Phoenix-Frauen: Lügen fürs Kind

„In den letzten beiden Tagen habe ich eine Diskussion auf Twitter verfolgt, bei der es um die Frage ging, ob man als Frau über die Gewalt des (Ex-)Partners öffentlich schreiben darf, wenn man gemeinsame Kinder hat. Die Richtung, in die diese Diskussion am Ende ging, zeigt ganz klar, wie falsch auch bei FamilienberaterInnen teilweise die Einstellung ist, wenn es um familiäre Gewalt geht. Das lässt tief blicken. Ich möchte insbesondere Menschen, die als ÄrztInnen, AnwältInnen oder TherapeutInnen und BeraterInnen mit Opfern häuslicher Gewalt zu tun haben, darum bitten, sich intensiver mit der Dynamik von Gewaltbeziehungen zu beschäftigen – vor allem auch mit den Folgen, die familiäre Gewalt für Kinder hat. Außerdem möchte ich darum bitten, das Kindes- und vor allem auch das Mütterwohl als Opfer in so einem Fall mal von einer anderen Position aus zu betrachten.“

 
Curtius Olympia 1 t07

Marco Germano: Wer zum Umgang gezwungen werden darf und wer nicht

„Unsere Gesetzgebung gibt in diesem Fall eine scheinbar klare Antwort. Das Kind hat ein Recht darauf beide Elternteile regelmäßig zu sehen, die Eltern sind zum Umgang „berechtigt und verpflichtet“.(1)

Soll heißen: Sie müssen ihre Kinder besuchen, wenn diese den Kontakt zu ihnen suchen.

Soweit die Theorie. Wenn man sich jedoch die derzeitige Praxis anschaut, wird leider schnell klar, dass der Umgang für viele Kinder weniger ein Recht sondern viel mehr eine Pflicht ist.

Während Kinder auf der Grundlage von fragwürdigen Theorien wie z.B. dem PAS(2) zum Umgang gezwungen werden, hat das Bundesverfassungsgericht 2008(3) festgestellt, dass Eltern, die keinen Kontakt mit ihren Kindern haben möchten, nicht zugemutet werden kann, zum Kontakt verpflichtet zu werden.
Die Argumentation dabei ist ganz einfach. Es wird behauptet, dass Kinder, die den Kontakt zu einem Elternteil ablehnen, sich den Kontakt in Wahrheit doch wünschen, und ihre vorgegebene Ablehnung von anderen (meistens dem anderem Elternteil) übernommen hätten.

Merkmale dieses „übernommen“ Willens sollen sein, dass Kinder dem einen Elternteil ausschließlich positive, dem abgelehnten Elternteil ausschließlich negative Eigenschaften zuschreiben. Weiterhin gilt als verdächtig, wenn sie keine realistischen Gründe für die Ablehnung nennen können, oder wenn die Schilderungen von belastenden Erlebnissen nicht mit den dazu passenden Emotionen verbunden sind.

Personen, die Kinder in dieser Weise beeinflussten, so die in Fachkreisen häufig vertretene Meinung, handelten aus egoistischen Motiven und fügten den Kindern schweren Schaden zu. Die Aussagen der Kinder dürften deshalb nicht ernstgenommen werden. Notfalls müssten sie vom „programmierenden“ Elternteil isoliert werden und beim abgelehnten Elternteil leben.

Was auf den ersten Blick in Teilen überzeugend wirkt, stellt sich bei genauerem hinsehen jedoch als sehr zweifelhaft raus…“

weiter hier:

http://ignorierterwille-aktuelles.blogspot.de/2015/03/umgangsrecht-wer-zum-umgang-gezwungen.html

Van Gogh - Junger Mann mit Mütze

„Vater sein braucht Zeit“ — JOCHEN KÖNIG

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lud heute Vormittag unter dem Motto „Vater sein braucht Zeit“ in den Spreespeicher und es war gruselig. Ein Bericht des Grauens: Dass im ersten Teil der Veranstaltung immer wieder der richtungsweisende Erfolg des Elterngelds beschworen wird, lässt sich noch verschmerzen. Ich bin da zwar anderer Ansicht, aber…

über „Vater sein braucht Zeit“ — JOCHEN KÖNIG

Der kaukasische Kreidekreis oder Leben trotz modernen Familienrechts

Nach einem Staatsstreich gegen Mütter werden alle Kinder zwischen den getrennten Eltern zu gleichen Teilen aufgeteilt.

So auch diese Familie, in der Folgendes geschah:

Die Mutter zog wegen häuslicher Gewalt aus der gemeinsamen Famillienwohnung aus. Sie ließ aber ihren Sohn Michel nicht zurück, denn er war noch ein Säugling. Dies missfiel dem Vater von Michel sehr. Er war erbost, wie sie es nur wagen konnte auszuziehen. Ohne ihn ist sie schließlich ein Nichts ! Sie war offensichtlich zum Scheitern verurteilt ! Das Kind sollte schnellstmöglich zurück zu ihm, denn er hat ein Recht auf sein Kind ! Michel war aus Sicht des Vaters alt genug, um über längere Strecken ohne die Mutter zurecht zu kommen, und diese Stillerei war ihm eh schon immer ein Dorn im Auge.

