Phönix-Frauen: Die ruhige Stimme im Umgangsstreit

Seit über 2 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Partnerschaftsgewalt und den damit zusammenhängenden Problemen und Verflechtungen. In den letzten Wochen habe ich mich ziemlich… Der Beitrag Die ruhige Stimme im Umgangsstreit erschien zuerst auf Phoenix-Frauen.

über Die ruhige Stimme im Umgangsstreit — Phoenix-Frauen

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Hört auf die Väterrechte über das Kindeswohl zu stellen!

Das Leben einer Hardcore Single Mom

Angesichts des kommenden Muttertages habenEltern.de,Mama arbeitetundMutterseelesonnigdazu aufgerufen, seinen eigenen Muttertagswunsch in die Welt hinaus zu schicken via #muttertagswunsch . Tolle Aktion!

In den letzten Jahren habe ich viele, viele Leidensgeschichten alleinerziehender Mütter und vor allem deren Kinder gelesen, gehört, gesehen. Jedes Mal war ich nicht nur fassungslos, jedesmal starb ein Stück des Glaubens an das Rechtssystem in mir. Mittlerweile kann ich sagen: Viel ist davon nicht übrig geblieben. Tot ist es allerdings noch nicht. Immerhin stirbt die Hoffnung zuletzt.

Ich lernte Mütter kennen, denen ihre Säuglinge sprichwörtlich von der Brust gerissen worden sind, nur weil der frisch getrennte Kindsvater es nicht einsah, dass die Mutter mehr Zeit mit dem Baby verbringen sollen darf, als er. Wozu zurückstecken? Das Baby verkraftet das schon!

Falsch!

Ich wünsche mir, dass offensichtliche Unterschiede zwischen Mann und Frau anerkannt und berücksichtigt werden! Gleichberechtigung in allen Ehren aber doch bitte…

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Entschuldigen Sie, dass ich Sie anschreibe

Guten Morgen,

entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie einfach so anschreibe. Wir kennen uns nicht.

Gerade habe ich Ihren Bericht zum Zwangswechselmodell gelesen.

Das erlebe ich hier seit geraumer Zeit auch. Gerne möchte ich das für meine Kinder beenden. Dank der Mithilfe des Jugendamtes geht das nicht. Meine vier Kinder gehen zugrunde. Der Vater mitsamt dem Amt will das Wechselmodell .. vermutlich aus rein monetären Gründen.

Er bekommt jegliche Unterstützung. Unfassbar. Experimentelle Pädagogik auf dem Rücken der Kinder.

Ich hoffe das Sie einen Weg gefunden haben um den Kindern ein ruhiges schönes Leben ermöglichen zu können.

Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen.

Viele Grüsse
eine Zwangswechselmodell-Mutter

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Gunnar Schupelius: Richterin zwingt 5-jährigen Jungen seinen Vater zu besuchen

„Auf ihrem letzten Bundesparteitag beschloss die FDP, dass Trennungskinder nach dem Wechselmodell betreut werden sollen, wenn sich die Eltern nicht einigen können.

Das Wechselmodell bedeutet, dass die Kinder nach der Trennung der Eltern zwei Wohnsitze bekommen, um abwechselnd bei Mutter und Vater zu leben.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Katja Suding sagte: „Wir möchten, dass das Gericht in Zukunft im Regelfall die Doppelresidenz annimmt.“ Denn es sei „althergebracht“, dass Kinder nach einer Trennung „automatisch bei der Mutter leben“. Eine „intensive Bindung zu beiden Elternteilen“ sei „für Kinder gut“.

