszusteigen
und sich scheiden zu lassen…“

Weiter hier:
http://www.kofra.de/htm/Zeitung/Kofra%20160.2.pdf

kofra

Mütterschicksale und hilflose Helferinnen

Eine Helferin:

„Die meisten Frauen, die mich inzwischen anschreiben, haben Probleme damit, dass ihnen am Familiengericht oder im Jugendamt nicht geglaubt wird. Ein Riesenthema ist Kindesumgang nach einer Gewaltbeziehung. Mütter werden schon heute im Rahmen von Vergleichen zu Kindesumgang oder gar Wechselmodell mit Vätern gezwungen, die sie und/oder ihre Kinder missbraucht haben. Auch noch schlimmere Fälle höre ich immer häufiger: Dass die Frauen ihre Kinder an diese Täter verlieren. Es kräht nämlich kein Hahn nach ausgeglichenem Kindesumgang mit der Mutter und das „Parental Alienation Syndrome“ ist kein Thema mehr, wenn die Kinder einmal beim Vater sind.

Diesen Frauen kann ich nicht helfen. Ich kann ihnen zwar helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen, aber ich kann ihnen nicht juristisch helfen. Und wie krank ist es, wenn man einer eigentlich gesunden Frau beim Umgang mit Ängsten hilft, die ein menschenunwürdiges System verursacht hat? Ich fühle mich verzweifelt und ohnmächtig angesichts dieser Geschichten.

Manche Frauen schrieben mich an und baten mich darum, andere Frauen zu warnen, dass sie sich aus diesem Grund nicht trennen sollen. Lieber misshandeln und schlagen lassen, als die Kinder verlieren, also?

Wie soll ich Frauen/Müttern zu einer Trennung raten, wenn sie danach nicht ausreichend juristisch und finanziell geschützt sind? Für mich ist das der blanke Hohn. Die aktuellen politischen Entwicklungen haben in diesem gesamten Bereich einen riesengroßen, blinden Fleck. Das Ganze ist nichts Neues, wie ich erfahren durfte. Schon seit Anfang der 2000er Jahre – seit den zunehmenden Änderungen des Umgangs- und Unterhaltsrechts zugunsten der Väter – informieren vor allem Frauenverbände und in den USA z.B. auch Männer (Lundy Bancroft, Barry Goldstein) zu diesem Thema. Dieses Phänomen ist nämlich ein weltweites. Hören und sogar danach handeln, will offensichtlich keiner. Die Betroffenen sind oft zu schwach, um sich lauthals zu wehren. Daher kann man sie leicht politisch ignorieren.“

Walter Sutkowski-Mutter mit Kind Lbg

TAZ: Viele Inobhutnahmen in Hamburg

Behörde soll Jugendamtsfälle sichten

„HAMBURG taz | Der Fall von Linos* und Helene* beschäftigt in Hamburg die Politik. „Ich darf meine Mama nicht mehr sehen, warum ist das so?“, hatte der Junge im Juni unter Tränen seine Anwältin gefragt. Zwei Jahre lebt der heute 13-Jährige gegen seien Willen im Heim und darf keinen Kontakt zu seiner Mutter Helene haben, die ihn, bis er zehn war, allein großzog. „Das Schicksal dieses Jungen ist kein Einzelfall“, sagt Sabine Boeddinghaus von der Hamburger Linksfraktion. „Der Fall steht exemplarisch für viele Kinder und Jugendliche, die aus Familien genommen werden, ohne dass ihr Wille berücksichtigt wird.“

weiter hier:

http://www.taz.de/!5468082/

taz

Spezialinfo: Kein Wechselmodell auf Zwang – Mütterinitiative #MIA setzt sich zur Wehr

„Das Wechselmodell, bei welchem Kinder jeweils die gleiche Zeit bei jedem getrennt lebenden Elternteil verbringen, soll, wenn es nach der FDP ginge, auf Zwang eingeführt werden. Das würde die ohnehin schon desolate Situation von Mutter und Kind weiter verschlimmern. Natürlich machen sich Väterrechtler, Männerrechtler und andere Sexistenvereine dafür stark. Spezialinfo hat hierüber mit der Mutterinitiative MIA gesprochen.“

weiter hier: http://www.spezialinfo.com/wechselmodell-auf-zwang-muetterinitiative-fuer-alleinerziehende-mia/

 Mia

Tag 24: VOM VATER GESCHLAGEN UND INS HEIM GESTECKT! SO KÄMPFT EINE MUTTER UM IHRE TOCHTER

„Havelland – Was Daria und Kristina Becker in den letzten Jahren durchgemacht haben, gleicht der Hölle.

Kristina Becker trennte sich vom Kindsvater, bevor ihre Tochter Daria (10) geboren wurde. Sie erlaubt Darias Papa, das kleine Mädchen zu sehen – bis es im Kinderzimmer zum Eklat zwischen ihm und Kristina kommt. Die tragische Geschichte nahm ihren Lauf (TAG24 berichtete).“

weiter hier:

https://www.tag24.de/nachrichten/sorgerechtsstreit-und-konflikt-mit-jugendamt-havelland-kristina-und-daria-becker-358114

Daria

Pinkstinks: Nicht meine Ministerin

„Wir sind alarmiert: Katja Suding ist, laut Spiegel Online, im Gespräch für den Posten der Bundesfamilienministerin. Muss ja nicht werden. Aber die Vorstellung von einem FDP-geführten Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ist erstmal besorgniserregend. Was das für die Errungenschaften der letzten Jahre und feministische Politik bedeuten könnte, wird nirgends diskutiert – uns aber bereitet der Ausblick schlaflose Nächte….“

weiter hier:
https://pinkstinks.de/nicht-meine-ministerin/

 Suding.PNG

Mama kann dich nicht schützen – heute in Deutschland – Zwangsumgang um JEDEN Preis

Stille
Alles um dich herum war noch schwarz und rot, wohl beides.