Da es der Mutter nicht erlaubt ist mit ihrem Kind aus dem Umkreis des Vaters zu ziehen, musste sie in derselben Stadt verbleiben. Glücklicherweise konnte die Mutter mit Kind bei ihrem Bruder sicheren Unterschlupf finden. Als dem Vater die neue Adresse von Mutter und Kind bekannt war, ging er sofort zum Jugendamt und informierte sich über seine Rechte. Die Mitarbeiter des Jugendamts bestärkten den Vater vehement, auf sein Umgangsrecht mit dem Kind zu pochen, denn selbst ein gewalttätiger Vater kann schließlich ein guter Vater sein. Also suchte er Mutter und Kind immer wieder bei der neuen Adresse auf und versuchte mit Nachdruck Zutritt zu erhalten. Lautstark erhob er alleinigen Anspruch auf das von ihm gezeugte Kind: Das Kind sollte nach seinen Erziehungsmethoden aufgezogen werden ! Als das Jugendamt davon erfuhr, dass die Mutter das Kind vor dem Vater schützte und Dinge sagte wie „Ein Kind gehört von Natur her zur Mutter – ein Säugling noch mehr. Ich habe es geboren und zur Welt gebracht. Nichts ist der Mutterliebe gleich.“ attestierte das Amt ihr Bindungsintoleranz sowie eine symbiotische Beziehung zum Kind. Die Mutter-Kind-Bindung war ganz offensichtlich viel zu stark, es galt diese zu lösen.

Der Fall wird an das Familiengericht übergeben. Der zuständige Richter war naturgemäß kein Kinderpsychologe, ihm waren die Bedürfnisse eines Säuglings unbekannt oder wahlweise völlig egal. In dem zu verhandelnden Fall ordnete er an, dass der Beweis der Vaterschaft durch einen bestimmten dafür vorgesehenen Test zu erbringen war. Dazu wurde ein Kreis mit Kreide auf den Boden des Gerichts gezeichnet, der Säugling wurde sodann in die Mitte gelegt. Beide Eltern sollten nun gleichzeitig versuchen, das Kind zu sich aus dem Kreis herauszuziehen, denn es heiße „die wahre Mutter wird die Kraft haben, ihr Kind aus dem Kreis zu reißen“.

Herrisch riss der Vater sein Kind an sich. Dies löste bei der Mutter tiefstes Mitleid für ihr Kind aus – unendlich traurig ließ sie los – das wahrhaft Mütterliche liebt und strebt nach Heilung des Kindes, nicht nach Schmerz. Der Vater jedoch hatte das Kind nun in Besitz und ließ es nicht mehr los. So wurde nicht der leiblichen Kindesmutter das Kind zugesprochen, sondern dem Vater. Der Richter stellte fest, dass der Vater ein Anrecht auf seinem Sohn habe und die Mutter versuchte, dies zu verhindern. Aus diesem Grund musste die Mutter Kind laut Familiengericht mit der Konsequenz der Trennung vom Kind bestraft werden. Der Vater heiratete erneut und machte seine neue Frau zur Mutter. Der leiblichen Mutter verweigerte er jeglichen Kontakt zum Sohn.

Doch hieß es nicht „dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind“ ?

poorbaby

An die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstellen

Sehr geehrte Mitarbeiter von Erziehungsberatungsstellen,

immer wieder wenden sich traumatisierte Mütter an Mütterinitiativen, um von ihren Erfahrungen mit Erziehungsberatungsstellen zu berichten.  Und fast immer laufen die Gespräche ähnlich ab, nämlich folgendermaßen:

Die Mutter hat ein Kind, das sie beschützen möchte vor dem Vater des Kindes. Der Vater hat das Kind entweder sexuell missbraucht, schwere körperliche Gewalt angewendet, schwere psychische Gewalt angewendet (mit häufig schweren physischen psychosomatischen Folgen für das Kind) oder Mutter und Kind bedroht. Es ist klar ersichtlich, dass dieser Vater einen großen Schaden für das Kind bedeutet, wenn er weiter Zugang erhält. Teilweise ist ein dauerhafter Schaden sogar schon entstanden.

Schwer schockiert von den Erlebnissen mit dem Vater des Kindes wendet sich die Mutter angstvoll an eine Beratungsstelle. Dort erwartet sie Hilfe. Doch dann kommen Beraterinnen wie Sie ins Spiel: Sie erklären der Mutter, dass es gut sei für ein Kind, wenn es einem sexuellen Missbraucher oder Gewalttäter ausgeliefert wird, weil dieser Mann ja sein Vater sei.

Was Sie bei der Mutter anrichten, wird Ihnen gar nicht bewusst sein. Vermutlich denken Sie sich gar nichts dabei und wollen der mal klaren Wein einschenken, wie väterliche Gewalt (und hier geht es nicht um einen Klaps auf den Hintern oder einen Abwehrtritt gegen ein tretendes Kind) hier so gesehen wird, nämlich völlig unkritisch. Das hat man als Mutter zu akzeptieren, und als Kind, zum eigenen Wohl, zu ertragen.

Aber während Sie diese Mutter in drei Wochen nach unzähligen anderen Gesprächen vergessen haben, wird diese Mutter Sie nie mehr vergessen. Sie wird Ihren Namen vielleicht vergessen, Ihr Gesicht, Ihre Mimik, Ihre Gestik, Ihre Worte aber nie mehr. Sie geht im Schock aus diesem Gespräch heraus. Ihr wird klar, wie ohnmächtig sie in diesem Land ist, in dem es als moralisch verwerflich angesehen wird, sein eigenes Kind zu beschützen.