Das klingt schön und daran besteht sicherlich auch kein Zweifel, dass eine intensive Bindung zu beiden Elternteilen gut ist. Das ist aber gar nicht die Frage. Die Frage ist, ob sich diese Bindung nach der Trennung der Eltern erzwingen lässt oder nicht. Und ob dieses Erzwingen im Sinne des Kindeswohls wäre…“

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/richterin-zwingt-fuenfjaehrigen-jungen-seinen-vater-zu-besuchen

weiter hier:boy-2208513__340

Phoenix-Frauen: Lügen fürs Kind

„In den letzten beiden Tagen habe ich eine Diskussion auf Twitter verfolgt, bei der es um die Frage ging, ob man als Frau über die Gewalt des (Ex-)Partners öffentlich schreiben darf, wenn man gemeinsame Kinder hat. Die Richtung, in die diese Diskussion am Ende ging, zeigt ganz klar, wie falsch auch bei FamilienberaterInnen teilweise die Einstellung ist, wenn es um familiäre Gewalt geht. Das lässt tief blicken. Ich möchte insbesondere Menschen, die als ÄrztInnen, AnwältInnen oder TherapeutInnen und BeraterInnen mit Opfern häuslicher Gewalt zu tun haben, darum bitten, sich intensiver mit der Dynamik von Gewaltbeziehungen zu beschäftigen – vor allem auch mit den Folgen, die familiäre Gewalt für Kinder hat. Außerdem möchte ich darum bitten, das Kindes- und vor allem auch das Mütterwohl als Opfer in so einem Fall mal von einer anderen Position aus zu betrachten.“

 
Curtius Olympia 1 t07

Marco Germano: Wer zum Umgang gezwungen werden darf und wer nicht

„Unsere Gesetzgebung gibt in diesem Fall eine scheinbar klare Antwort. Das Kind hat ein Recht darauf beide Elternteile regelmäßig zu sehen, die Eltern sind zum Umgang „berechtigt und verpflichtet“.(1)

Soll heißen: Sie müssen ihre Kinder besuchen, wenn diese den Kontakt zu ihnen suchen.

Soweit die Theorie. Wenn man sich jedoch die derzeitige Praxis anschaut, wird leider schnell klar, dass der Umgang für viele Kinder weniger ein Recht sondern viel mehr eine Pflicht ist.

Während Kinder auf der Grundlage von fragwürdigen Theorien wie z.B. dem PAS(2) zum Umgang gezwungen werden, hat das Bundesverfassungsgericht 2008(3) festgestellt, dass Eltern, die keinen Kontakt mit ihren Kindern haben möchten, nicht zugemutet werden kann, zum Kontakt verpflichtet zu werden.
Die Argumentation dabei ist ganz einfach. Es wird behauptet, dass Kinder, die den Kontakt zu einem Elternteil ablehnen, sich den Kontakt in Wahrheit doch wünschen, und ihre vorgegebene Ablehnung von anderen (meistens dem anderem Elternteil) übernommen hätten.

Merkmale dieses „übernommen“ Willens sollen sein, dass Kinder dem einen Elternteil ausschließlich positive, dem abgelehnten Elternteil ausschließlich negative Eigenschaften zuschreiben. Weiterhin gilt als verdächtig, wenn sie keine realistischen Gründe für die Ablehnung nennen können, oder wenn die Schilderungen von belastenden Erlebnissen nicht mit den dazu passenden Emotionen verbunden sind.

Personen, die Kinder in dieser Weise beeinflussten, so die in Fachkreisen häufig vertretene Meinung, handelten aus egoistischen Motiven und fügten den Kindern schweren Schaden zu. Die Aussagen der Kinder dürften deshalb nicht ernstgenommen werden. Notfalls müssten sie vom „programmierenden“ Elternteil isoliert werden und beim abgelehnten Elternteil leben.

Was auf den ersten Blick in Teilen überzeugend wirkt, stellt sich bei genauerem hinsehen jedoch als sehr zweifelhaft raus…“

weiter hier:

http://ignorierterwille-aktuelles.blogspot.de/2015/03/umgangsrecht-wer-zum-umgang-gezwungen.html

Van Gogh - Junger Mann mit Mütze

„Vater sein braucht Zeit“ — JOCHEN KÖNIG

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lud heute Vormittag unter dem Motto „Vater sein braucht Zeit“ in den Spreespeicher und es war gruselig. Ein Bericht des Grauens: Dass im ersten Teil der Veranstaltung immer wieder der richtungsweisende Erfolg des Elterngelds beschworen wird, lässt sich noch verschmerzen. Ich bin da zwar anderer Ansicht, aber…

über „Vater sein braucht Zeit“ — JOCHEN KÖNIG

Der kaukasische Kreidekreis oder Leben trotz modernen Familienrechts

Nach einem Staatsstreich gegen Mütter werden alle Kinder zwischen den getrennten Eltern zu gleichen Teilen aufgeteilt.