Erinnerungen an den Tag dunsten hervor wie eine Mahnung aus der Ferne

 

Als ich über meinen Bauch streichelte mit dir darin beschloss ich, dir würde nie ein Leid geschehen.

Als du da warst beschloss ich, dass ich meine Hände immer schützend über dir halten werde.

Meine Hände haben versagt und wurden mir entmächtigt.

Ich habe versagt, da ich dich nicht beschützen konnte wie ich es einst schwor

Du bist wieder in der Dunkelheit und das Rot ist nicht mehr da

Bunte Farben sollten dein zartes Leben schmücken

aber

es regiert Dunkelheit an düsterem Ort.

Ich will dir ein Licht sein, auch wenn meine Hände dich nicht mehr schützen können

Lass mich dein Licht sein

Deine Mama

Statistische Betrachtungen zu Umgang und Wechselmodell

In Deutschland gibt es ca. 50 000 Umgangsverfahren pro Jahr.

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Rechtspflege/GerichtePersonal/Familiengerichte2100220167004.pdf?__blob=publicationFile

Für alle von diesen betroffenen Kindern strebt die Wechselmodell – und Väterlobby eine „Homologisierung“ des Umganges an. Sie nennt dies „Beweislastumkehr“. D.h.: Streiten sich Eltern über den Umgang (was in Deutschland bei grob gerechnet 50 000 – 100 000 Kindern pro Jahr der Fall ist), soll für diese ca. 50 000 bis 100 000 betroffenen Kinder pro Jahr Kinder automatisch ein Wechselmodell als beste Betreuungsform angenommen werden, aus dem sich dann ein Elternteil herausklagen muss. D.h. das Wechselmodell ist der Ausgangspunkt, und man kommt in die Beweislast, dieses aufheben zu müssen und eine rechtliche Begründung dafür liefern zu müssen, dass dieses Modell nicht gut für die eigene Familie ist.

Was dieser ganze Wahnsinn statistisch, de facto und in der Realität für die Kinder bedeutet, sollen einmal folgende Zahlen illustrieren:

Aus dem Familienreport 2013, teilweise im Wortlaut:

Die meisten Familien leben heute in einem Zwei- bzw. Zuverdienermodell mit einem in Vollzeit erwerbstätigen Vater und einer in Teilzeit erwerbstätigen Mutter.
Väter arbeiten durchschnittlich und inklusive regelmäßiger Überstunden 41 Stunden pro Woche und sind somit weit über einer vollzeitnahen Teilzeit.
Demgegenüber arbeiten in Deutschland gerade einmal 25 % der Mütter mit minderjährigen Kindern Vollzeit.

Nur 67 Prozent der Mütter mit minderjährigen Kindern sind überhaupt erwerbstätig, 33% widmen ihre gesamte Zeit der Sorgearbeit.
Mütter leisten, unabhängig von ihrem Erwerbsstatus, nach wie vor doppelt so viel unbezahlte Arbeit wie Väter. 2012 waren es am Tag durchschnittlich 5:40 Stunden im Vergleich zu 2:57 Stunden bei den Vätern.

https://www.prognos.com/uploads/tx_atwpubdb/160928_Langfassung_Zukunftsreport_Familie_2030_final.pdf

Ein Wechselmodell per Regelfall würde für die Mehrzahl der Kinder in Deutschland bedeuten, dass sie die Hauptbezugsperson verlieren, und Mütter dafür klagen müssten, dass sie die Hauptbezugsperson „wiederbekommen“. Da dies nicht funktioniert (bis ein Verfahren zur Aufhebung des Wechselmodells zu Ende geführt worden ist, ist die Bindungsstörung bereits eingetreten), entstehen bei den Kindern Erkrankungen, die nicht wieder gutzumachen sind.

Im Jahr 2015 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 127.457 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, davon knapp 82% Frauen.

Auch wenn ich keine Untersuchungen darüber finden konnte, so sagt mir mein Menschenverstand, dass bei den ca. 50 000 Umgangsverfahren pro Jahr es große Überlappungen mit den 127 000 von Partnerschaftsgewalt betroffenen Personen gibt – Partnerschaftsgewalt dürfte in der Mehrzahl der Fälle zu strittigen Trennungen und Umgangsstreitigkeiten führen.

Zum Verlust der Hauptbezugsperson kommt statistisch gesehen also auch noch die Beweislast für Frauen (diese betrifft es ja zu 82% laut der Erhebungen des statistischen Bundesamtes), Partnerschaftsgewalt nachweisen zu müssen, was innerhalb eines Umgangsverfahrens z.Zt. häufig dazu führt, dass einer Frau, die keine eindeutigen Beweise hat, eher Bindungsintoleranz vorgeworfen wird, statt ihr zu glauben. Die Folge: Frauen trauen sich nicht, die Gewalt zu benennen. Auch diese Kinder sind dann von einem zutiefst toxischen Aufwachsen in einem Wechselmodell betroffen.

https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2016/Presse2016/161122_Partnerschaftsgewalt.html

Ich hoffe, dass sich Politiker einmal die Mühe machen und mit Hilfe der Statistik den Unsinn nachprüfen, der von der Väter- und Wechselmodelllobby gefordert wird.

Anna Manella Trauriges Kind 01