Sie kann viele Tage nicht mehr schlafen, und das Gespräch mit Ihnen brennt sich in ihr Gedächnis ein. Wie soll eine Mutter einsehen, dass es doch gut für das Kind ist, zu einem schädigenden Vater zu gehen. Aus der Ohnmacht, aus dem Schock durch das Gespräch mit ihnen entwickelt sich ein Trauma.

Viele Mütter berichten, dass die Erlebnisse mit dem Vater des Kindes schlimm waren, aber noch viel schlimmer seien die Reaktionen der Beratungsstellen gewesen. Diese haben die Mütter erst richtig traumatisiert, das Trauma geradezu potenziert. Häufig werden die Mütter von solchen Gesprächen psychisch krank.

Jedes Flugzeugentführungsopfer, jeder Zeuge eines Amoklaufs hat ein Recht auf seine Gefühle. Er wird gehört, er wird betreut. Und auch 20 Jahre später darf er noch mit Marotten leben, die ihm die Menschen verzeihen. Und selbstverständlich wird er die Verbrecher nie mehr in seinem Leben sehen müssen, außer vielleicht auf einer Anklagebank.

Für eine Mutter gibt es diesen Ausgang aus dem Trauma nicht. Sie muss zum Vater weiter Kontakt halten, ihre Gefühle werden nicht akzeptiert, die Beratungsstellen stellen sich auf die Seite der Täter. Das ist brutale psychische Gewalt gegen Mütter und Kinder.

In vielleicht dreißig Jahren, wenn die heutigen Opfer (hier die Kinder) vierzig sind, werden vermutlich lange Reportagen in der Presse erscheinen, über Kinder, die nun nach langen Therapien, an die Öffentlichkeit gegangen sind, die in alten Gerichtsakten suchen und dort Berichte von Sozialarbeitern lesen, in denen diese den Kontakt zum missbrauchenden oder gewalttätigen Vater befürworten, weil er der Vater sei. Und diese Sozialarbeiter, inzwischen ergraut und in Rente, werden antworten: Ja, es war doch damals nun mal so….man kennt diese Nachher-Sprüche aus anderen Zeiten nur zu gut.

Aber ich kann Ihnen sagen: es ist nun mal nicht so. Jeder hat einen eigenen Verstand. Und dieses Verstandes können sich einigermaßen intelligente Menschen auch bedienen. Ich bitte Sie, sich Gedanken zu machen, ob Sie Kinderleben wirklich einer Ideologie opfern wollen. Der Väter-Ideologie.

Eine Mutter

2014 Courge Halloween passive-agressive

Was im Moment so alles in den Familiengerichten abgeht…

Ich traue in diesem Familienrechtssystem mittlerweile niemandem mehr, das ist mittlerweile ein riesiger Industriezweig mit Einnahmen, die unvorstellbar sind. Jeder verdient dran: Gutachter, Jugendämter und deren Träger, Verfahrensbeistände, Anwälte, Verfahrensbeistände (die seit Jahren vom VafK selber ausgebildet werden und dann die angeblichen Interessen der „Kinder“ vor Gericht vertreten, ich lach mich tot) externe Kinderverwahrungsorte wie Heime und Pflegefamilien, Umgangspfleger und und und….

NATÜRLICH geht es dabei um wirtschaftliche Interessen, und nicht wirklich um das Kindeswohl, ginge es darum, würde man nicht seit Jahren dulden, daß Mütter nebst Kindern in die Armut rutschen. Auch würde man dafür sorgen, daß die 75 % der unterhaltspflichtigen Väter, die nicht oder viel zu wenig zahlen, mal energischer zur Kasse gebeten werden, man duldet aber deren Zahlungsweigerung seit vielen Jahren einfach und hat jetzt DIE Lösung:

Wechselmodell – und schon brauchen sie nicht mehr zahlen und auch Väterchen Staat zahlt dann keinen Unterhaltsvorschuß mehr, den er eh nur bis zum 12. Lebensjahr zahlt. Machen wir doch einfach aus der Mutter-Kind-Bindung eine angeblich überbewertete Farce und geben den Vätern die Kinder. Die Erfahrung zeigt nämlich, daß nicht nur Gewaltschutz für Frauen und Kinder über die Väterrechte seit längerem komplett ausgehebelt wird, sondern auch, daß viele Väter immer öfter die Kinder einfach GANZ einbehalten (Kindesentzug) und die Gerichte dann monatelang untätig bleiben.

Die werden nur sofort tätig, wenn die Mutter dem Vater keinen Umgang gewährt und drohen dann den Müttern mit Verlust von Sorgerecht und Kind. DAS ist an vielen Gerichten mittlerweile ein Fakt, den immer mehr Kinder und Mütter zu spüren bekommen. Väter haben schon längst das „Opferabo“ für sich gepachtet und fast jeder der Verfahrensbeteiligten glaubt ihnen, ohne auch nur mal ansatzweise bei diesen Vätern, die die Mutter nebst Kindern jahrelang vor Gericht ziehen, genauer hinzuschauen, ob es sich vielleicht um maligne Narzißten handelt, die die Fakten mit Hilfe ihrer Anwälte raffiniert verdrehen und allen Leuten geschickt was vormachen.