So auch diese Familie, in der Folgendes geschah:

Die Mutter zog wegen häuslicher Gewalt aus der gemeinsamen Famillienwohnung aus. Sie ließ aber ihren Sohn Michel nicht zurück, denn er war noch ein Säugling. Dies missfiel dem Vater von Michel sehr. Er war erbost, wie sie es nur wagen konnte auszuziehen. Ohne ihn ist sie schließlich ein Nichts ! Sie war offensichtlich zum Scheitern verurteilt ! Das Kind sollte schnellstmöglich zurück zu ihm, denn er hat ein Recht auf sein Kind ! Michel war aus Sicht des Vaters alt genug, um über längere Strecken ohne die Mutter zurecht zu kommen, und diese Stillerei war ihm eh schon immer ein Dorn im Auge.

Da es der Mutter nicht erlaubt ist mit ihrem Kind aus dem Umkreis des Vaters zu ziehen, musste sie in derselben Stadt verbleiben. Glücklicherweise konnte die Mutter mit Kind bei ihrem Bruder sicheren Unterschlupf finden. Als dem Vater die neue Adresse von Mutter und Kind bekannt war, ging er sofort zum Jugendamt und informierte sich über seine Rechte. Die Mitarbeiter des Jugendamts bestärkten den Vater vehement, auf sein Umgangsrecht mit dem Kind zu pochen, denn selbst ein gewalttätiger Vater kann schließlich ein guter Vater sein. Also suchte er Mutter und Kind immer wieder bei der neuen Adresse auf und versuchte mit Nachdruck Zutritt zu erhalten. Lautstark erhob er alleinigen Anspruch auf das von ihm gezeugte Kind: Das Kind sollte nach seinen Erziehungsmethoden aufgezogen werden ! Als das Jugendamt davon erfuhr, dass die Mutter das Kind vor dem Vater schützte und Dinge sagte wie „Ein Kind gehört von Natur her zur Mutter – ein Säugling noch mehr. Ich habe es geboren und zur Welt gebracht. Nichts ist der Mutterliebe gleich.“ attestierte das Amt ihr Bindungsintoleranz sowie eine symbiotische Beziehung zum Kind. Die Mutter-Kind-Bindung war ganz offensichtlich viel zu stark, es galt diese zu lösen.

Der Fall wird an das Familiengericht übergeben. Der zuständige Richter war naturgemäß kein Kinderpsychologe, ihm waren die Bedürfnisse eines Säuglings unbekannt oder wahlweise völlig egal. In dem zu verhandelnden Fall ordnete er an, dass der Beweis der Vaterschaft durch einen bestimmten dafür vorgesehenen Test zu erbringen war. Dazu wurde ein Kreis mit Kreide auf den Boden des Gerichts gezeichnet, der Säugling wurde sodann in die Mitte gelegt. Beide Eltern sollten nun gleichzeitig versuchen, das Kind zu sich aus dem Kreis herauszuziehen, denn es heiße „die wahre Mutter wird die Kraft haben, ihr Kind aus dem Kreis zu reißen“.

Herrisch riss der Vater sein Kind an sich. Dies löste bei der Mutter tiefstes Mitleid für ihr Kind aus – unendlich traurig ließ sie los – das wahrhaft Mütterliche liebt und strebt nach Heilung des Kindes, nicht nach Schmerz. Der Vater jedoch hatte das Kind nun in Besitz und ließ es nicht mehr los. So wurde nicht der leiblichen Kindesmutter das Kind zugesprochen, sondern dem Vater. Der Richter stellte fest, dass der Vater ein Anrecht auf seinem Sohn habe und die Mutter versuchte, dies zu verhindern. Aus diesem Grund musste die Mutter Kind laut Familiengericht mit der Konsequenz der Trennung vom Kind bestraft werden. Der Vater heiratete erneut und machte seine neue Frau zur Mutter. Der leiblichen Mutter verweigerte er jeglichen Kontakt zum Sohn.

Doch hieß es nicht „dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind“ ?

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An die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstellen

Sehr geehrte Mitarbeiter von Erziehungsberatungsstellen,

immer wieder wenden sich traumatisierte Mütter an Mütterinitiativen, um von ihren Erfahrungen mit Erziehungsberatungsstellen zu berichten.  Und fast immer laufen die Gespräche ähnlich ab, nämlich folgendermaßen:

Die Mutter hat ein Kind, das sie beschützen möchte vor dem Vater des Kindes. Der Vater hat das Kind entweder sexuell missbraucht, schwere körperliche Gewalt angewendet, schwere psychische Gewalt angewendet (mit häufig schweren physischen psychosomatischen Folgen für das Kind) oder Mutter und Kind bedroht. Es ist klar ersichtlich, dass dieser Vater einen großen Schaden für das Kind bedeutet, wenn er weiter Zugang erhält. Teilweise ist ein dauerhafter Schaden sogar schon entstanden.

Schwer schockiert von den Erlebnissen mit dem Vater des Kindes wendet sich die Mutter angstvoll an eine Beratungsstelle. Dort erwartet sie Hilfe. Doch dann kommen Beraterinnen wie Sie ins Spiel: Sie erklären der Mutter, dass es gut sei für ein Kind, wenn es einem sexuellen Missbraucher oder Gewalttäter ausgeliefert wird, weil dieser Mann ja sein Vater sei.

Was Sie bei der Mutter anrichten, wird Ihnen gar nicht bewusst sein. Vermutlich denken Sie sich gar nichts dabei und wollen der mal klaren Wein einschenken, wie väterliche Gewalt (und hier geht es nicht um einen Klaps auf den Hintern oder einen Abwehrtritt gegen ein tretendes Kind) hier so gesehen wird, nämlich völlig unkritisch. Das hat man als Mutter zu akzeptieren, und als Kind, zum eigenen Wohl, zu ertragen.

Aber während Sie diese Mutter in drei Wochen nach unzähligen anderen Gesprächen vergessen haben, wird diese Mutter Sie nie mehr vergessen. Sie wird Ihren Namen vielleicht vergessen, Ihr Gesicht, Ihre Mimik, Ihre Gestik, Ihre Worte aber nie mehr. Sie geht im Schock aus diesem Gespräch heraus. Ihr wird klar, wie ohnmächtig sie in diesem Land ist, in dem es als moralisch verwerflich angesehen wird, sein eigenes Kind zu beschützen.

Sie kann viele Tage nicht mehr schlafen, und das Gespräch mit Ihnen brennt sich in ihr Gedächnis ein. Wie soll eine Mutter einsehen, dass es doch gut für das Kind ist, zu einem schädigenden Vater zu gehen. Aus der Ohnmacht, aus dem Schock durch das Gespräch mit ihnen entwickelt sich ein Trauma.

Viele Mütter berichten, dass die Erlebnisse mit dem Vater des Kindes schlimm waren, aber noch viel schlimmer seien die Reaktionen der Beratungsstellen gewesen. Diese haben die Mütter erst richtig traumatisiert, das Trauma geradezu potenziert. Häufig werden die Mütter von solchen Gesprächen psychisch krank.

Jedes Flugzeugentführungsopfer, jeder Zeuge eines Amoklaufs hat ein Recht auf seine Gefühle. Er wird gehört, er wird betreut. Und auch 20 Jahre später darf er noch mit Marotten leben, die ihm die Menschen verzeihen. Und selbstverständlich wird er die Verbrecher nie mehr in seinem Leben sehen müssen, außer vielleicht auf einer Anklagebank.