Nö, stattdessen wird den Müttern Bindungsintoleranz vorgeworfen und unterstellt, sie seien nicht fähig, auf Elternebene zu kommunizieren und dergleichen mehr… Ich kenne die letzten Jahre immer mehr und mehr Fälle wo die Mütter komplett entsorgt werden und die Gerichte, Jugendämter usw. unterstützen die Väter noch dabei… weil sie ja per se nur die Opfer einer rachsüchtigen Ex sind, die ihnen nur die heißgeliebten Kinder vorenthalten will.

Nur komisch, daß oft genau diese Väter in der Regel VOR einer Trennung so gut wie kein Interesse am Nachwuchs hatten, das entsteht meist erst dann, wenn sie Unterhalt zahlen sollen. Es gäbe ganz einfache Methoden, diese Kriege zum Wohl der Kinder zu vermeiden: Bezahlung der Mütter für ihren wichtigen und anstrengenden Job, der immens wichtig für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist (natürlich schon VOR einer Trennung, nämlich von Geburt an) und bei Streitigkeiten bleiben die Kinder bei dem, der auch VOR der Trennung sich hauptsächlich um die Kinder kümmerte und der Umgang zum anderen Elternteil sollte auch NACH einer Trennung das Zeitmaß nicht überschreiten, wie sie sich zuvor um die Kinder bemühten.

Warum sollte ein Vater, der zuvor nur seltenst mehr als der „Gute-Nacht-Sag-Papa“ war plötzlich zu gleichen Anteilen das Kind betreuen (was dann sehr häufig nicht er selber tut, sondern seine Mutter oder die Mrs. Next) wenn er vorher kaum Interesse daran zeigte? Will mir ernsthaft einer hier erzählen, daß es diesen Vätern tatsächlich um ihre Kinder geht, wo sie vorher doch ausreichend Möglichkeiten gehabt hätten, Zeit mit ihnen zu verbringen WÄHREND ihrer Beziehung mit der Mutter? Oder geht es nicht vielleicht doch eher um Unterhalt oder gar um Rache an der Ex, wohl wissend, daß die gemeinsamen Kinder der einzige Punkt sind, über den sie noch zu verletzen ist?

Hm? Komisch, daß Gerichte genau diese angebliche Rache aber immer der Mutter unterstellen, wenn sie keinen oder nur begrenzt Umgang gewähren will, nicht aber dem Vater, der ja nur sein Recht auf die heißgeliebten Kinder fordert. Das, was derzeit im Familienrecht abläuft, ist alles mögliche, aber sicher nicht zum Wohl der Kinder.

ps: ja, mir ist durchaus bewußt, daß es auch gute und nette Väter gibt, aber die benötigen i.d.R. keine Gerichte, um sich mit der Mutter zum Wohle der Kinder zu einigen. Ein Wechselmodell in hochstrittigen Fällen ist schlicht indiskutabel und diese Kinder werden diejenigen sein, die den Preis dafür zahlen. Sie zahlen ihn nach den neuen gesetzlichen Regelungen und der überall in den Medien propagierten Väterfreundlichkeit bei gleichzeitiger Entwertung der Mutterrolle schon länger. Tausende von entsorgten Müttern und NOCH mehr Inobhutnahmen sprechen eine mehr als deutliche Sprache, daß sich D A S dringend ändern muß und die Lösung lautet sicherlich NICHT, daß Väter nun die besseren Mütter sind, sondern endlich die Mutterrolle in unserer Gesellschaft wieder wert zu schätzen und angemessen für ihren harten Job zu bezahlen.

DAS WÄRE GLEICHBERECHTIGUNG!!!!

Otto Mueller - Stehende Zigeunerin mit Kind - ca1926.jpeg
By Otto Mueller – scan from a book, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11552475

Von Mutter zu Mutter über aktuelle Entwicklungen im Familiengericht

„Das, was du und ganz viele andere hier seit Jahren beschreiben, hat für mich System und ist eine sehr erfolgreiche Taktik (incl. gravierender Folgen für Mütter und Kinder) einer sehr einflussreichen und finanzkräftigen Lobby – den maskulistischen Väterrechtlern! Zu diesen gehört übrigens neben viel Prominenz und Hochfinanz z.B. auch ein Herr Ex-WetterExperte (er ist zwar kein Vater, unterstützt sie trotzdem, zumindest sagte er das bei einem Interview… die Wortschöpfung „Opferabo“, die von den Väterrrechtlern so gerne benutzt wird, stammt ja von ihm) … und natürlich ist er unschuldig….

Ich empfehle wirklich jedem die Lektüre „Maskulisten“ von Kemper… das ist ein ähnlicher Augenöffner wie „Masken der Niedertracht“ … und wer sein Exemplar von Kindsvater darin wieder erkennt, dann ist dies kein dummer Zufall… ich fürchte, das dürften nicht wenige vom Familiengerichtsprozessen betroffene Mütter sein und ich glaube nicht an solche „Zufälle“ und sehe Zusammenhänge.

Väterrechtler behaupten ja gerne, frau sei paranoid und hänge Verschwörungstheorien an… bevorzugte Strategie oft: genau DAS dem Gegenüber unterstellen, was auf einen selber punktgenau zutrifft…

Gutachter müssten dahingehend viel mehr Zeit mit beiden Eltern und Kindern verbringen und auf diese hochkomplexe non-physische Partnerschaftsgewalt-Thematik geschult werden und Kindväter diesbezüglich „unter die Lupe“ nehmen – bei Hochstrittigkeit und Sorgerecht, sogar nur bei Umgang schon… ich tippe jetzt mal blind und tiefgestapelt auf eine Trefferquote von mind. 50% der hochstrittigen Fälle… eine ausführliche Studie DARÜBER würde mich echt mal interessieren.