Für eine Mutter gibt es diesen Ausgang aus dem Trauma nicht. Sie muss zum Vater weiter Kontakt halten, ihre Gefühle werden nicht akzeptiert, die Beratungsstellen stellen sich auf die Seite der Täter. Das ist brutale psychische Gewalt gegen Mütter und Kinder.

In vielleicht dreißig Jahren, wenn die heutigen Opfer (hier die Kinder) vierzig sind, werden vermutlich lange Reportagen in der Presse erscheinen, über Kinder, die nun nach langen Therapien, an die Öffentlichkeit gegangen sind, die in alten Gerichtsakten suchen und dort Berichte von Sozialarbeitern lesen, in denen diese den Kontakt zum missbrauchenden oder gewalttätigen Vater befürworten, weil er der Vater sei. Und diese Sozialarbeiter, inzwischen ergraut und in Rente, werden antworten: Ja, es war doch damals nun mal so….man kennt diese Nachher-Sprüche aus anderen Zeiten nur zu gut.

Aber ich kann Ihnen sagen: es ist nun mal nicht so. Jeder hat einen eigenen Verstand. Und dieses Verstandes können sich einigermaßen intelligente Menschen auch bedienen. Ich bitte Sie, sich Gedanken zu machen, ob Sie Kinderleben wirklich einer Ideologie opfern wollen. Der Väter-Ideologie.

Eine Mutter

2014 Courge Halloween passive-agressive

Was im Moment so alles in den Familiengerichten abgeht…

Ich traue in diesem Familienrechtssystem mittlerweile niemandem mehr, das ist mittlerweile ein riesiger Industriezweig mit Einnahmen, die unvorstellbar sind. Jeder verdient dran: Gutachter, Jugendämter und deren Träger, Verfahrensbeistände, Anwälte, Verfahrensbeistände (die seit Jahren vom VafK selber ausgebildet werden und dann die angeblichen Interessen der „Kinder“ vor Gericht vertreten, ich lach mich tot) externe Kinderverwahrungsorte wie Heime und Pflegefamilien, Umgangspfleger und und und….

NATÜRLICH geht es dabei um wirtschaftliche Interessen, und nicht wirklich um das Kindeswohl, ginge es darum, würde man nicht seit Jahren dulden, daß Mütter nebst Kindern in die Armut rutschen. Auch würde man dafür sorgen, daß die 75 % der unterhaltspflichtigen Väter, die nicht oder viel zu wenig zahlen, mal energischer zur Kasse gebeten werden, man duldet aber deren Zahlungsweigerung seit vielen Jahren einfach und hat jetzt DIE Lösung:

Wechselmodell – und schon brauchen sie nicht mehr zahlen und auch Väterchen Staat zahlt dann keinen Unterhaltsvorschuß mehr, den er eh nur bis zum 12. Lebensjahr zahlt. Machen wir doch einfach aus der Mutter-Kind-Bindung eine angeblich überbewertete Farce und geben den Vätern die Kinder. Die Erfahrung zeigt nämlich, daß nicht nur Gewaltschutz für Frauen und Kinder über die Väterrechte seit längerem komplett ausgehebelt wird, sondern auch, daß viele Väter immer öfter die Kinder einfach GANZ einbehalten (Kindesentzug) und die Gerichte dann monatelang untätig bleiben.

Die werden nur sofort tätig, wenn die Mutter dem Vater keinen Umgang gewährt und drohen dann den Müttern mit Verlust von Sorgerecht und Kind. DAS ist an vielen Gerichten mittlerweile ein Fakt, den immer mehr Kinder und Mütter zu spüren bekommen. Väter haben schon längst das „Opferabo“ für sich gepachtet und fast jeder der Verfahrensbeteiligten glaubt ihnen, ohne auch nur mal ansatzweise bei diesen Vätern, die die Mutter nebst Kindern jahrelang vor Gericht ziehen, genauer hinzuschauen, ob es sich vielleicht um maligne Narzißten handelt, die die Fakten mit Hilfe ihrer Anwälte raffiniert verdrehen und allen Leuten geschickt was vormachen.