Aber lieber werden Naturgesetze neu erfunden und als bahnbrechende neue „wissenschaftliche“ Erkenntnisse bejubelt. Nicht zu fassen. Wisst ihr was, ihr sog. “Experten“, die ihr über Kinder und deren ganzen weiteres Leben entscheidet? Beschäftigt euch doch erst mal mit Partnerschaftsgewalt und den dazugehörigen Dynamiken, sowie mit malignen Narzissten, die insbesondere die Form der non-physischen Gewalt bekanntermaßen sehr oft nach außen hin jahrelang unsichtbar ausüben, oft auch an Mutter UND den Kindern, in sehr vielen Fällen rechtlich nicht nachweisbar derzeit, weil die Gesetze nicht ausreichen…

Stattdessen wird lieber der Mutter ALLES zu Lasten gelegt, z.B. die Weigerung der Kinder zum Vater zu gehen, ja, sie soll ihre Kinder gefälligst positiv ermutigen oder ihr werden dann sogar Falschbeschuldigungen unterstellt, obwohl JEDER wissen müsste, dass Opfer fast immer erst anfangen zu reden (bei Müttern) oder verhaltensauffällig werden (bei Kindern), wenn der Täter weg ist… und danach eigentlich der Ruhe, ja oft sogar der Trauma-Therapie bedürften, um sich davon erholen zu können… statt ständig über die Kinder und oft genug auch nebst der Kinder mit Hilfe dieses UN-RECHTS-Systems legalisiert weiter terrorisiert werden zu können…dies ist rechtlich gesehen, Beihilfe zur weiteren Misshandlung und auch unterlassene Hilfeleistung.

Um dem Sahnehäubchen noch die Kirsche oben drauf zu setzen, wird natürlich die Verhaltensauffälligkeit des Nachwuchses, der NACH der Beziehung auftritt, natürlich, wie soll es anders sein, der Mutter angelastet… statt mal auf Folgen von non-physischer Gewalt zu achten… echte fachlich (in)kompetente Glanzleistung quasi … und zwar vom gesamten System: Richter, Verfahrensbeistände, Umgangspfleger, Gutachter etc.

Gewaltschutz (der vor non-physischer Gewalt, z.B. u.a. bei Stalking, als auch vor physischer Gewalt schützen soll) ist für dich und deine Kinder komplett abgeschafft, sobald du gemeinsame Kinder mit einem (malignen) Narzissten hast… DAS ist mittlerweile schon längst an vielen Gerichten, Jugendämtern, sogar beim Kinder“schutz(!?)“bund, in der Familienberatung und dergleichen bittere Realität und es wird immer schlimmer. Im Zweifel FÜR den Angeklagten gilt bei nicht-beweisbarer Gewalt, ja schön…die Lösung heißt dann Umgang um jeden Preis, oft genug heißt sie mittlerweile dann sogar „Kinder zum Vater bei Weigerung der Mutter“ auch wenn der Bundesgerichtshof klar stellte, dass Umgangsverweigerung NICHT zum Entzug der Kinder berechtigt.

Ihr dazugehörigen Fachleute: all das bei Hochstrittigkeit doch bitte erst mal überdenken und beim Kindvater prüfen, bevor ihr der Mutter in meist wissenschaftlich unhaltbaren Gutachten Erziehungunfähigkeit, PAS, Bindungsintoleranz, unkooperatives Verhalten, zu enge Bindung zum Kind (!?) (oder sogar Kleinstkind oder Säugling, wo es dann anfängt absurd zu werden), u.v.m. attestiert bei hochstrittigen Fällen, wenn Mütter Umgänge nicht mehr zulassen können zum Schutz ihrer Kinder ! Hört auf dann dieser Mutter die Schuld zuzuweisen für die „fehlende Elternebene“ , weil sie ja angeblich hysterischer, aggressiver, instabiler, unkooperativer usw. ist und wegen einschlägiger Vorfälle keinen Umgang zum Kindsväter unterstützen kann. Schon mal drauf gekommen, dass es sich bei diesen Fällen oft um eine Beziehungsdynamik mit einem gewaltausübenden, manipulativen, malignen Narzissten handelt?

Aber da ihr ja so schlau seid mit eurem studierten oder im angegliederten „Helfer“-system erworbenen ideologisiertem „Wissen“, und euch fachlich spezialisiert auch in dieser Thematik bestens auskennt, werden ja so viele Kindsväter in sehr ausführlichen „Diagnose“-Sitzungen von unglaublichen 2 Terminen à 2 Stunden fachlich ach so „fundiert“ untersucht. Dabei haben es doch  kaum anerkannte Spezialisten zum Thema Narzissmus nach Jahren auf diesem Gebiet zu vielen Erkenntnissen gebracht, da diese Menschen sich i.d.R. weder intensiver untersuchen lassen, geschweige denn wirklich therapieren lassen. Deswegen fehlen Kenntnisse darüber, woran man als Außenstehender, der demjenigen nicht einmal sehr nah steht, diese Störung zweifelsfrei erkennt und wie eine solche Störung behandelbar sei. Die Erfolgsaussichten für eine erfolgreiche Behandlung sind sogar NOCH bescheidener.

Ich erkenne diese Dinge in unglaublich vielen Geschichten, weil ich mich so lange mit Partnerschaftsgewalttätern, malignen Narzissten usw. beschäftigt habe und da braucht mir auch keiner von diesen ganzen „Experten“ etwas erzählen…
WENN in hochstrittigen Fällen ein Familiengutachten gemacht werden soll, welches nun mal sehr entscheidend für das zukünftige Kindeswohl ist, muss DIESER Aspekt mit untersucht werden ! Definitiv muss hier mehr Intensität bei den Vätern erfolgen, da es nach unserer Wahrnehmung Männer nun mal viel häufiger betrifft und es dort also wahrscheinlicher ist. Am besten wären zusätzlich gemeinsame Sitzungen mit einem Therapeuten/Gutachter, der sich mit Trauma, Narzissmus, Täter- und Opferarbeit bestens auskennt, um Kinder vor genau diesen Fällen zu schützen, DAS wäre echter Gewaltschutz und echtes Interesse am Kindeswohl!

Das Interesse der Väter, die sehr massiv am Familiengericht gegen Mütter vorgehen, gilt sehr oft nicht dem Kind, sondern dem Ziel, Macht zu haben, sich zu rächen und andere leiden zu lassen, die sie (oft vermeintlich) gekränkt oder gedemütigt haben. Genauso bekannt ist über diese Störung, dass viele dieser Menschen keine Skrupel haben und über Leichen gehen, wenn ihnen das möglich ist…

Mit der neuen Gesetzgebung und der neuen, extremen Väterfreundlichkeit allerorten wird aber genau diesen Partnerschaftsgewalttätern jede Tür sperrangelweit geöffnet, genau diese Kinder nebst ihren Müttern „legalisiert“ jahrelang weiter zu terrorisieren. Auf solche Dinge müssten Verfahrensbeistände, Richter, Jugendämter, Gutachter eigentlich achten !

Es MUSS dringend Weiterbildungen dafür geben für alle Verfahrensbeteiligten, die hochstrittige Fälle mit bearbeiten, wie ich finde. Begründung: maligne Narzissten können Menschen (egal wie professionell sie sind), die sie nur gelegentlich sehen und sprechen, perfekt etwas vorspielen, und sie sind obendrein sehr häufig äußerst charmant, nach außen hin offen, fröhlich, verständnisvoll, integer, vertrauenswürdig… manche sind alles davon zugleich …

Die neue (Un)Rechtssprechung sagt: Väter haben die gleichen Rechte wie Mütter, das ist eindeutig der Trend und das Ziel, wo es hingehen soll, aber eigentlich eine als Gleichberechtigung der Männer bezeichnete und getarnte Ent-Mutterung per angeblichem „Kindeswohl“-Mäntelchen (großflächige Entrechtung der Mutter) und auch die heftige Antwort auf die „Gleichberechtigung“ der Frau von den ach so schwer gebeutelten Maskulinisten!

Wir – Kinder und Mütter- werden gesellschaftlich grad zu menschenrechtlichem Staub zerrieben zwischen einem vermännlichten, patriarchalem Bild, einer un-mütterlichen Karriereristin in einem grauem, nichtssagendem Konzern und den Väterrechtlern, die auf die so wichtige Mutter-Kind-Bindung pfeiffen !

Es ist enorm wie viele Mütter und Kinder von Psychopathen umgebracht werden, die in ihren wilden Phantasien vom Familiengericht und dem zugehörigen Helfersystem nicht durchschaut wurden und scheinbar oft von denselben Leuten noch angestachelt wurden. Berichte häufen sich in den Medien nicht nur scheinbar, vielmehr ereignen sich  diese Tragödien in der Realität noch viel viel öfter, ohne dass darüber berichtet wird, wenn es keine Toten oder Schwerstverletzte gab, außer entmutterte Kinder.

Warum achten die ganzen offiziellen Stellen auf solche Dinge nicht, um endlich all das familienrechtlich erzeugte Leid zu verhindern? Es ist nämlich bekannt, dass all das auf sehr viele Partnerschaftsgewalttäter zutrifft, insbesondere auf die, die zu schlau sind, um nachweisbar zuzuschlagen oder die Frau öffentlich und nachweisbar zu bedrohen.

Dies sind keine Einzelfälle, sondern schlicht eine klar feststellbare steigende Tendenz, rein „zufällig“ einhergehend mit immer mehr Inobhutnahmen und Fremdunterbringungen von Kindern.“

 

 

Vrouwe Justitia Zutphen

Susanne Schädlich: Recht für Väter ist Pech für Mütter

„Alleinerziehende werden in Deutschland alleingelassen. Es gibt noch zu viele bürokratische Lücken, die Unterhaltszahlungen aushebeln, meint die Schriftstellerin und Journalistin Susanne Schädlich. Die Konsequenzen tragen vor allem Mütter und Kinder.