Nö, stattdessen wird den Müttern Bindungsintoleranz vorgeworfen und unterstellt, sie seien nicht fähig, auf Elternebene zu kommunizieren und dergleichen mehr… Ich kenne die letzten Jahre immer mehr und mehr Fälle wo die Mütter komplett entsorgt werden und die Gerichte, Jugendämter usw. unterstützen die Väter noch dabei… weil sie ja per se nur die Opfer einer rachsüchtigen Ex sind, die ihnen nur die heißgeliebten Kinder vorenthalten will.

Nur komisch, daß oft genau diese Väter in der Regel VOR einer Trennung so gut wie kein Interesse am Nachwuchs hatten, das entsteht meist erst dann, wenn sie Unterhalt zahlen sollen. Es gäbe ganz einfache Methoden, diese Kriege zum Wohl der Kinder zu vermeiden: Bezahlung der Mütter für ihren wichtigen und anstrengenden Job, der immens wichtig für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist (natürlich schon VOR einer Trennung, nämlich von Geburt an) und bei Streitigkeiten bleiben die Kinder bei dem, der auch VOR der Trennung sich hauptsächlich um die Kinder kümmerte und der Umgang zum anderen Elternteil sollte auch NACH einer Trennung das Zeitmaß nicht überschreiten, wie sie sich zuvor um die Kinder bemühten.

Warum sollte ein Vater, der zuvor nur seltenst mehr als der „Gute-Nacht-Sag-Papa“ war plötzlich zu gleichen Anteilen das Kind betreuen (was dann sehr häufig nicht er selber tut, sondern seine Mutter oder die Mrs. Next) wenn er vorher kaum Interesse daran zeigte? Will mir ernsthaft einer hier erzählen, daß es diesen Vätern tatsächlich um ihre Kinder geht, wo sie vorher doch ausreichend Möglichkeiten gehabt hätten, Zeit mit ihnen zu verbringen WÄHREND ihrer Beziehung mit der Mutter? Oder geht es nicht vielleicht doch eher um Unterhalt oder gar um Rache an der Ex, wohl wissend, daß die gemeinsamen Kinder der einzige Punkt sind, über den sie noch zu verletzen ist?

Hm? Komisch, daß Gerichte genau diese angebliche Rache aber immer der Mutter unterstellen, wenn sie keinen oder nur begrenzt Umgang gewähren will, nicht aber dem Vater, der ja nur sein Recht auf die heißgeliebten Kinder fordert. Das, was derzeit im Familienrecht abläuft, ist alles mögliche, aber sicher nicht zum Wohl der Kinder.

ps: ja, mir ist durchaus bewußt, daß es auch gute und nette Väter gibt, aber die benötigen i.d.R. keine Gerichte, um sich mit der Mutter zum Wohle der Kinder zu einigen. Ein Wechselmodell in hochstrittigen Fällen ist schlicht indiskutabel und diese Kinder werden diejenigen sein, die den Preis dafür zahlen. Sie zahlen ihn nach den neuen gesetzlichen Regelungen und der überall in den Medien propagierten Väterfreundlichkeit bei gleichzeitiger Entwertung der Mutterrolle schon länger. Tausende von entsorgten Müttern und NOCH mehr Inobhutnahmen sprechen eine mehr als deutliche Sprache, daß sich D A S dringend ändern muß und die Lösung lautet sicherlich NICHT, daß Väter nun die besseren Mütter sind, sondern endlich die Mutterrolle in unserer Gesellschaft wieder wert zu schätzen und angemessen für ihren harten Job zu bezahlen.

DAS WÄRE GLEICHBERECHTIGUNG!!!!

Otto Mueller - Stehende Zigeunerin mit Kind - ca1926.jpeg
By Otto Mueller – scan from a book, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11552475