Es kann vorkommen, dass die Nachkommen mit dem Einkommen nicht auskommen. Vor allem sind es alleinerziehende Frauen, die hierzulande mit ihrem Einkommen für sich und die Nachkommen nicht auskommen. Obwohl sie arbeiten, oft Vollzeit. Jede fünfte Familie von acht Millionen Familien ist eine Ein-Elternfamilie, Tendenz steigend. Zu 90 Prozent ist dieser eine Elternteil eine Frau. Die meisten von ihnen meistern den Spagat zwischen Beruf, Haushalt und Fürsorge für die Kinder. Auf Mutterliebe ist eben Verlass. Das wissen die Ex-Partner.“

weiter hier: http://www.deutschlandradiokultur.de/alleinerziehende-recht-fuer-vaeter-ist-pech-fuer-muetter.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=364277

Umgangsgewalt an schreienden Babys – eine Mutter zur Situation in den Familiengerichten

Kommentar zum Blogartikel „Appell einer Mutter an Presse und Öffentlichkeit“

„Solche Fälle sind mir sehr sehr viele bekannt, nicht nur bei Säuglingen ist diese Umgangspraxis fatal, sondern auch bei schon etwas „Größeren“…

Weder Gewalt gegen die Mutter, noch gegen die Kinder selber verhindert Umgang noch (außer es gibt gebrochene Knochen o.ä.). Kinder, die nicht beim Vater übernachten wollen, werden dazu gezwungen, teils werden Kleinkinder schreiend von der sogenannten Umgangsbegleitung und dem Vater abgeholt.

Dabei wird angeblich auf das Recht des Kindes auf beide Eltern gepocht, obwohl es in Wahrheit um die Rechte des Vaters geht. Wollen Kinder nicht zum Umgang oder gar nicht beim Vater übernachten, hat die Mutter, selbst wenn sie diesen aus guten Gründen nicht befürworten KANN, gefälligst „positiv“ auf das Kind einzuwirken und den Umgang zu fördern und zu begrüßen. Gelingt ihr das nicht, wird ihr negative Beeinflussung des Kindes vorgeworfen, bis hin zur angeblich manipulativen Umgangsvereitelung, was mit Strafen (Geldstrafen) oder sogar Androhung von Sorgerechtsentzug geahndet wird. Das ist nichts anderes als Nötigung. Interessiert aber im Familiengericht und den anhängigen Institutionen genauso wenig, wie andere (z.B. Strafrechts-) Verfahren, die gegen den Vater laufen. Auch ganz klar bewiesene Lügen werden ignoriert.

Äußerungen wie „…ein schlagender Partner kann trotzdem ein guter Vater sein“ oder „…da das ja schon einige Jahre her ist, also spielt das heute keine Rolle mehr“ oder auch „…das stimmt alles nicht, das sagt sie nur, um dem armen Vater die Kinder zu nehmen“ (dass der Vater z.B. Mutter und Kind mit einer Machete bedrohte) und andere unfassbare Aussagen hören Mütter nicht selten am Jugendamt oder Gericht, von sogenannten Gutachtern, die teils gar nicht die nötige Qualifikation haben, oder auch mal gerne von Verfahrensbeiständen, die angeblich die Rechte des Kindes vertreten.

Interessanterweise bilden die maskulistischen Väterrechtsorganisationen, in denen viele sehr einflussreiche Väter sitzen, genau diese familiengerichtlichen Helfer seit Jahren aus: Verfahrensbeistände. Väterrechtler, die als Verfahrensbeistände für die Kinder (man bemerkt die Ironie hoffentlich?) vor Gericht mit entscheiden sollen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das schlägt sich sehr deutlich in sämtlichen bundesweiten Berichten von Müttern nieder, die ich seit 10 Jahren mitbekomme, mitlese, hautnah miterlebe.

Kinderlose Feministinnen oder auch neue Partnerinnen von radikalen Väterrechtlern auf der einen Seite, Maskulisten auf der anderen und dazwischen werden die Mütter zermahlen, und mit ihnen oft genug ihre Kinder. Die einen haben die natürlichen Bedürfnissen von Mutter und Kind – plus die so lebenswichtige Mutter-Kind-Bindung – vergessen. Die radikalen Väterrechtler rächen sich an jeder Mutter für Trennung, die oft genau als Ehrverletzung erlebt wird. Es ist bekannt, dass Mütter über ihre Kinder massivst angreifbar ist, es wird Ihnen die Hölle auf Erden bereitet, der Gewaltschutz wird ausgehebelt über das Werkzeug Kind, das dabei als Waffe benutzt wird. Die Kirsche auf dem Ganzen: selbstverständlich ist es in den meisten Fällen die Mutter, die das Kind angeblich aus Rache instrumentalisiert, wenn die Kinder selber keinen Umgang wollen oder es ihnen danach schlecht geht. Die Mutter ist demnach immer schuld, denn sie überträgt ihre Abneigung gegen den Vater… natürlich… das liegt selbstverständlich NICHT daran, dass der öffentlich so smarte Vater vielleicht schlicht allen was vormacht… (was nebenbei bemerkt, eins der auffallendsten Merkmale bei malignem Narzissmus ist)

…und mal ehrlich, wie wohlgesonnen kann und darf man also Mutter einem Menschen gegenüber sein, der sowohl sie selber oder vielleicht sogar auch die Kinder verbal, emotional, finanziell, psychisch (oder sogar physisch) misshandelte und danach „rechtmäßig“ damit weiter machen darf, obwohl jeder weiß, dass ein evtl. sogar jahrelanges Trauma nach solchen Erlebnissen, der Ruhe und des Abstandes vom Peiniger bedarf… wen wundert dann bitte, dass Mütter vor Gericht vehement versuchen, ihre Kinder zu schützen. Natürlich erfahren sie oft das „Totschlag-Argument“ gegen sich, sie seien hysterische oder gar psychisch krank und ähnliches. Immer gern ist ein Gutachter zur Stelle, um dies zu bestätigen und Erziehungsfähigkeit der Mutter anzugreifen. Oft genug geschieht dies ohne jegliche wissenschaftliche Standards, einfach nach Gusto (siehe aktuelle Ergebnisse zum Thema von Fernuniversität Hagen und Prof. Leitner). All dies ist natürlich sehr kostspielig für Mütter, denn sogar verleumderische Gutachten wollen bezahlt werden, familiengerichtliche Helfer und Anwält sowieso. Unzählige Mütter werden so mitsamt Kindern obendrein in ein finanzielles Desaster stürzen.

Viele Familienanwälte raten ihren Mandantinnen mittlerweile, besser keine Gewaltvorwürfe oder gar den eines sexuellen Missbrauches zu erwähnen, sobald es um Umgang zum Vater, Sorgerecht, usw… geht, wenn es nicht eindeutig zu beweisen ist. Man läuft sonst Gefahr, als Lügnerin dargestellt zu werden, das Schlagwort „Missbrauchs mit dem Missbrauch“ z.B. wird oft genug verwendet…als sei das die Regel oder die Mehrzahl aller Fälle, obwohl jeder normale Mensch weiß, dass Opfer nahezu immer erst dann reden, wenn der Peiniger aus dem Haus ist… auch die, die keine gebrochenen Rippen oder eingeschlagenen Zähne als Beweis haben… dass die meisten Fälle nicht mal angezeigt werden… und dass von den angezeigten die meisten entweder nicht verurteilt werden oder zur Bewährung weiter rumlaufen dürfen, nur die schwersten Fälle gehen tatsächlich für unglaublich „strenge“ 2-3 Jahre hinter Gitter…

Mal ne Frage: Warum schaffen wir den Gewaltschutz eigentlich nicht gleich ganz ab? Er ist doch sowieso für ganz viele Kinder und Mütter nur noch eine Farce. Sexuellen Missbrauch sollten wir dann vielleicht in diesem Zuge auch gleich erlauben, ist ein Abwasch, also 2 Fliegen mit einer Klappe quasi. Es erspart den Familiengerichten direkt jede Menge Arbeit.

Da braucht sich z.B. auch die Mutter keine Gedanken mehr machen, die ein Mädchen mit in die Beziehung zu einem Täter brachte, ein zweites Mädchen mit ihm bekam und als sie sich wegen andauernder Gewalt trennte, von der Großen erfuhr, dass diese jahrelang missbraucht wurde, was 2 psychologische Gerichtsgutachten eindeutig belegen, wofür er auch „verurteilt“ wurde und in dem Familienverfahren wegen Umgang zur jüngeren gemeinsamen Tochter verdonnert der Richter diese Mutter dazu, ihr Kind gefälligst zu ermutigen zu den Kontakten, Umgang müsse stattfinden, dem jüngeren Kind sei ja nichts passiert.

Wohlgemerkt: Das ist ein realer Fall! … Stimmt nicht? Oh doch! Ist ein Einzelfall? Oh nein!

Oft genug liest man immer wieder von Tötungen von Mutter (und Kind), das ist längst keine Seltenheit mehr. Mich würde eine Statistik, wie viele Frauen ihren Ex umbringen und wie viele Männer im Vergleich dazu ihre Ex, mal brennend interessieren. Ich kenne alleine aus unserem kleinen Nest hier bereits 3 Frauen, die getötet wurden und viele andere, die massive Gewalt und Bedrohungen erlebten oder noch erleben… und die Mütter, die ich aus bundesweiten Selbsthilfegruppen „kenne“, sowie deren teils absolut krassen teils schon fast surrealen Geschichten, die kann ich gar nicht mehr beziffern.

Ich musste mir in den letzten 10 Jahren mehrfach Auszeit von diesen Themen nehmen, und zimperlich zu sein zählt sicher nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften.“

 

Egon Schiele - Mother and Child - Google Art Project

Umgang um jeden Preis – eine Mutter berichtet

„Umgang um jeden Preis erlebe ich seit nunmehr 9 Jahren.

Weder Jugendamt noch Gericht denkt darüber nach, was für Anpassungsleistungen die kleinen Wesen da erbringen müssen.
Durch den Umgang ist mein Sohn schulisch erheblich im Nachteil, da die Förderung nicht kontinuierlich erfolgen kann.

Was bedeutet Umgang mit einem Elternteil, das möglicherweise unter einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet? Was bedeutet dieser Umgang für ein Kind mit ADHS?

Diese Fragestellungen werden bei Umgangsregelungen bisher nicht einbezogen.
Ist es nicht für alle Beteiligten leichter, wenn die Mutter einen Umgangsvorschlag macht, mit dem sie selbst ein gutes Gefühl hat, der jedoch auch bei Bedarf angepasst werden kann?

Kommt es nicht auf die Qualität der Kontakte an?

Zudem wünsche ich mir eine Möglichkeit, dass Jugendämter und Gerichte, Gutachter und Verfahrensbeiständen sich die Geschichten und Auswirkungen der Entscheidungen, die getroffen wurden, anhören und mit den Betroffenen ins Gespräch kommen.

Zudem wünsche ich mir, dass die Richter zukünftig die Aufgabe haben, die Entscheidung, die sie getroffen haben, den Kindern mitzuteilen.“
Egon Schiele - Mother and Daughter - Google Art Project